Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon WSchaefer » Mo, 14.04.2008 17:09

Hallo SecondhandfürKinder,
das tut uns sehr sehr leid für Dich!!! Wir fragen uns wirklich immer mehr, in welchen Land wir hier leben?
Scheinbar sollen die Bergbaugeschädigten einfach nur schweigen und hinnehmen!
Das kann und darf doch nicht sein!!!
Wir wünschen Dir trotz allem, dass Du Deinen Mut und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlierst!!!
Viele Grüße von
S. und W. Schäfer
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon Baba » Mo, 14.04.2008 22:13

es ist einfach unfassbar, was mittlerweile hier im unserem schönen Saarland läuft !

Heute musste ich in einer Wurfsendung (Werbemagazin "Hoferkopf aktuell" in Friedrichsthal, einen Bericht mit dem Titel "Schwarze Fahnen über dem Saarland". Darin das übliche Geschwafel, dass es nach dem 23.2. keine andere Möglichkeit als den sofortigen Stopp gab u.s.w.. Der Anfang war also durchaus akzeptabel und sachlich, doch dann gehts los, Zitat:

"Viele Bürgerinnen und Bürger hatten das Beben erst bemerkt, als die Telefonkette sie benachrichtigt und der SR dieses Ereignis gemeldet hatte"

Im nächsten Abchnitt dann der Hammer:

"Am letzten Markttag hat Harald Kraußhaar auf dem Marktplatz Bildstock einen Infostand unserer Ortsgruppe der IGBCE aufgestellt, Flugblätter verteilt und Unterschriftenlisten ausgelegt. Bürgerinnen und Bürger haben sich bereitwillig in die Liste eingetragen, und mit ihrer Unterschrift für den Erhalt des Bergbaus gestimmt. Es gab aber auch ablehnende Haltungen. Ein angesehener Bürger unserer Stadt hat diese Liste nicht unterschrieben mit der Begründung, dass er für seine 11 Mitarbeiter auch selbst verantwortlich sei. Dieser Herr in "Weiß" lebt seit Jahrzehnten von den Geldern der Bergleute bzw. deren Rente. Schön, dass s in unserer Stadt die Möglichkeit gibt, auch in anderen Geschäften gesund machende Mittel zu beziehen. Meine Vorstandskollegen und ich werden dieses Geschäft in Zukunft meiden... "
Unterschrieben "mit freundlichem G.. A.. gh"

Was macht dieser "gh" von der IGBCE hier ? Rufmord ? Volksverhetzung ?
Ich denke auch der Herausgeber, Verlag Frank Meyer, macht sich hier strafbar, indem er solche Texte in Umlauf bringt.

Ich wünsche dem, mir unbekannten Apotheker, jedenfalls einen guten Anwalt !

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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon PEACE » Mo, 14.04.2008 23:06

Wie gut, dass es noch Bürger mit Zivilcourage gibt, die sich in ihrer Meinungsfreiheit nicht beeinflussen lassen! Alle Achtung lieber Apotheker aus Friedrichsthal und "Danke"!
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon Salodrie » Di, 15.04.2008 5:51

so ändert sich die zeit. während ich den bergbau früher mit den schlagworten ehre, wohlstand, sicherheit verbunden habe fallen mir heute als erstes worte wie angst, druck, zerstörung, unfairnis und erpressung ein. es ist schon erschreckend wie ein raubbau innerhalb kürzester zeit hunderte jahre alte traditionen in den schmutz ziehen kann.
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon DSKOpfer » Di, 15.04.2008 8:58

Hallo Salodrie,
du hast vollkommen Recht. Das alles ist nichts mehr Ehrenhaftes und viele Leute dürfen nicht mal mehr ihre eigene Meinung vertreten. Schrecklich!!!
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon Joerg » Do, 17.04.2008 18:38

zum Beispiel gibt es da einen Juer.... Jan...., der es einfach niemals raffen wird und Schwachsinnsmails verstreut und nicht rafft, wie er sich immer weiter in einen Sumpf begibt.....

Armes Saarland!!!

Wenn die Argumente nicht mehr ausreichen, müssen Drohungen, Nötigung und LÜGEN herhalten.....
Bergbauerdbeben-Gegner und Schachtdeckel-Fan
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon isorb » Fr, 25.04.2008 15:16

Karl Heinz Böhm: "Menschen für Menschen"
IGBCE: "Menschen gegen Menschen"
Wo soll das noch hinführen?
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon merlin » Di, 29.04.2008 21:17

Wie jeder von uns wusste..:Auszug aus er SZ vom 28.4.

Bäcker kennen
keinen Boykott
Ein übles Gerücht hat sich nicht bestätigen lassen
Wie ein Lauffeuer macht eine
Geschichte die Runde: Kinder
seien in einer Saarwellinger
Bäckerei nicht bedient wurden,
weil ihr Vater Bergmann
sei. Die SZ hat nachgeforscht,
was an dieser Geschichte dran
ist. Ergebnis: Wahrscheinlich
nichts.
Lieber Gott… gib mir die Weisheit
einige Menschen zu verstehen,
die Geduld sie zu ertragen,
die Güte ihnen zu verzeihen,
aber bitte gib mir keine Kraft…
denn wenn ich Kraft habe,
haue ich ihnen aufs Maul



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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon Reinhold » Di, 29.04.2008 22:21

Also das war die SZ uns schon lange schuldig! Die "Brötchenlüge", erfunden vermutlich wieder mal von der Geuki-Mafia, war und ist Schall und Rauch...Selbst der RAG-Betriebsrat hat forsche Testkäufer ausgesandt und keine Beweise hierfür gefunden....lachhaft das Ganze! Zeigt wiederum wie die Gewerkschaft selbst die Kumpels "missbraucht"...Wär ja mehr als schäbig gewesen, wenn unsere Gesellschaft wieder in schlimme Praktiken von vor 1939 zurückgefallen wäre....
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon merlin » Mi, 30.04.2008 6:19

Das schäbige an der Sache ist, dass Betriebsrat un Co es schon länger wussten......LÜGEN werden breitgetreten und Die WAHRHEIT unter den Teppich gekehrt
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon erdbebenopfer » Mi, 30.04.2008 9:31

Die Brötchenstory ist uralt, sie wird immer wieder wie ein altes Brötchen aufgewärmt. Sie "soll" ursprünglich um das Jahr 2000 in Reisbach passiert sein. Die SZ hat damals ebenfalls darüber geschrieben. Es war in der Zeit der ersten "Lebacher" Beben. Zum einen behauptet man, dass der Bäcker zumacht wenn der Bergbau dicht ist und dann soll der Bäcker gerade seinen "Hauptkunden" die Brötchen verweigern. Da wäre es doch besser zu behaupten, man hätte ihnen an der Tankstelle das Benzin verweigert, damit sie nicht zur Arbeit kommen können. Bin mal gespannt wann dieses Gerücht die Runde macht. Ich melde schon mal vorab mein Urheberrecht darauf an.
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon merlin » Mi, 30.04.2008 9:39

erdbebenopfer hat geschrieben: Da wäre es doch besser zu behaupten, man hätte ihnen an der Tankstelle das Benzin verweigert, damit sie nicht zur Arbeit kommen können. Bin mal gespannt wann dieses Gerücht die Runde macht. Ich melde schon mal vorab mein Urheberrecht darauf an.
:shock: :lol: :lol: :lol:
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon Cyber2003 » Mi, 30.04.2008 12:45

Hallo!
Geht der der Betriebsrat der Grube Ensdorf auch in die Geschäfte ,die nachweislich ,von Bergleuten und ihren Angehörigen
boykottiert werden???????
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Re: Geschäfte der Bergbaubetroffenen werden boykottiert

Beitragvon WSchaefer » Mi, 30.04.2008 16:54

Weil ' s passt hier der Text der Saarbrücker Zeitung vom 28.04.08, Saarlouiser Teil:

"Bäcker kennen keinen Boykott
Ein übles Gerücht hat sich nicht bestätigen lassen
Wie ein Lauffeuer macht eine Geschichte die Runde: Kinder seien in einer Saarwellinger Bäckerei nicht bedient wurden, weil ihr Vater Bergmann sei. Die SZ hat nachgeforscht, was an dieser Geschichte dran ist. Ergebnis: Wahrscheinlich nichts. Von SZ-Mitarbeiterin Heike TheobaldSaarwellingen. „Stell’ dir vor, die Kinder eines Bergmanns sind in einer Saarwellinger Bäckerei nicht bedient worden!“ Diese Geschichte wird seit einigen Wochen hartnäckig weitererzählt.
Ross – betroffene Familie und Reiter – Bäckerei– wurden allerdings nicht genannt. Wie ein Lauffeuer machte dieses Gerücht die Runde, stellte schnell die im
Ort ansässigen Bäckereien unter Generalverdacht. „Wir haben aber keine Hinweise gefunden, wo und wer es gewesen sein soll“, erklärte nun Arno Wilhelm vom Betriebsrat des Bergwerks Saar. Je öfter die Geschichte über den Bäcker weitererzählt wurde, desto mehr „Hinweise" kamendazu. Neben der Verweigerung
zu bedienen soll gar ein Schild im Schaufenster gehangen haben, darauf zu lesen: „Wir bedienen keine Bergleute.“Mal ist es nur das Schild,das gesehen worden war, dann sind es nicht die Kinder, sondern die Ehefrauen von Bergleuten, die es angeblich getroffen hat. Betriebsrat forscht nach Auch der Betriebsrat des BergwerksSaar hatte von diesem vermeintlichen Vorfall gehört. Betriebsratsmitglieder machten sich auf die Suche nach der Quelle der Erzählungen, wollten
wissen, welcher Bäcker solch üble Politik treibe. „Wir fischen aber selbst im Trüben“, erzählt Arno Wilhelm vom Betriebsrat. Bisher wisse niemand, wer der Kumpel war, dessen Kinder es getroffen haben soll. „Wir waren vor Ort und haben Selbstversuche gestartet“, sagt Wilhelm. Betriebsratschef Hans-Jürgen
Becker bestätigt das auf Anfrage unserer Zeitung. „Was wir vor Ort lediglich gesehen haben, sind einige Geschäfte,die ein Schild mit dem Logo der Igab (Interessengemeinschaft zur Abwendung von Bergschäden) im Fenster hängen hatten“, sagt Becker. Das gehöre jedoch zur Meinungsfreiheit, versichert er, und jeder Geschäftsmann müsse selbst wissen, ob er seine Meinung auf diese Weise offenkundig machen wolle oder nicht.

„So blöd wäre doch keiner“
Saarwellinger Bäcker: Wir schätzen jeden Kunden
Saarwellingen. „Mir ist völlig egal, wer zu mir als Kunde kommt, bei mir werden sie alle bedient.“ So oder ähnlich lautete die Antwort aller in Frage kommenden Bäckereien in Saarwellingen. Die SZ fragte sie: „Sind bei Ihnen Kinder nicht bedient worden, weil ihr Vater Bergmann ist?“ Alle haben sie von diesem Gerücht gehört und sind darüber völlig verärgert, manche sprechen von Geschäftsschädigung. „Das ist eine üble und zugleich blöde Nachrede“, sagte
Antje Bambach, Verkaufsleiterin der Mühlenbäckerei Bost. In ihrer Bäckerei würden Angestellte prompt eine Abmahnung bekommen, sollten sie Kunden so behandeln, sagt sie. Dirk Schwagmeier, Inhaber der Bäckerei Linn, glaubt ebenfalls nicht, dass ein Geschäftsmann nur eine gewisse Klientel bedienen würde. „Wer kann sich das denn erlauben?", fragt er. „So blöd wird doch wohl keiner sein, so zu reagieren“, meint Bäckereiinhaber Andreas Molitor. Er habe in einer Saarwellinger Apotheke als Kunde zufällig mitbekommen, wie zwei Männer vom Betriebsrat des Bergwerks Saar einen Selbstversuch machten. Bäcker Josef Welling berichtet auch vom Selbstversuch des Bergwerks-Betriebsrates. Bei seiner Angestellten in der Saarwellinger Filiale sei „etwas forsch“ nachgefragt worden. Welling verwehrt sich gegen die „haltlosen Vorwürfe“. Er versichert, dass „in meinen Bäckerei-Filialen jeder Kunde König“ sei. hth

MEINUNG
Was nicht in Frage kommt
Von SZ-Redakteur Mathias Winters
Empörend. Ganz klar: Wenn in Saarwellingen oder andernorts in einer Bäckerei ein Mensch nicht bedient worden sein sollte, weil er oder sie aus einer Bergmannsfamilie kommt, müsste das Konsequenzen haben. Das würde an dieser Stelle garantiert und deutlich gefordert. Doch muss es belegt sein. Dafür reicht kein „man hat gehört“ oder „es könnte was dran sein“. Empörend ist es nämlich ebenso, wenn ein haltloser Vorwurf zur Legende aufbereitet wird. Mal eben ein Berufsstand unter Generalverdacht gestellt wird, weil die Opferrolle nützlich erscheint. Das ist nicht in Ordnung. Wer Empörendes berichten kann, kann offen Ross und Reiter nennen und muss nicht anonym Stimmung machen."

Wir hoffen, dass diese unhaltbaren Geschichten nun endgültig Geschichte sind!
S. und W. Schäfer
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