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www.IGAB-SAAR.de Forumsbereich der IGAB-SAAR.de - Meinungsaustausch für Bergbaubetroffene 2010-08-11T08:13:28+01:00 http://www.igab-saar.de/phpbb/feed.php?f=2&t=1516 2010-08-11T08:13:28+01:00 2010-08-11T08:13:28+01:00 http://www.igab-saar.de/phpbb/viewtopic.php?t=1516&p=15465#p15465 <![CDATA[Re: Bergbau ist nicht gut für die Gesundheit]]> z.B. Risse und Löcher im Schwarzenholzer Wald.......
Die werden zur Zeit von der RAG mit schwerem Gerät verfüllt.....

Statistik: Verfasst von merlin — Mi, 11.08.2010 8:13


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2010-08-11T08:05:33+01:00 2010-08-11T08:05:33+01:00 http://www.igab-saar.de/phpbb/viewtopic.php?t=1516&p=15464#p15464 <![CDATA[Re: Bergbau ist nicht gut für die Gesundheit]]>
Wenn Altlasten nass werden
Bei Velsen und bei Emmersweiler stecken problematische Bergbau-Hinterlassenschaften im Boden

Nach dem Ende des Bergbaus in Lothringen und im Warndt
sind die Grubenpumpen abgeschaltet. Das Grundwasser
steigt; an tief gelegenen Punkten der Region wird es sogar die
Oberfläche erreichen. Zwei davon sind problematisch für die
Umwelt: Im Rosseltal bei Velsen und im Rosselbogen bei
Emmersweiler liegen brisante Bergbau-Altlasten im Boden.
Von SZ-Redakteurin

Völklingen/Warndt. In 20 Jahren wird die Wasser-Welt der
Region völlig anders aussehen als heute. Denn die Gruben-
Pumpen, die früher in Lothringen und im Warndt Strecken und Strebe
trocken und manchen Bachlauf feucht hielten, arbeiten
nicht mehr – das Grundwasser steigt.

Wie sich die Dinge ändern werden, hat der Hydrogeologe
Jürgen Wagner (Foto: Hiegel) in seiner Studie „Zukunft –
Warndt – Wasser“ errechnet. Etwa 2032 wird das Wasser sei-
nen endgültigen Stand erreicht haben. Tief gelegene Punkte der
Region, vor allem Flussauen, werden dann feucht oder sogar
nass. Wo das zu erwarten ist, hat der Experte anhand eines de-
taillierten Modells herausgefunden. Und hat am Karlsbrunner Beispiel
auch gezeigt, was man tun kann, um Schäden an Bauten und Landschaft
zu vorzubeugen (wir haben berichtet). Aber für zwei Ecken weiß auch
Wagner keine einfache Lösung.
Im Rosselbogen bei Emmersweiler und im Rosseltal bei Velsen sind kräftige Vernässungen
zu erwarten – und hier wie dort stecken Altlasten im Boden. Französischer Bergbau hat
die eine hinterlassen. Die einstigen Abwasserbecken der Kokerei Marienau erstrecken sich
über die Grenze bis nach Emmersweiler. Bis heute lagern dort Rückstände
des in den 1980er Jahren beendeten Kokereibetriebs. Neuerdings sind
sie gesichert durch eine Art Sarkophag: Spezielle Folien
kapseln die Schadstoffe ein, so dass sie nicht an die Oberfläche kommen können. Was aber
geschieht, wenn von unten Wasser eindringt, ist nach Wagners Auskunft nicht geklärt.
Ähnlich heikel sieht es bei Velsen aus: Auf einem Teil der Fläche, die bis vor kurzem als
Kohlelager diente, arbeitete früher ein Schwelwerk (siehe „Hintergrund“). Die Sanierung
der Fläche könne man erst angehen, wenn man genug über die Altlast wisse, sagt Rudolf
Krumm(Foto: bub), Leiter des Saar-Büros der RAG Montan Immobilien. Der erste Schritt,
die historische Recherche, sei abgeschlossen. Das Werk wurde 1937 gebaut, im Dienste der
damaligen Autarkie-Politik, Benzin-Produktion im eigenen Land. Im Zweiten Weltkrieg
kaum beschädigt, wurde es in den 1950er Jahren modernisiert, 1965 stillgelegt. Die Bauten
riss man ab, füllte die Fläche mit Bergematerial auf und nutzte sie fortan als Kohlelager.
Altlasten im Untergrund? „In den 60er Jahren hatte man in Sachen Umweltschutz ganz
andere Vorstellungen, als wir sie heute haben“, sagt Krumm trocken; „man wird sanieren müssen“.
Nächster Schritt ist eine „orientierende Untersuchung“: Welche Überreste liegen wo?
Ein halbes Jahr, „mindestens“, rechnet Krumm dafür. Exakte Analysen sollen folgen – und
dann ein Sanierungskonzept, mit den Umweltbehörden abgestimmt. Und mit den Bergbe-
hörden. Denn der betroffene Teil des riesigen Kohlelager-Areals – jenseits von Landstraße,
Bahnlinie und Rossel – stehe noch unter Bergaufsicht. Die Sache wird also dauern.
Aber Krumm will dem Wasser auf jeden Fall zuvorkommen.
Binnen zehn Jahren, so sein Ziel, soll die Sanierung der Velsener Schwelwerks-Altlast
abgeschlossen sein.


HINTERGRUND
Im Velsener Schwelwerk
wurde nach Auskunft von
Rudolf Krumm, Saar-
Chef der RAG Montan Immobilien,
zunächst Koks
erzeugt. Das dabei entstehende
Gas leitete man
in so genannten Adsorbern
über Aktivkohle und
gewann daraus Benzin,
Phenol und Steinkohleteer.
Die nach einiger Zeit
verschmutzte Aktivkohle
wurde entsorgt; wo und
wie, ist unbekannt.
Wie Kokereien erzeugen
Schwelwerke Nebenprodukte,
die für Boden und
Wasser schädlich bis
hochgiftig sind. dd


PS: was kommt noch alles ans tageslicht ?

Statistik: Verfasst von BergmannsSohn — Mi, 11.08.2010 8:05


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2010-08-10T06:49:12+01:00 2010-08-10T06:49:12+01:00 http://www.igab-saar.de/phpbb/viewtopic.php?t=1516&p=15463#p15463 <![CDATA[Bergbau ist nicht gut für die Gesundheit]]>
Saar mit PCB und Dioxin belastet
Umweltministerium warnt vor dem Verzehr von Fischen
Umwelt-Staatssekretär Borger
hat darauf aufmerksam gemacht,
dass die Saar stark mit
Dioxinen und PCB belastet ist,
stärker als der Rhein. Das geht
aus der Umweltprobenbank
der Bundes hervor.
Von SZ-Redakteur
Gerhard Franz

Saarbrücken. Die Fische in der
Saar sind relativ stark mit
hochchlorierten Stoffen wie
Dioxinen, Furanen oder poly-
chlorierten Biphenylen (PCB)
belastet. Dies ist das Ergebnis
einer Pressekonferenz, bei der
Umwelt-Staatssekretär Klaus
Borger (Grüne) gestern auf die
Problematik des Verzehrs von
Fischen aufmerksam machte.
Wegen dieser Erkenntnisse
sei kürzlich eine Verzehrswar-
nung herausgegeben worden;
zugleich habe man eine weitere
Untersuchung von Fischen auf
ihre Schadstoffbelastung hin
angeordnet. Dazu Borger: „Das
haben wir gemacht, weil uns
der Gesundheitsschutz am
Herzen liegt.“ Es sei auch da-
von auszugehen, dass nach der
Vorlage der Ergebnisse eine
Warnung vor dem Verzehr auf-
rechterhalten werde. Als Ver-
ursacher dieser Kontamination
mit den hochchlorierten Stof-
fen hat man den Bergbau im
Verdacht, weil seit den 60er
Jahren unter Tage große Men-
gen von PCB als Hydraulikflüs-
sigkeit und als Isoliermittel
Verwendung fanden.
Diese Vermutung werde
durch die Fundstellen der mit
PCB belasteten Fische gestützt.
Während oberhalb der Staustu-
fe Burbach, also im Raum Saar-
brücken und in der Saar Rich-
tung Saargemünd, die Kon-
zentration problematischer
Stoffe gering sei, liege sie bei
Fremersdorf mehr als doppelt
so hoch. Dies hatte vor zwei
Jahren eine Untersuchung von
Brassen in der Saar ergeben
(siehe Grafik). Dies bedeute,
dass PCB und Dioxine erst un-
terhalb von Saarbrücken in
stärkerem Maß in die Saar ge-
langen, so etwa durch die Ros-
sel oder andere Zuflüsse. Zu-
gleich werde immer noch aus
Kohlegruben Wasser abge-
pumpt, das in Bäche gelange.
Zu den Gefahren, die sich aus
dem Verzehr der chlorierten
Stoffe ergeben, schreibt das
Bundesamt für Risikobewer-
tung: „Dioxine und PCB sind
Umweltgifte, die vom Men-
schen hauptsächlich beim Ver-
zehr fetthaltiger tierischer Le-
bensmittel aufgenommen wer-
den. Wegen der langen Verweil-
zeit im Körper und ihrer toxi-
schen Eigenschaften sollte die
daraus resultierende Belastung
des Menschen mit diesen Stof-
fen so gering wie möglich sein.
Ein besonderer Eintragspfad
dieser Stoffe sind Flussfische,
die teilweise auf Grund der
Kontamination der Gewässer,
in denen diese Fische leben
und gefangen werden, hohe Ge-
halte an Dioxinen und PCB auf-
weisen.“ Verzehrempfehlun-
gen richten sich vor allem an
Angler und deren Familien. Bei
ihnen kann nicht ausgeschlos-
sen werden, dass sie Flussfi-
sche verzehren, deren Gehalt
an Dioxinen, Furanen und PCB
die Grenzwerte überschreiten.
Um der Kontamination mit
PCB und Dioxinen in der Saar
auf die Spur zu kommen, wird
regelmäßig das Fleisch von Dö-
beln und Brassen untersucht.
Während bei den letzten Pro-
ben von Saarfischen vor fünf
Jahren vor allem Döbel unter-
sucht wurden, die wegen ihres
geringen Fettgehalts kaum PCB
anreichern, untersucht man
nun auch Brassen. Sie werden
als deutlicherer Indikator für
PCB und Dioxin angesehen.



Unangenehme Wahrheit
Eines dürfte den Saarlän-
dern immer klarer wer-
den: Ihr Fluss, die Saar,
ist mit hoch chlorierten Giften
wie Dioxinen, Furanen und
PCB viel stärker belastet, als
man es vor ein paar Jahren
noch wahrhaben wollte. Da
konnte man den Eindruck ge-
winnen, als sei der Fisch aus
diesem Fluss eine natürlich-
saubere Köstlichkeit. Der frü-
here Umweltminister Mörs-
dorf verspeiste sogar werbe-
wirksam Saarfisch. Mit diesem
Trugschluss hat Umwelt-
Staatssekretär Klaus Borger
gestern aufgeräumt. Seit sei-
ner Pressekonferenz wissen
wir, dass diese Umweltgifte,
die sich über lange Zeit im
Körperfett anreichern, in der
Saar reichlich vorhanden sind,
deutlich stärker als im Rhein,
der viele problematische Ein-
leitungen zu verkraften hat.
Allerdings darf man die Nach-
richt über die PCB-Belastung
der Saar auch nicht überbe-
werten. Für Menschen ist das
Wasser der Saar ungefährlich.
Und keine Panik, es gibt An-
haltspunkte für den allmähli-
chen Rückgang der Stoffe.



PS: früher oder später kommt alles ans tageslicht

Statistik: Verfasst von BergmannsSohn — Di, 10.08.2010 6:49


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