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Archiv: Weitblick 2005





 
Hohes Starkbebenrisiko beim Abbau im Flöz Wahlschied

28.3.2008
Hohes Starkbebenrisiko beim Abbau im Flöz Wahlschied

1993-1994 traten bei Abbauten im Feld, Dilsburg, Flöz Wahlschied, mehrere Starkbeben unter Heusweiler Obersalbach auf. Die Universität Mainz würde nach Protesten der Bevölkerung mit einem Gutachten beauftragt, das den Bergbau als Verursacher der Beben benannte. Die genau angrenzenden Strebe sollen nun nach der Planung der DSK abgebaut werden.

Für den Abbau im Feld Dilsburg, Flöz Schwalbach, wurde nach häufigen Starkbeben im Jahr 1998 im Auftrag der Bergbehörden ein Gutachten von Prof. Wilke erstellt.

Eine zusammenfassende Kommentierung dieses Gutachtens:

Unter Reisbach und im gesamten Feld Dilsburg sind mächtige, biegesteife Sandsteinpakete vorhanden (S. 20 enthält Übersicht der bekannten Pakete). Neben diesen bekannten Sandsteinpaketen ist mit weiteren Sandsteinbänken zu rechnen (S.48).

Für die Abbauten 8.5 West- 8.8 West wurde eine größere Anzahl stärkerer Beben prognostiziert (S. 64-65 und S.66 unten - 67).

Diese Beben sind ausgeblieben. Die vorhandenen erheblichen tektonischen Restspannungen (s. 58) sind wahrscheinlich noch nicht gelöst. Mit anderen Worten: Die mächtigen Sandsteinpakete sind noch nicht (komplett) gebrochen. Dafür sprechen die von uns beobachteten Senkungsdefizite. Außerdem sprechen die Ergebnisse der Untersuchungen von Prof. Wagner (2002/2003) dafür, der damals erhebliche Spannungskonzentrationen feststellte.i

Dies bedeutet, dass bei weiteren und tieferliegenden Abbauten (Wahlschied) mit einer Lösung dieser Spannung und damit mit Beben zu rechnen ist ( sinngemäß S. 66 Mitte).

Hinzu kommt, dass mit höherem Durchbauungsgrad (= mehre übereinanderliegende Abbauten) (S.28 unten) und mit zunehmender Abbautiefe das Bebenrisiko steigt. Beide Voraussetzungen sind bei einem Abbau im Flöz Wahlschied erfüllt.

Damit ergibt sich eine ungünstige Bebensprognose für Streb Wahlschied. Wilke weist im übrigen mehrfach darauf hin, dass das Feld Dilsburg aufgrund der geologischen Gegebenheiten mit einem signifikanten Bebenrisiko behaftet ist. (u.a. S.27 und S.78).

Die Ausführungen auf S. 78 dazu sind deutlich:
„Da sich keine Maßnahmen zu einer sicheren Vermeidung von Verwerfungsbeben im Felde Dilsburg erkennen lassen, sind bei der gegebenen Situation im Baufeld Dilsburg auch in Zukunft Verwerfungsbeben und als deren Auswirkung auch Erderschütterungen an der Erdoberfläche keineswegs auszuschließen.“

Von Seiten der IGABs wird die Auffassung vertreten, dass der Abbau zu einer großflächigen Spannungsproblematik geführt hat, die sich in Zukunft bei weiteren Abbauten durch sehr starke Beben auflösen könnten. Atypische Isolinien der Schwinggeschwindigkeiten in den letzten Monaten deuten darauf. Wilke sieht dieses Risiko auch. Er weist auf S.12 darauf hin, dass der Abbau zu einer Verschiebung ganzer Gebirgsschollen führen kann.

Fazit: Ein Abbau im Flöz Wahlschied würde bedeuten, dass man von einem Feld mit einer günstigen Bebensprognose (Bergamtsprognose Primsmulde) in ein Feld mit einer ungünstigen Prognose wechseln würde. Die Folgen liegen auf der Hand.

IGAB-Reisbach

 
 

Mittwoch, 24. Januar 2018

 
 

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Rippel: Sozialverträglichkeit für Bergbaubetroffene möglich, politisch nicht gewollt
Aschermittwoch: Linke, SPD
Literaturtipp

"Unter Linken"

Autor: Jan Fleischhauer
ISBN:978-3-498-02125-2

Es ist bemerkenswert, dass sich ein Spiegelredakteur gerade jetzt so deutlich gegen rot-rot (grün) ausspricht und aus seiner Aversion gegen Lafontaine keinen Hehl macht.



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IGAB Reisbach: Beben wie am 23.2.2008 nicht auszuschließen
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