Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon merlin » Mo, 18.10.2010 7:37

Lieber Gott… gib mir die Weisheit
einige Menschen zu verstehen,
die Geduld sie zu ertragen,
die Güte ihnen zu verzeihen,
aber bitte gib mir keine Kraft…
denn wenn ich Kraft habe,
haue ich ihnen aufs Maul



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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon Hansi » Mi, 20.10.2010 17:58

Endlich mal einer der rechnen kann ! siehe auch hier:

Handelsblatt 20.10.10

Steinkohle-Subvention: Institut sieht Milliardeneinsparungen durch früheren Kohleausstieg

Durch den von der EU-Kommission geforderten früheren Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau könnte Deutschland einen Milliardenbetrag einsparen. Das geht aus Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung hervor.

Die Eu-Kommission will bis 2014 alle Subventionen im bergbau auslaufen lassen. Quelle: dpa

HB HAMBURG/ESSEN. Durch einen früheren Kohleausstieg könnte Deutschland Subventionen in Milliardenhöhe einsparen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und beruft sich auf Angaben des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen.

Insgesamt geht es um 1,2 Mrd. Euro. „Die Bundesregierung ist aufgefordert, endlich belastbare Zahlen vorzulegen, was die Kosten und Ersparnisse eines früheren Ausstiegs aus den Kohlesubventionen sind“, forderte Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin am Sonntag.

„Es kann nicht sein, dass Merkel weiter gegen die Kommission und die Mehrheit der Mitgliedstaaten für 2018 kämpft und der deutsche Steuerzahler das mit 1,2 Mrd. Mehrkosten zu berappen hat“, kritisierte Trittin.

Die EU-Kommission will, dass europaweit Ende 2014 alle staatlichen Beihilfen im Bergbau auslaufen. Während Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) diese Forderung unterstützt, wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Länder und Gewerkschaften den Kohleabbau in Nordrhein-Westfalen und im Saarland bis 2018 subventionieren.

Nach den Berechnungen der Experten gäbe es bei einer Schließung der Bergwerke im Jahr 2014 statt erst 2018 zwar zusätzliche Kosten von 545 Mio. Euro etwa wegen vorgezogener Sozialpläne. Bei den Subventionen würde die Regierung aber 1,8 Mrd. Euro sparen. „Unterm Strich würden die Steuerzahler also um mehr als 1,2 Mrd. Euro entlastet“, sagte Rainer Kambeck vom RWI dem Magazin.

Am Freitag hatte der Bergbaukonzern RAG seine eigenen Berechnungen in einem Brief an Wirtschaftsminister Brüderle dargelegt. Demnach würde ein vorzeitiger Ausstieg aus der Steinkohleförderung den Bund zwischen 100 Mio. und 800 Mio. Euro zusätzlich kosten - je nachdem, ob die 6800 Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden könnten oder nicht. Zuvor war von bis zu zwei Mrd. Euro Extrakosten für den Steuerzahler die Rede gewesen.
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