ZUM NACHDENKEN

Sagen Sie Ihre Meinung zu den Erdbeben und dem Kohleabbau

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ZUM NACHDENKEN

Beitragvon betroffene » So, 02.03.2008 0:31

Hallo an alle,

Ich arbeite für einen Zulieferer der DSK, bzw RAG.

Die RAG ist unser einziger Auftraggeber.

Gestern habe ich meine Kündigung bekommen. Nicht als einziger. Ohne Sozialplan, ohne irgendwelche Absicherung. Und spezielle Hilfestellung beim finden einer neuen Arbeit habe ich als Nicht-Direkt-Angestellter der RAG auch nicht zu erwarten. Ich muss mir zwar keine Gedanken um die Schäden an meiner Wohnung machen. Dafür aber, ob ich mir im nächstem Monat überhaupt noch eine leisten kann. Denkt da auch mal jemand drüber nach?
betroffene
 

Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon GeK » So, 02.03.2008 1:26

Hallo Betroffene

auch ich habe meinen Arbeitsplatz im Saarland im Jahre 2006 verloren. Arbeite mittlerweile in Stuttgart u.a. damit ich mein Haus, daß von den Beben immer stärker betroffen ist, überhaupt unterhalten kann. Leider hat es für mich auch keinen Sozialplan gegeben.

Gruß

GeK
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon tabby13 » So, 02.03.2008 1:30

Jep,da denken hier wohl alle drüber nach. :D

Solange hier aber immer wieder von wenigen Leuten in einer oft unerträglichen Polemik gegen die berechtigten Interessen der betroffenen Leute geschossen wird,kann man keine hundertprozentige Solidarität der seit mehreren Jahren von schweren Erdbeben geplagten Betroffenen erwarten. :wink:

Hier würde wohl fast jeder nach einem endgültigen Abbaustop mit den Bergleuten und den zugehörigen Betroffenen zusammen auf die Strasse gehen,um auch deren Interessen mit Nachdruck durchzusetzen.

Dazu bedarf es aber wohl erstmal einer stichhaltigen Geste des Entgegenkommens der Betroffenen der anderen Seite. :wink:

Gemeinsam wären wir vielleicht stark genug,um erstens mal eine gute Lösung für uns alle und grundsätzlich mal eine andere Stimmung in diesem Land zu erreichen.

Ich fände es übrigens äusserst eigenartig und betriebswirtschaftlich fahrlässig,wenn nicht sogar schwachsinnig,wenn dein Arbeitgeber nur von einem einzigen Auftrag abhängig wäre,und dann noch von einem Unternehmen in einer definitiv sterbenden Branche,was schon seit Anfang der 90er bekannnt ist.Da wäre in diesem Falle der Hebel wohl eher anzusetzen. :wink:

Ich hoffe auf jeden Fall,dass es auch bei dir weitergeht.So schlecht sind die Chancen ja nicht.Vielleicht wird es ja sogar besser. :wink:
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon Joerg » So, 02.03.2008 9:12

sorry, kleine Korrektur: der Kohlebergbau im Saarland ist eigentlich schon seit den 60-er Jahren tot, er wollte es nur nicht wissen.....

Ansonsten: sorry dafür, dass DU deinen Job verloren hast, aber das ist nicht die SCHULD der BERGBAUBETROFFENEN, das ist die SCHULD der DSK !!!
Das Schicksal der Arbeitslosigkeit haben schon sehr, sehr viele erleiden müssen, m.E. ist es auch an jedem EInzelnen gelegen, aus dieser Situation herauszukommen.

Aufmunternde Worte kann ich keine finden, will ich auch nicht, denn wie bereits oben beschrieben, ist grundsätzlich jeder für sich selbst verantwortlich!

Es gibt viele offene Stellen auf dem Markt.

Ich fahre auch jeden Tag 100km, um zur Arbeit zu kommen, hat danach irgendwann mal einer gefragt?
Flexibilität ist das Wort, das sich alle auf die Nase setzen müssen!


SORRY noch mal für diese Worte, aber das ist die Realität!

Alles Gute für die Zukunft!
Bergbauerdbeben-Gegner und Schachtdeckel-Fan
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon Wellingerin » So, 02.03.2008 9:58

Hallo Betroffene,

Ja, das ist zum Nachdenken. Aber haben sie über uns Berbaubetroffene nachgedacht? Das was Sie nun erleben ,Arbeitslosigkeit, haben auch schon viele hier erlebt, auch ich selbst. Das ist schlimm, ohne Frage. Aber es geht weiter, auch für Sie. Der Wille auch Unannehmlichkeiten (langer Weg zur Arbeit) , Neues Lernen u.s.w. wird auch Ihnen einen neuen Arbeitsplatz bringen.
Etwas möchte ich auch noch loswerden. Ich hatte diese Woche ein Gespräch mit jemanden aus Saarbrücken. Dieser stellte uns Bergbaubetroffene so dar, als ob wir nun die Verantwortung für die vielen Arbeitslosen und und die Wirtschafskrise im Saarland hätten.
Nicht wir, die Menschen im berbaubedingten Erdbebengebiet haben die Schuld daran.
Auch darüber sollte man nachdenken.
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon Stefan » So, 02.03.2008 10:04

Hallo,

was ist denen die Ihren Einzelhandel irgendwann, wenn der Bergbau weiter geht, in Nalbach /Piesbach / Körprich ..... schliessen müssen. Weil die meisten Bürger die Orte verlassen haben.

@Betroffene: Ich wünsche Dir aber viel Glück das Du eine neue Arbeitsstelle findest.

P.S. Betroffene auch Du bist wie wir Bergbaubetroffene
Zuletzt geändert von Stefan am So, 02.03.2008 10:26, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße aus Saarwellingen,
Stefan
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon Wolfi » So, 02.03.2008 10:20

Liebe Betroffene,
was erwarten Sie hier von uns? Ein schlechtes Gewissen? Mitleid?
Überlegen Sie doch mal selbst. Ein Unternehmen, das nur einen Auftraggeber hat! Das ist doch kein betriebswirtschaftlich zukunftssicheres Unternehmenskonzept? Zumal ein Ende der Aufträge zum Jahr 2012 eh schon feststand.
Auch ich habe vor 3 Jahren den Arbeitgeber, nachdem ich 15 Jahren dort beschäftigt war, gewechselt, weil es abzusehen war, dass 'meine' Firma durch Kooperation und Fusion zum Ende kommt. Noch existiert sie, aber das definitive Aus steht in 2009 bevor. Ich habe nicht gewartet bis es soweit war. Worauf haben Sie denn gehofft? Manchmal muss man auch selbst tätig werden, um Perspektiven und eine Zukunft zu haben. Werden Sie aktiv, schauen Sie sich einfach um und bewerben Sie sich. Es wird sich mit Sicherheit auch für Sie eine neue Arbeitsstelle finden. Viel Glück!
Wolfi
 
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon Slam » So, 02.03.2008 10:33

Hallo Betroffene !

Tut mir sehr leid, Arbeitslosigkeit und alles was daran hängt, ist hart und bitter ! Aber wie einige schon sagten, ist es nicht so, dass diese Arbeitslosigkeit, die man auch als Chance sehen kann, durch die Ereignisse von letzten Samstag nur vorgezogen wurde?
Haben Sie sich nie Gedanken darum gemacht, dass, aufgrund des Druckes der Straße, hier vielleicht etwas passieren könnte, was Sie irgendwann einmal unmittelbar betreffen könnte? Haben Sie weiterhin a la DSK, ("Kopf in den Sand und durch") gehofft, dass es schon irgendwie geht ?
Und die wichtigeste Frage für mich: Haben Sie in alle den Jahren, in denen Sie "in Lohn und Brot" für die DSK standen auch nur einmal darüber nachgedacht, was mit uns ist, die ihr Leben lang eine Wohnung oder ein Haus abbezahlen, das nur noch die Hälfte dessen wert ist, was die Bank damals geschätzt und als Verkhrswert anberaumt hat ? Dass wir weiter abzahlen, auch auf die Gefahr hin, dass es in der Mitte durchbricht oder gar zur baulichen Ruine verkommt?

Sollen wir Betroffene jetzt Mitleid oder gar ein schlechtes Gewissen haben ?
Hatten Sie es denn in den vergangenen Jahren ?

Ich hoffe, dass es mit Ihnen bald wieder aufwärts geht und dass dies für Sie eine Chance beinhaltet, sowohl für ihren beruflichen Weg, als auch für Sie als Mensch, der scheinbar ein Gewissen nur bei anderen einfordert, wenn es ihn selber betrifft !
Zuletzt geändert von Slam am So, 02.03.2008 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon seabeben » So, 02.03.2008 10:34

Hallo Betroffene!
Das tut mir leid für euch Betroffene! Hier seid ihr aber auf der richtigen Seite, um gegen den Bergbau mit diesen Folgen (Arbeitslosigkeit)zu kämpfen!
Wir alle sind Betroffene! Mich wundert die Reaktion manch anderer ,die unterstellen,daß dies ein Vorwurf an unsere Seite ist,daß "Betroffene" gekündigt wird!
Wenn es denn ein Vorwurf an uns sein sollte ,würde ich empfehlen ,diesen Misstand,daß Bergarbeiter nun "bessere Karten " bei der Jobvermittlung haben an der richtigen Stelle anzuprangern....es sind bestimmt noch Plätze frei bei der Fahrt morgen nach Essen...
Gruß und alles Gute,Sea
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon kaeferfreund » So, 02.03.2008 10:45

Vielleicht sollten die Bergleute ihre Firma, die DSK, daran erinnern, daß sie eine soziale Verpflichtung hat. Geld hat sie genug kassiert!! Wie sieht es mit einem Lohnausgleich zum Kurzarbeitergeld??? Andere Firmen haben dies in der Vergangenheit gezahlt und waren nicht vom Staat (Steuerzahler) subventioniert!! Was macht die Gewerkschaft mit ihrer wohlgefüllten Streikkasse??? So könnte doch auch Solidarität aussehen!!!!
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon Rabilein » So, 02.03.2008 11:10

Also, „Nachdenken“ mal unter einen Strich gebracht.

Das einzige was jetzt noch zum nachdenken zwingt, ist das die Firma RAG doch anscheinend über alle diese Problematiken bescheid wusste und das nicht erst, seid es die IGAB gibt.

Weiterhin ist Fakt, das die RAG mit ihrer unersättlichen Raffgier zu 100% dazu beigetragen hat, das die Kumpels unter Tage, schon seid Jahren an ihrem eigenen Grab geschaufelt haben und damit, letzt endlich, ihren Laden selbst geschlossen haben. Urplötzlich wird man wach, und sagt, dass das ja so nicht voraus sehbar war. Das ist doch nur noch eine einzige Lachnummer.

Es tu mir Leid um die Bergleute, dass sie ebenso wie die Bergbauopfer, jetzt schon seid Mitte der neunziger Jahre an der Nase herum geführt wurden. Jeder hier an der Saar, konnte sich denken, das die Geschichte mit dem Bergbau irgendwann ein Ende hat. Ausnahme, die Wurst und die Firma RAG, die haben zwei. Wie wir uns vielleicht noch erinnern können, sollten ja schon im Jahre 2005 die Deckel auf die Saarschächte getan werden. Schon vergessen, das wurde damals (1997) von den Bergleuten, mit der Bierflasche in der Hand, auf unseren Autobahnen erkämpft. Nachdem, Oskar die Saarbergwerke für 1 DM an die DSK verkauft hatte usw.. War ja auch zu der Zeit und zu der Situation, vollkommen in Ordnung. Niemand bekam vom Bergbau etwas zerstört oder hat was gespürt (Beben oder so) und wenn, dann wurde es total unbürokratisch auch wieder in Ordnung gebracht. Kein Ottonormalverbraucher hat sich damals um den Bergbau gekümmert.

Aber nun wird es bei den Medien und allgemein in der Öffentlichkeit, so dargestellt, das die bösen, bösen Bergbaubetroffenen, an dieser Misere, so wie so die ganze Schuld tragen. Und sogar Beschäftigte einseitig orientierter Reinigungsfirmen springen auf diesen Zug.

An alle Bergleute und Bergbauabhängige!
Es ist schlimm, was jetzt auf euch zukommt. Und dafür, dass ihr wieder eine anständige Arbeit findet, oder bekommt, habt ihr auch die volle Solidarität vom ganzen Land. Aber, sagt bitte nicht, ihr hättet es nicht gewusst, oder voraus sehen können. Und beschweren: Beschweren, könnt ihr euch meiner Meinung nach, nur bei eueren eigenen (ach so raffgierigen) DSK/RAG Bossen und nicht in diesem Forum.
Und glaubt mir, die haben ihre Säcke voll und werden euch bzw. uns, am Ende fallen lassen wie eine heiße Kartoffel. Euch, mit eueren Arbeitsplätzen plus den Schäden an eueren Häusern.
(Viele von euch, sind doch ebenfalls und das sogar im doppelten Sinn, „Bergbauopfer“.)
Und uns, halt eben „nur“ mit unseren „Häuser- und Sachschäden“, plus denen, die da in den nächsten Jahren noch kommen werden. Ist doch prima, oder! Da wird so manch einer dabei sein, der dann sein Haus schon zum zweiten mal bezahlen muss oder kann. Ist das in Ordnung?

Soviel zu den Einzelschicksalen: Danke, das wollte ich mal loswerden!
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon Reinhold » So, 02.03.2008 15:04

Hallo Betroffene, Du hast unser ehrliches Mitgefühl! Ist jetzt eine schwierige Situation für Dich. Dennoch, solltest nicht verzagen und neue Chancen ausloten, wie es weitergeht beruflich. Ohne Näheres über Dein berufliches Profil zu wissen,
lässt sich hier aus dem Forum heraus, nur schwer Hilfe oder Unterstützung leisten. Ich denke aber, dafür gibt es professionelle Berater, wie zB die Arbeitsagentur, die einen Überblick haben dürfte, wie es mit Dir weitergehen kann.
Neue Chancen bieten auch Zeitarbeitsfirmen und wenn es vielleicht zunächst nur zur Überbrückung einer Zeitspanne ist. Vor etwa zehn Jahren verlor ich meinen Job in einer großen Niederlassung im Saarland. Alternative: Jeden Tag aus dem Kreis Saarlouis nach Mannheim fahren. Ich habe es gemacht. War eine harte Zeit. Jeden Tag ingesamt 350 km zur Arbeit fahren und zurück nach Hause. Glaubte damals, die Welt geht unter und ich komme nie mehr zurück in die Heimat zum Arbeiten...
Aber, die Situation am Arbeitsmarkt ändert sich immer wieder....Sieben Jahre hat es gedauert und heute bin ich
wieder "glücklich", in heimatlichen Gefielden arbeiten zu können...Will sagen, verzage nie! Werde selbst arktiv und initiativ, nimm Dein Schicksal in die Hand und lote aus, wie es mit Dir weitergehen kann. Die Chancen stehen im Saarland nicht schlecht. Die wirtschaftliche Situation ist im Ländle so gut wie seit langem nicht mehr...Also Kopf hoch!
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon bonobo » So, 02.03.2008 16:23

Hallo Betroffene;
Natürlich ist es schlimm, wenn man die Kündigung bekommt. Aber damit DU auch mal darüber nachdenkst - und das nicht nur von den anderen verlangst, gebe ich mal einige Punkte zum "Nachdenken":

- die Bergbaubetroffenen haben nicht "nur" Schäden an den Häusern - sondern diese Erschütterungen gehen auch gewaltig an die Psyche, auch diese Menschen haben Kinder und Familien (und demolierte Häuser). Es gibt auch hier welche, die ihren Arbeitsplatz verloren haben.
->>> jemand, der noch kein Erdbeben in seinen eigenen vier Wänden miterlebt hat, kann das auch gar nicht beurteilen. Kein Film, keine Bilder und keine Technik kann solch ein Gefühl "reproduzieren"<<<<---

- die Menschen wollen Ruhe vor diesen zermürbenden Beben - und keine Arbeitslosen

- nach dem, was wir in Saarwellingen gesehen haben, hätte es durchaus Verletzte oder gar Tote geben können - und das nachdem durch ein Ändern der Abbaustrategie angeblich weniger Beben auftreten sollten. Der Bergbau ist unberechenbar geworden und gefährdet nicht nur Besitz sondern massiv Gesundheit und Leben. Der normale Menschenverstand muß doch jemanden veranlassen, sich bei einer solchen Abwägung für die Menschen zu entscheiden.

Aber ich kann Dir sagen, weshalb das oft -nicht- so ist:
In unserer Gesellschaft wird alles nur noch in wirtschaftlichkeit gemessen - Menschlichkeit und soziales Verhalten gerät immer mehr in den Hintergrund. Dieses Gesellschaftsbild hat sich auch schon auf die einzelnen Individuen abgefärbt. Es gilt der Spruch: Jeder ist sich selbst der Nächste - oder - das Hemd ist näher als die Hose.

Du solltest also mal Deinen Blickwinkel ändern und die Sache aus einer anderen Richtung betrachten - würde es Dich selbst treffen (Erdbeben), hättest Du GARANTIERT eine andere Meinung dazu!

Arbeistlosigkeit ist schlimm, aber verhungern wirst Du nicht; die Kunjunktur ist gut - und jede Veränderung bietet auch neue Möglichkeiten...

Also denke mal darüber nach....
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon UnusualSuspect » So, 02.03.2008 17:35

Ich fahre auch jeden Tag 100 km zu Arbeit, war 6 Monate im Ausland um meine Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen und habe mich stetig fortgebildet. Es tut mir Leid für deine Situation, das wünsche ich keinem, aber zum einen können WIR nichts dafür zum anderen bedarf es einer gehörigen Portion Eigeninitiative um am Arbeitsmarkt Erfolg zu haben. Solltest Du das mitbringen, wirst du sicher eine Stelle finden.
Man muss sich auch mal von dem Gedanken los machen, dass die Allgemeinheit verantwortlich für jeden Arbeistplatz ist. Im Kohleumfeld war das aber immer die Maxime und deshalb konnte es überhaupt zu solchen Abhängigkeiten kommen. In meiner Firma bspw. werden nur Betriebe als Zulieferer berücksichtigt, die max. 50% des Umsatzes mit unserem Unternehmen machen, damit eine solche Situation nicht passieren kann.

Da Du zu 100% abhängig von der DSK bist / warst nehme ich aber auch an, dass du dich in irgendeiner Branche spezialisiert hast und somit flexibel und anpassungsfähig bist! Also würde ich mal wetten, dass es dir auch möglich sein wird in einer anderen Nische was zu finden und wünsche dir auch viel Erfolg dabei!

Mehr können wir Beroffene leider auch nicht machen!
ROCK THE DSK !!!
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Re: ZUM NACHDENKEN

Beitragvon DSKOpfer » So, 02.03.2008 18:23

Hallo Betroffener,
was dir momentan passiert tut mir wirklich leid, ABER:
Die Verantworung für diese Sache musst du der DSK zuschieben. Die DSK hat die Bergbaubetroffenen seit Monaten und Jahren belächelt und eine Region nach dem anderen zerstört. Vielen Menschen hat sie das Haus genommen, was sich diese hart erarbeitet hatten. Diese Menschen wurde dann "großzügig" abgefunden.
Meinem Erachten nach hätten alle Beschäftigten der DSK schon viel länger hellhörig werden müssen. Nur ein Beispiel: Während der Stadtratsitzung in Saarlouis vor ca. 3 Wochen wurde Hr. Bronder gefragt: "Herr Bronder, wie würde Ihr Plan B aussehen, wenn Sie das Bergwerg Saar von heute auf morgen schließen müsste?" Bronder antwortete: "Es gibt keinen Plan B." - Nur soviel zur Verantwortung und Solidarität der DSK ihren Mitarbeitern gegenüber.
Wenn ich selbst Bergmann wäre oder in einer von deren Zuflierfirmen arbeiten würde, haääte ich spätestens letzten Montag begonnen mich nach einer anderen Arbeit umzusehen!
Dies als Tip für dich, Betroffener, glaube nicht an das was die DSk sagt, die haben seit Jahren nur gelogen!
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