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Archiv: Weitblick 2005





 
Zu ''IGBCE-Chef will weiter Saar-Bergbau''

Saarbrücker Zeitung vom 24.11.2005 / Seite D7

Ein groß aufgemachter Pro-Bergbau-Artikel im SZ-Wirtschaftsteil (wo sonst?) macht wieder einmal Tendenz-Berichterstattung deutlich.

Der Bergbau-Gewerkschafter Schmoldt soll doch seinen zerstörerischen Abbau betreiben, wo er will - aber NICHT unter dicht besiedelten saarländischen Wohngebieten! Bergbau-Geschädigte existieren für den Kohle-Funktionär überhaupt nicht. Wieso schert er sich einen Dreck um die materiellen und gesundheitlichen Folgen des Steinkohle-Bergbaus? Wieso bemüht sich die Gewerkschaft nicht um eine ehrliche Anerkennung der Folgen von hunderten schlimmer Bergbau-Beben, die in der Tat im deutschen Steinkohle-Bergbau in ihrer Häufigkeit und Stärke einmalig sind?

Schmoldt geht es - wieder einmal - um eine Anschlussregelung. Das heißt: Weiterzahlung der Milliarden-Subventionen, mit denen 'Freund Schröder' den Staatshaushalt im voraus durch Zahlungsanweisungen bis 2008 belastet hat!

Offenbar gelten für Schmoldt nur die egoistischen Interessen seiner Berufsgruppe, die im Gegensatz zu Millionen Arbeitsloser Sonderrechte geniesst: z.B. Kündigungsschutz, Befreiung von Hartz IV, 95prozentiger Einkommens-Ausgleich für 'stillgelegte' Frührentner ab 50 Jahren.

Das Saarland, das zu lange den Interessen der Montan-Industrie diente, belastet doch schon ( bis 2017 ) seinen Haushalt jährlich mit 9,6 Millionen EURO durch die sog. Anpassungsgelder (APG) für abgebaute Arbeitsplätze im saarländischen Bergbau, die dann schon seit Jahren von Leiharbeitern eingenommen werden.

Grundsätzlich: Betriebs-Subventionen an die DSK braucht das arme Saarland nicht mehr zu leisten. Als 1998 die Saargruben für 2 DM an die RAG 'verkauft' wurden, bekam dieser Konzern "im Rahmen dieser Übernahme Hilfen von 2 Milliarden DM ". Diese 'Mitgift' ist sogar im 17. Subventionsbericht des Bundes aufgeführt. Seit dem Kohlekompromiss hat den Landesanteil an den Subventionen der Bund übernommen. Denn auch die vom Saarland in die Saarbergwerke AG gesteckten 1,4 Milliarden DM hatten zum sanierungsbedürftigen Saarhaushalt beigetragen, wie Lafontaine/Klimmt im Landtag betonten. Dafür hat die RAG Gegenleistungen übernommen, die zum Teil vom Unternehmen nicht eingehalten wurden.

Und den deutschen Bergbau bedrohen nicht die Saar-Politiker, sondern der oberste 'Kohle-Chef' Werner Müller selbst, der mit seinem Konzern an die Börse gehen und den defizitären Bergbau mit seinen teils ewigen Folge-Risiken dem Staat aufbürden will.

Schmoldt muss seine eigenen Subventionsforderungen an das Saarland "unfair" nennen; denn welches Hemd soll die Regierung noch ausziehen, um mit den Steuergeldern aus noch gewinnbringenden Branchen den maroden einheimischen Bergbau künstlich am Leben zu erhalten.

Seit Jahren legen die Kohle- Manager kein verlässliches Zahlenmaterial über die Personal-Entwicklung auf den Tisch.Was ist mit dem Dauer-Überhang im Verwaltungsbereich? Die Funktionäre schwingen lieber die Arbeitsplatz-Keule.So wie damals beim gerichtlichen Förderstopp des Bergwerks Ensdorf statt 120 Betroffener 1800 (!) Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt wurden, wird jetzt wieder aufgebauscht uind aufgehetzt..Die kommenden DSK-Feiern zum Barabaratag lassen schlimme Parolen befürchten.

Peter Haberer, Lebach/Saar - Bergschaden- und Erdbebengebiet

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 25. November 2005 )
 
 

Mittwoch, 24. Januar 2018

 
 

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Rippel: Sozialverträglichkeit für Bergbaubetroffene möglich, politisch nicht gewollt
Aschermittwoch: Linke, SPD
Literaturtipp

"Unter Linken"

Autor: Jan Fleischhauer
ISBN:978-3-498-02125-2

Es ist bemerkenswert, dass sich ein Spiegelredakteur gerade jetzt so deutlich gegen rot-rot (grün) ausspricht und aus seiner Aversion gegen Lafontaine keinen Hehl macht.



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IGAB Reisbach: Beben wie am 23.2.2008 nicht auszuschließen
IGAB Reisbach: KEINE neutralen Gutachten zu Beben!
Bürgerinfo: Die Zukunft Reisbachs
Gutachen Prof. Frenz (PDF)
Gutachten von Prof. Frenz – Abbau 8.7 West nicht genehmigungsfähig
Rechtsstaatlich gebotene Konsequenzen müssen gezogen werden!
Politische Verantwortung für korrektes Handeln trägt der Ministerpräsident
Ein Genehmigungsverfahren mit diesen Mängeln wird zur Farce
Einseitige Sozialverträglichkeit bedeutet Verelendung für Reisbach
19.Mai 2008 - Lohwieshalle Reisbach
Neues Verfahren, Erläuterungen und Vollmacht
Reisbach: Persönliche Daten werden den Betroffenen vorenthalten
Reisbach: Gemeinschaden durch Vernässung bereits eingetreten?
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Weitere Rekorde sind leider nicht ausgeschlossen. Eine medizinische Begutachtung der Auswirkungen wird bisher von der Landesregierung abgelehnt.

 


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