Ensdorf: RWE räumt weniger Beschäftigung ein

Alles zu dem geplanten Großkraftwerk Ensdorf, Auswirkungen auf das Saarland

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Ensdorf: RWE räumt weniger Beschäftigung ein

Beitragvon Stefan » Mi, 24.10.2007 11:30

Kein Megakraftwerk in Ensdorf - RWE räumt weniger Beschäftigung ein
von LZ Saarland , 22.10.2007

Abzapfen der Saar muss verhindert werden



Saarbrücken (sk) - "Wir brauchen eine sachliche Neubewertung der Energieversorgung für das Saarland", erklärte der saarländische Bundestagsabgeordnete und energiepolitische Sprecher der LINKEN im Bundestag, Hans-Kurt Hill gestern in Saarbrücken.

Eine Reduzierung auf den Standpunkt "Megakraftwerk oder Licht aus" sei wenig hilfreich. "Entscheidend ist in Zukunft der kluge Umgang mit Energie. Dabei sind Beschäftigung, Klimaschutz und bezahlbare Energie die Eckpfeiler", so Hill. Der Energiepolitiker plädiert für dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen dort, wo Wärme und Strom nachgefragt werden sowie die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in Industrie und Haushalten.

„RWE baut mit dem angeblichen Import von Atomstrom Drohkulissen auf, um die Akzeptanz des geplanten Mega-Kraftwerks zu erhöhen. Anzeigen und Werbespots sollen ein Übriges tun. Aber RWE plant selber eine Steigerung des Exportgeschäfts beim Strom. Während Deutschland im Jahr 2000 mit fünf Millionen Megawatt noch Strom-Importland war, stiegen die Exporte 2006 schon auf 22 Millionen Megawatt, „wir sprechen hier von einer Größenordnung von 1,68 Milliarden Euro", so Hill.

„Die Beschäftigungseffekte beim geplanten Neubau in Ensdorf sind im Übrigen nahe null. Wie RWE-Vertreter vergangene Woche auf einer Veranstaltung in Berlin erklärten, werden maximal 120 Kraftwerker in der Anlage Arbeit finden. Bisher sind am Standort 110 Fachleute beschäftigt. Berücksichtigt man die indirekten Arbeitsplätze mit, geht die Zahl sogar um fast ein Drittel zurück!"

Hill warnt vor einem Zementieren der Erderwärmung auf hohem Niveau und einem "Abzapfen" der Saar. Im vorgesehenen Grundlastbetrieb bläst die Anlage jährlich rund neun Millionen Tonnen CO2 in die Luft. Bei einer Betriebsdauer von 40 Jahren ist das kaum zu verantworten, zumal sich RWE weigert, eine spätere CO2-Abtrennung in der Genehmigung festschreiben zu lassen. Über die 160 Meter hohen Kühltürme werden jährlich 15 Millionen Tonnen Wasser aus der Saar verdampft. Diese riesige Wolke wird damit täglich anzeigen, dass nicht einmal die Hälfte der eingesetzten Energie in Strom umgewandelt wird. Bisher ist auch unklar, wie in den Sommermonaten die Wasserökologie unbeschadet bleiben soll. Nimmt man den Schutz des Flusssystems ernst, wird das Kraftwerk bedingt durch den Klimawandel zunehmend an heißen Tagen wohl häufiger still stehen als geplant."

In diesem Zusammenhang findet am Freitag, den 26. Oktober 2007 um 20.00 Uhr im Ensdorfer Bergmannsheim auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Hans Kurt Hill ein Streitgespräch statt. Gäste aus Politik, Gewerkschaft, Bürgerinitiativen und Energieerzeugern diskutieren über die Zukunft der Energieversorgung im Saarland.

Podiumsgäste sind: Katrin Lompscher, Berliner Umweltsenatorin Alfred Staudt, Landesleiter ver.di Saar, Karl-Heinz Winkler, IG Umweltschutz Höcherberg e.V, Bexbach und Bürgerinitiative für Klima- und Umweltschutz, Ensdorf, Barbara Spaniol, Abgeordnete der LINKEN im saarländischen Landtag, Helke Scharfenberg, Bürgerinitiative "Nein zum Kohlekraftwerk", Berlin, Hans-Wilhelm Schiffer, RWE Power.


Quelle: http://www.linkezeitung.de

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Stefan
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