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"Tun Erdbeben weh?"

Archiv: Weitblick 2005





 
Bergbau: Drohungen an Saar und Rhein

Wir müssen endlich Kinder fördern statt Steinkohle!

"DSK droht mit Aus für Schacht Walsum

Die Abbauvorhaben des Walsumer Bergwerks gefährden die Qualität des Dinslakener Trinkwassers.Die Deutsche Steinkohle (DSK ) drängt nun die Stadt Dinslaken und die Stadtwerke zum Abschluss einer Rahmenvereinbarung, in der diese eine Verschlechterung des Dinslaknerer Wassers akzeptieren. Ansonsten sei der Bestand des Walsumer Bergwerks akut gefährdet." Rheinische Post Mittwoch 26.01.2005

Steinkohle hält an Schacht Walsum fest

Das Bergwerk Walsum bleibt bis 2009 fester Bestandteil der Unternehmensplanung der DSK, betonte DSK-Chef Tönjes in einer Presseerklärung.
(Rheinische Post Freitag 28.01.2005)
Wie Die Neue Rhein Zeitung berichtet widersprach gestern der Vorstandsvorsitzende den Behauptungen, der Schacht werde kurzfristig geschlossen, wenn die angestrebte Rahmenvereinbarung nicht vom Dinslakener Rat in seiner Sondersitzung am 2.Februar gebilligt werde.

In der NRZ steht, es sei kein Druck ausgeübt worden.

Wird im Saarland von der Steinkohle etwa kein Druck ausgeübt ?
Vor Jahren hat der Stadtrat von Saarlouis (vor allem dank des Grünen-Chefs Ulrich ) die Opferung des Stadtwaldes für einen großen Absinkweiher verhindert. Seither mussten die Einwohner des Stadtteiles Fraulautern die Belästigung durch täglich bis zu 300 Laster mit Abraum erdulden.Mit gepresstem Material wäre die LKW-Zahl auf 50 bis 100 gesunken. Auch der nichtbetroffene Bürger musste den Eindruck haben, hier solle etwas erzwungen werden!

Erst vor kurzem schien die DSK einsichtig zu werden; sie wollte endlich die anfallenden Schlamm-Massen vor dem Transport trocknen und pressen. Diese Methode war aus Kostengründen abgelehnt worden, obwohl das Bergwerk Saar angeblich die kostengünstigste aller deutschen Zechen ist. Durch Veränderungen im Stadtrat schöpfte die DSK offenbar wieder Hoffnung, ihren alten Plan doch durchsetzen zu können.

Nun hat die DSK von der Saarbrücker Zeitung, die ja von den Anzeigen-Kampagnen der DSK profitiert, Schützenhilfe bekommen:

Der Wirtschaftsredakteur kann die ökologisch begründete Verweigerung des Absinkweihers in Saarlouis nicht nachvollziehen. Er spricht dem Kommunalparlament sogar wirtschaftliche Vernunft und Weitsicht ab! Solange Saarlouis an der Ablehnung des Gruben-Absinkweihers festhalte, könne in Friedrichsthal die zur Ablagerung benötigte Fläche nicht zur Betriebsansiedlung genutzt werden. Der Schluß des Redakteurs ist so einfach wie einseitig: Diese Chance zu verbauen sei "doppelt verbohrt. Man schadet dem Bergbau und verhindert den Strukturwandel."

Wird politisch auf Landesebene kein Druck ausgeübt ?
Die kleinen Oppositionsparteien Grüne und FDP sind strikt gegen die Zahlung von Subventionen zur Aufrechterhaltung des Kohleabbaues vor allem unter Wohngebieten.

Sie wenden sich auch gegen die Verlängerung der Zahlung der sog. Anpassungsgelder von fast 10 Millionen Euro pro Jahr aus dem Landeshaushalt. Aus diesem Etatposten erhalten von "Kapazitätsanpassung" betroffene Bergbau-Beschäftigte ab 50. bzw.55. Lebensjahr für die Dauer von 5 Jahren einen ( meist 95prozentigen) Einkommensausgleich. Seltsamerweise wurden freigemachte Arbeitsplätze zu Hunderten von Leiharbeitern eingenommen.

Im Saar-Landtag erklärte der CDU-Abgeordnete Meiser, der einem Aufsichtsrat im RAG-Konzern angehört, es müssten jährlich 500 Beschäftigte mehr ausscheiden, wenn vom Land keine APG-Gelder gezahlt würden. Sollte damit kein Druck ausgeübt werden? Sein Regierungschef Peter Müller (CDU) hat doch schon 2002 auf dem Kohletag (!) erklärt, dass das Saarland die "Anpassungshilfen" bis 2012 leisten werde, nachdem Kanzler Schröder (SPD) am gleichen Ort über 16 Milliarden EURO für die Steinkohle zugesagt hatte. Aber weder der Bund noch die Länder NRW und Saarland können sich diese Ausgaben in eine überholte Wirtschaftsbranche leisten. Wenn es doch geschieht, dann nur auf Kosten der Zukunftsinvestitionen in Bildung und Schule.Dagegen protestierten im Saarland 10.000 Menschen. Im Landtag von NRW forderte der Abgeordnete Wolf zu Recht:

"Wir müssen endlich Kinder fördern statt Steinkohle!"

Peter Haberer, Lebach/Saar

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 29. Januar 2005 )
 
 

Mittwoch, 17. Januar 2018

 
 

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Rippel: Sozialverträglichkeit für Bergbaubetroffene möglich, politisch nicht gewollt
Aschermittwoch: Linke, SPD
Literaturtipp

"Unter Linken"

Autor: Jan Fleischhauer
ISBN:978-3-498-02125-2

Es ist bemerkenswert, dass sich ein Spiegelredakteur gerade jetzt so deutlich gegen rot-rot (grün) ausspricht und aus seiner Aversion gegen Lafontaine keinen Hehl macht.



Reisbach
IGAB Reisbach: Beben wie am 23.2.2008 nicht auszuschließen
IGAB Reisbach: KEINE neutralen Gutachten zu Beben!
Bürgerinfo: Die Zukunft Reisbachs
Gutachen Prof. Frenz (PDF)
Gutachten von Prof. Frenz – Abbau 8.7 West nicht genehmigungsfähig
Rechtsstaatlich gebotene Konsequenzen müssen gezogen werden!
Politische Verantwortung für korrektes Handeln trägt der Ministerpräsident
Ein Genehmigungsverfahren mit diesen Mängeln wird zur Farce
Einseitige Sozialverträglichkeit bedeutet Verelendung für Reisbach
19.Mai 2008 - Lohwieshalle Reisbach
Neues Verfahren, Erläuterungen und Vollmacht
Reisbach: Persönliche Daten werden den Betroffenen vorenthalten
Reisbach: Gemeinschaden durch Vernässung bereits eingetreten?
Schreiben an Wirtschaftsminister Rippel
Resolution Gemeinde Saarwellingen vom 14.12.2007
Verlängerung Anhörungsverfahren Flöz Wahlschied in Reisbach notwendig
Reaktionen der Bergbehörden bisher nicht erkennbar
Sturz von Leiter während Erdbeben
August 2007: Einwendungen 8.7 West Flöz Walschied (PDF)
Ein Symbol geht um die Welt

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Platz 1: 93,5 mm/s (23.02.2008)
Platz 2: 71,28 mm/s (17.02.2006)
Platz 3: 61,16 mm/s (16.03.2006)
Platz 4: 56,56 mm/s (29.03.2006)
Platz 5: 42,38 mm/s (03.01.2008)

Weitere Rekorde sind leider nicht ausgeschlossen. Eine medizinische Begutachtung der Auswirkungen wird bisher von der Landesregierung abgelehnt.

 


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