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"Tun Erdbeben weh?"

Archiv: Weitblick 2005





 
Erschütterungen bis Saarbrücken zu spüren

Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für ein Ende der Erdbeben und ein Ende des Bergbaus unter bewohntem Gebiet

Interessengemeinschaft zur Abwendung von Bergschäden in Falscheid und Umgebung e.V.

Zwei starke Erdbeben mit Werten über 3,0 auf der Richterskala, verursacht durch den Steinkohlebergbau unter Falscheid, erschütterten und ängstigten am 13. und 25. Februar die Menschen weit über die Grenzen des Abbaus hinaus. Selbst in Saarbrücken, Saarlouis und Beckingen waren die Erschütterungen noch zu spüren. Eine spontane Demonstration von fast 100 empörten Bürgern nach dem ersten Beben vor dem Anwesen des Ministerpräsidenten Peter Müller führte dazu, dass dieser ein Gespräch mit den Bergbaubetroffenen zusagte. Dieses war für den 24. Februar angesetzt.

Als Ministerpräsident Müller mit den Ministern Georgi und Hecken in Lebach ankam, musste er feststellen, dass die DSK ca. 300 Bergleute nach Lebach transportiert hatte. Müller betonte gegenüber den DSK-Mitarbeitern , dass er für diesen Tag das Gespräch mit den Bergbaubetroffenen vorgesehen habe. Er bot den Bergleuten einen gesonderten Termin an. Die Veranstaltung wurde kurzerhand in die Stadthalle Lebach verlegt. Etwa 150 Bergbaubetroffene hatten sich an diesem Werktagvormittag frei nehmen können, um mit dem Ministerpräsidenten, weiteren Vertretern der Landesregierung, der Bergbehörden und der DSK über die Besorgnis und Angst erregenden bergbaubedingten Beben zu sprechen.

Bei der Podiumsveranstaltung kritisierten Friedhelm Seib (IGAB Knorscheid/Hoxberg) und Gerhard Ziegler (IGAB Falscheid und Umgebung), die Ortsvorsteher von Falscheid (G. Hontheim) und Knorscheid (P. Brück) sowie eine Vielzahl von betroffenen Bürgern die Abbauzulassung (widersprüchliche und nutzlose Auflagen zur Eindämmung der Beben), unglaubwürdige Messdaten der Schwingungsgeschwindigkeiten, Widersprüchlichkeiten von Versprechungen ("Rasche, unbürokratische Schadensbehandlung") und der Praxis bei der Regulierung von Bebenschäden.

Die Erwiderungen des Bergamtsleiters Hans-Alois Schmitt, des DSK-Vorstandsvorsitzenden Bernd Tönjes und des Bergwerksdirektors Gerhard Bronder zeigten, dass weder Bergbaubetreiber noch Aufsichtsbehörde wissen, wie die Beben in Ausmaß und Häufigkeit eingedämmt werden können. So ist auch der Vorschlag Peter Müllers, Prof. Sroka mit einem weiteren Gutachten zu beauftragen nichts weiter als eine Verlegenheitslösung, die zu keiner Verbesserung der Belastung der Menschen im Bebengebiet führen wird. Toni Sinnwell (IGAB Nalbach) wies darauf hin, dass im Sroka-Gutachten zur Reduzierung der Beben vorgesehen ist, den Abbau vom Doppelstreb- auf Einzelstrebbetrieb umzustellen. Wenn auch dies keinen Erfolg bringe, sei der Bergbau einzustellen.

Bereits einen Tag nach dieser Veranstaltung bebte die Erde erneut aufs heftigste. Bergbaubetroffene erwarteten Bergwerksdirektor Bronder vor seinem Haus und stellten ihn zur Rede.

Die Interessengemeinschaften zur Abwendung von Bergschäden im jetzigen und geplanten Kohleabbaugebiet werden sich weiterhin mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln für ein Ende der Erdbeben und ein Ende des Bergbaus unter bewohntem Gebiet einsetzen.

Bitte beachten:
Die Mitgliederversammlung findet am 17. März 05 nicht wie angekündigt im Gasthaus Altmeyer, sondern im Dorfgemeinschaftshaus Falscheid statt.

Gerhard Ziegler (Vorstandssprecher)

Letzte Aktualisierung ( Montag, 28. Februar 2005 )
 
 

Sonntag, 21. Januar 2018

 
 

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Rippel: Sozialverträglichkeit für Bergbaubetroffene möglich, politisch nicht gewollt
Aschermittwoch: Linke, SPD
Literaturtipp

"Unter Linken"

Autor: Jan Fleischhauer
ISBN:978-3-498-02125-2

Es ist bemerkenswert, dass sich ein Spiegelredakteur gerade jetzt so deutlich gegen rot-rot (grün) ausspricht und aus seiner Aversion gegen Lafontaine keinen Hehl macht.



Reisbach
IGAB Reisbach: Beben wie am 23.2.2008 nicht auszuschließen
IGAB Reisbach: KEINE neutralen Gutachten zu Beben!
Bürgerinfo: Die Zukunft Reisbachs
Gutachen Prof. Frenz (PDF)
Gutachten von Prof. Frenz – Abbau 8.7 West nicht genehmigungsfähig
Rechtsstaatlich gebotene Konsequenzen müssen gezogen werden!
Politische Verantwortung für korrektes Handeln trägt der Ministerpräsident
Ein Genehmigungsverfahren mit diesen Mängeln wird zur Farce
Einseitige Sozialverträglichkeit bedeutet Verelendung für Reisbach
19.Mai 2008 - Lohwieshalle Reisbach
Neues Verfahren, Erläuterungen und Vollmacht
Reisbach: Persönliche Daten werden den Betroffenen vorenthalten
Reisbach: Gemeinschaden durch Vernässung bereits eingetreten?
Schreiben an Wirtschaftsminister Rippel
Resolution Gemeinde Saarwellingen vom 14.12.2007
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Sturz von Leiter während Erdbeben
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Weitere Rekorde sind leider nicht ausgeschlossen. Eine medizinische Begutachtung der Auswirkungen wird bisher von der Landesregierung abgelehnt.

 


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