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"Tun Erdbeben weh?"

Archiv: Weitblick 2005





 
Schluss mit den Erdbeben durch Bergbau !

Seit fast 10 Jahren fühlen sich Tausende, ja Zehntausende Saarländer durch Bergbau-Beben terrorisiert.

Dabei handelt es sich um Hunderte von bergbaubedingten Erschütterungen über Magnitude 2,5 auf der Richterskala. Die zerstörerische Wirkung auf Gebäude beginnt bei Schwingeschwindigkeiten über 5mm pro Sekunde. Beim Abbau des Bergwerks Saar der Deutschen Steinkohle AG (DSK) wurden sogar schon Schwinggeschwindigkeiten von 71 mm/sec erreicht; d.h. übertage bewegten sich die Häuser in den Fundamenten bis 7 cm hin und her, in den Obergeschossen noch mehr!

Das hat es im deutschen Bergbau in dieser Stärke und Häufigkeit noch nie gegeben.
Anfangs blamierte sich die DSK bis zur Lächerlichkeit, weil sie monatelang nicht feststellen konnte, woher die 'Erdknälle' kamen.Weil die Erderschütterungen ( bei Tag und Nacht) ungebremst weitergingen, gab es allerhand Turbulenzen.Der Bergbau musste um seine politische Akzeptanz fürchten, als die auch gesundheitlich leidende Bevölkerung mit Protestdemonstrationen gegen den Terror ( bei Tag und Nacht) auf die Straße ging.

Jetzt, genau am 17.August 2007, gab es binnen 5 Stunden gleich zwei Erdbeben mit der Stärke um 2,6 auf der Richterskala.Im nachhinein hieß es dann, das erste Beben sei nicht vom Bergbau, sondern "natürlich" gewesen.Das nimmt die breite Öffentlichkeit aber nicht ab - nur weil das Epizentrum von einem Teil der Erdbebendienste in 18 km Tiefe lokalisiert wurde.Der Kohleabbau findet aber in 1,3 km Tiefe statt, was meist mit 1km , aber auch schon mit 10 km Tiefe registriert wurde. Übertage schwankt die Entferung des Bebenherdes von der Abbaustelle stets mehr oder weniger um mehrere Kilometer.

Die behauptete "natürliche" Ursache könnte ja wieder eine der häufigen Halbwahrheiten sein, mit denen die betroffene Bevölkerung beruhigt werden soll. Seltsamerweise hüllt sich die regierungsamtliche Bergbau- Aufsicht in Schweigen; vielleicht fehlen ihr aber auch die Erkenntnisse, weil sie im Kohleland (!) nicht einmal über eine einzige eigene Messstation verfügt.

Es könnte aber auch an dem fehlenden Blick über den Tellerrand hängen.Längst hat die internationale geowissenschaftliche Forschung den Zusammenhang zwischen Bergbau-Aktivitäten und "natürlichen" Erdbeben erforscht und dokumentiert.

Der an der Columbia-Universität tätige deutsche Forscher Klose verweist auf das große Erdbeben-Risiko in einer Abbauregion im Umkreis von 30 km ! Von 200 weltweit untersuchten Beben mit immensen materiellen Schäden und Menschenopfern wurden 100 eindeutig vom Bergbau ausgelöst.

Am Beispiel des Erdbebens bei Newcastle/Australien 1989 erklärt Klose, dass vom 'mining' die Erschütterungen ausgelöst wurden. Als allgemeine Ursachen kommen nicht nur die Massenverschiebungen durch Auskohlung, Tektonik oder Sprengungen infrage.Die Folgen des Wasserentzugs vor und beim Kohleabbau oder die Flutung , das ansteigende Grundwasser in den ausgehöhlten Grubenbauen werden meist als Ursache für seismische "Ereignisse" unterschätzt bzw. bewußt heruntergespielt.

Einem aufgeklärten Zeitgenossen kann man mit der theoretischen Trennung in "natürliche" und bergbaubedingte Beben kein X für ein U vormachen. Und jedem Bergbau-Laien an der Saar ist klar, dass das Subventionsunternehmen DSK die schlimmen Bergbau-Beben als Folge des massiven Kohleabbaus nach jahrelangen, erfolglosen Experimenten nicht im Griff hat.

Deshalb muss die Zerstörung durch den Bergbau so schnell wie möglich gestoppt werden!!!

Peter Haberer, Vorstandssprecher IGAB Falscheid u.U.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 21. August 2007 )
 
 

Dienstag, 24. April 2018

 
 

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Rippel: Sozialverträglichkeit für Bergbaubetroffene möglich, politisch nicht gewollt
Aschermittwoch: Linke, SPD
Literaturtipp

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Autor: Jan Fleischhauer
ISBN:978-3-498-02125-2

Es ist bemerkenswert, dass sich ein Spiegelredakteur gerade jetzt so deutlich gegen rot-rot (grün) ausspricht und aus seiner Aversion gegen Lafontaine keinen Hehl macht.



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IGAB Reisbach: Beben wie am 23.2.2008 nicht auszuschließen
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Bürgerinfo: Die Zukunft Reisbachs
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19.Mai 2008 - Lohwieshalle Reisbach
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Reisbach: Gemeinschaden durch Vernässung bereits eingetreten?
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Platz 2: 71,28 mm/s (17.02.2006)
Platz 3: 61,16 mm/s (16.03.2006)
Platz 4: 56,56 mm/s (29.03.2006)
Platz 5: 42,38 mm/s (03.01.2008)

Weitere Rekorde sind leider nicht ausgeschlossen. Eine medizinische Begutachtung der Auswirkungen wird bisher von der Landesregierung abgelehnt.

 


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