Kinder und Erdbeben

Sagen Sie Ihre Meinung zu den Erdbeben und dem Kohleabbau

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Kinder und Erdbeben

Beitragvon lebacherin » Mi, 11.05.2005 22:23

Ich wollte nur mal mitteilen daß mein 3-jähriger Sohn sich bei so einem Erdbeben furchtbar erschreckt und zu schreien anfängt. Die werten Herren der DSK sollten da mal dabei sein und dann meinem Sohn erklären was da vor sich geht bzw. ihn erstmal beruhigen.
Das Beben gestern abend hat dem ganzen die Krone aufgesetzt. Ich bin wirklich mächtig sauer!!!
lebacherin
 

Re: Kinder und Erdbeben

Beitragvon Gast » Mi, 11.05.2005 22:29

Wer mit in Eppelborn bei Ministerpräsident Müller war, hat dessen Botschaft gut verstanden: Solche Fälle sind ihm egal.
Der DSK wird es wohl ebenfalls gleich sein?!?
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Beitragvon sidewinder » Do, 12.05.2005 13:53

Ich glaube auch das es ihm egal ist aber wir dürfen nicht aufhören zu Kämpfen das kann nicht so weiter gehen irgend was muß mann doch tun können? :evil: :evil: Ich hoffe das es irgend eine lösung gibt die uns allen etwas bringt aber vor allem uns kleine leute.
Wie soll mann sonst sein eigentum schützen. Wir sind im Dez.erst hierher gezogen wussten von alledem nichts sind auch nicht von hier aber so gehts nicht.Was für möglichkeiten gibt es was können wir tun .Wenn jemand einige tipps hätte wäre ich dankbar.
sidewinder
 
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Beitragvon Gast » Do, 12.05.2005 18:39

Es gibt kaum Möglichkeiten sich zu schützen. Ein guter Ansatz ist es dennoch, möglichst viele Bilder von Haus und allen möglichen Räumen zu machen. Wenn das Haus bereits Risse hat, die Enden am besten markieren, damit man merkt, wenns länger wird. Ein sorgsamer Blick im Bereich von Fenstern ist auch angesagt, überall ist zu beobachten, dass sich in allen Ecken anfangs Feinrisse bilden, die sich dann schräg fortführen.

Ansonsten ist die Chance in Aschbach nicht sehr hoch die Schäden anerkannt zu bekommen. Die Zeitungen sind ja voll mit der DSK-Aussage, die Beben würden kaum oder keine Schäden hinterlassen. Beweisen kann man kaum, dass die Schäden von den Beben kommen, man hört von "den Fachleuten" alle möglichen Aussagen: "LKW-Verkehr, Auf Sand gebaut, Hohl verlegt, ..." Die Liste der Begründungen, mit denen die Schäden nicht anerkannt werden ist riesig. Wenn ihr Pech habt, kommt bei einer Schadensmeldung noch nicht mal jemand von der DSK raus. Immer mehr haben den Eindruck, dass der Abbau nur noch mit unserer Gesundheit und unserem Eigentum bezahlt wird. :roll:
Gast
 

Beitragvon sidewinder » Fr, 13.05.2005 7:43

Trotzdem noch vielen Dank für ihre antwort das hatte ich mir auch schon gedacht ,wir wollen mal nicht das schlechteste hoffen .Unser haus ist halt schon etwas Älter und hat auch einige risse wir hoffen das es nicht schlimmer wird wir wollten noch ein bischen spaß dammit haben.Also wir lassen auf jeden fall nicht locker wir kämpfen weiter... :wink:
sidewinder
 
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naja

Beitragvon reimsbacher » Fr, 13.05.2005 15:19

meint ihr nicht ihr nehmt das alles etwas zu ernst?!
reimsbacher
 

Re: naja

Beitragvon Gast » Fr, 13.05.2005 15:29

reimsbacher hat geschrieben:meint ihr nicht ihr nehmt das alles etwas zu ernst?!

Wenn Sie Ihre Gesundheit und ihre Altersvorsorge zur Disposition stellen wollen, dann können Sie ja nach Lebach ziehen. Oder legen Sie sich ins Lebacher Krankenhaus und lassen Sie sich bei Erschütterungen von 30 mm/Sekunde operieren. Viel Spaß dabei! Ansonsten finde ich Ihren Kommentar unter Berücksichtigung diesen unglaublichen Terrors sehr geschmacklos.
Gast
 

Beitragvon reimsbacher » Fr, 13.05.2005 16:09

terro amüsant...schon mal beim gestank im dillinger krankenhaus gelegen, ich ja - ihr findet immer wieder neue sachen, meine kinder haben angst - op krankenhaus, eure kosten, was sind sie von beruf wenn ich fragen darf?!
reimsbacher
 

Beitragvon Gast » Fr, 13.05.2005 16:29

achso 30 mm pro sekunde :D haufen holz (steht nalbach jetzt bei reimsbach)
Gast
 

Beitragvon Gast » Sa, 14.05.2005 6:03

Hallo "reimsbacher"

Wo stinkts in Dillingen und was hat der Beruf damit zutun ?? Die Dillinger Hütte stinkt schon seit Jahren nicht mehr. Die haben das auch OHNE Subventionen geschafft ! Erstunken ist noch niemand und krank geworden ist auch noch keiner dadurch. Aber durch den Kohleabbau unter bewohntem Gebiet werden die Leute krank !!!!!!!!! Ganz zu Schweigen von den Sachschäden und der Seelichen Grausamkeit !

Gruss aus Saarwellingen
Gast
 

Beitragvon reimsbacher » Sa, 14.05.2005 15:09

also es letzte mal als meine oma im krankenhaus war, gott hab sie seelig, echt schon unter schwefelgestank zu sterben....wer jetzt noch en kommentar los lässt der kann sich gerne mal mit mir persönlich treffen, ihr ***************** !
wo werdet ihr krank, höchstens ein ads!

Edit Admin 14.05.2005:
Der Beitrag wurde aus gegebenen Anlaß entschärft. Bitte achten Sie zukünftig etwas auf die Wortwahl.
reimsbacher
 

Re: naja

Beitragvon Gast » So, 15.05.2005 14:00

Anonymous hat geschrieben:
reimsbacher hat geschrieben:meint ihr nicht ihr nehmt das alles etwas zu ernst?!

Wenn Sie Ihre Gesundheit und ihre Altersvorsorge zur Disposition stellen wollen, dann können Sie ja nach Lebach ziehen. Oder legen Sie sich ins Lebacher Krankenhaus und lassen Sie sich bei Erschütterungen von 30 mm/Sekunde operieren. Viel Spaß dabei! Ansonsten finde ich Ihren Kommentar unter Berücksichtigung diesen unglaublichen Terrors sehr geschmacklos.


Lieber Gast. meinen Sie nicht, dass Sie da ein wenig übertreiben? Das sind doch nur 2-3 Sekunden, das macht doch einem Chirurgen nichts aus... was würden Sie denn machen, wenn Sie in Japan leben würden? Hätten Sie dann auch Angst vor einem Erdbeben während der OP? Ich kann all Ihren Frust und Ärger ja verstehen, aber man sollte doch "die Kirche im Dorf lassen", sonst wirkt man auf andere Leser etwas unglaubwürdig. Auch wenn man am liebsten den Ärger nur noch rausbrüllen möchte! - Mir hats übrigens auch "gestunken", als sich, vermutlich durch den Erdstoß bei uns im Rheingraben, bei mir ein Brett im Küchenschrank gelöst hat und mitsamt allem, was darauf stand, heruntergekracht ist (bei Essig, Zucker und Öl gibt das ne gute Mischung!); ob "natürliche" oder "bergbaubedingte" Erdbeben, egal, ich kann nachvollziehen, was ein Erdbeben ist und dass es absolut alles andere als spaßig ist!!!

Grüße

Sabine S.

und "trotzdem" frohe Pfingsten!
Gast
 

Beitragvon Gast » So, 15.05.2005 22:07

reimsbacher hat geschrieben:....wer jetzt noch en kommentar los lässt der kann sich gerne mal mit mir persönlich treffen, ihr ***************** !


Edit Admin 14.05.2005:
Der Beitrag wurde aus gegebenen Anlaß entschärft. Bitte achten Sie zukünftig etwas auf die Wortwahl.


Na bei dieser Wortwahl braucht man nicht viel dazu sagen !!!
Hier muss man sich wirlich fragen ob nicht doch schon jemand aus Reim..... ernsthaft erkrankt ist :-)

Aber Spaß beiseite, ich kann darüber nicht mehr lachen !

Gruss aus dem durchgeschüttelten
Saarwellingen
Gast
 

Beitragvon Gast » So, 15.05.2005 23:51

reimsbacher hat geschrieben:also es letzte mal als meine oma im krankenhaus war, gott hab sie seelig, echt schon unter schwefelgestank zu sterben....wer jetzt noch en kommentar los lässt der kann sich gerne mal mit mir persönlich treffen, ihr ***************** !
wo werdet ihr krank, höchstens ein ads!

Edit Admin 14.05.2005:
Der Beitrag wurde aus gegebenen Anlaß entschärft. Bitte achten Sie zukünftig etwas auf die Wortwahl.


Hallo Herr/Frau Reimsbacher, ich würde mich mal gerne mit Ihnen persönlich treffen -- ich bin kein Feigling und Wortgefechte bin ich gewohnt... ! :lol:

Unternehmen Sie mal etwas, da kann man sich gut dabei abreagieren. Nee, im Ernst, ein schöner Spaziergang im Grünen kann so manchen Frust abbauen... :?

Herzliche Grüße und einen gesegneten zweiten Pfingstfeiertag!

Sabine S.
Gast
 

Re: naja

Beitragvon Gast » Mo, 16.05.2005 0:05

Zu Ihrer Information: das Beben von vergangenem Dienstag dauerte 15 Sekunden. Woher glauben Sie zu wissen, dass ein Beben mit einer Zeitdauer von 2-3 Sekundem einem Chirurgen nichts ausmachen würde? Glauben Sie nicht auch, dass die Dauer des Bebens in diesem Zusammenhang die geringste Rolle spielt? Sie sollten eigentlich wissen, dass die Schwingungsbeschleunigung und die Schwingungsgeschwindigkeit bei den Überlegungen zu den Folgen eines Erdbebens während einer Operation die wichtigeren Parameter sind. Am Dienstag ging die gemessene Beschleunigung über 1300 mm/s² und die gemessene maximale Geschwindigkeit betrug 28,6 mm/s. Wichtig ist hierbei, dass es sich um die höchsten an DSK-Messstationen (es sind z.Z. 25 Stationen vorhanden, meist sind sie in Kellerräumen) gemessenen Werte handelt - diese Lokalwerte könnten an anderen Punkten überstiegen worden sein bzw. im Fall der Schwinggeschwindigkeit steigt diese mit jeder Etage eines Hauses und trotzdem hält man leider Messungen in den Wohnetagen nicht für notwendig.
Um wieder auf den Chirurgen zurückzukommen, würde sich dieser bzw. dessen Skalpell ganz plötzlich um ca. 3 cm bewegen - und hierbei ist noch keine ruckartige schreckhafte Bewegung mitgerechnet ...

Frau Spillmann, ich habe noch nicht ganz durchschaut, durch welche Motivation Sie sich im Internet querbeet in verschiedenen Foren zum Thema Erdbeben zu Wort melden. Vielleicht haben Sie beruflich mit Erdbeben zu tun oder Sie möchten Ihr umfassendes Wissen gerne mit anderen Mitbürgern teilen?

Auf jeden Fall scheinen Ihnen im Fall der bergbaubedingten Erdbeben einige Fakten nicht ganz geläufig zu sein:
Zu allererst ist es nicht egal, ob es sich um ein "natürliches" oder ein "bergbaubedingtes" Erdbeben handelt. In vielen Erdbebengebieten auf der ganzen Welt - auch in Japan oder bei Ihnen im Bereich des Rheingrabens - wird alles Erdenkliche unternommen, um die Beben zu untersuchen und deren Auftreten bzw. deren Folgen so gering wie möglich zu halten.
Was anderso zu verhindern versucht wird, ist aber bei uns hausgemacht!

Ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich in Japan und in Taiwan gute Freunde habe. Wenn ich diesen unsere Situation schildere, wirke ich ganz gewiß nicht unglaubwürdig. Es ist eher so, dass meine Freunde ungläubig reagieren, weil es ihnen - die Erdbeben als Naturkatastrophen miterleben müssen - nicht verständlich ist, dass bei uns niemand gegen diese Erdbeben einschreitet. Für meine Freunde ist es blanker Hohn, wenn einfachste Möglichkeiten zur Verhinderung nicht genutzt werden: führende Wirtschaftsexperten versichern immer wieder, dass der deutsche Steinkohlenabbau weder aus energiepolitischen noch aus arbeitsmarktpolitischen Gründen notwendig sei - einem Abbaustopp und dem daraus folgenden Ende des Erdbebenterrors stünde nichts im Weg ...

Ein anderer Aspekt der Bergbaubeben ist, dass bergbaubedingte Erdbeben meist in einer Tiefe von ca. 1000 m entstehen, wohingegen sich das Epizentrum bei einem natürlichen Erdbeben um ein Vielfaches tiefer im Erdinneren befindet, was zur Folge hat, dass die an der Oberfläche ankommende Energie und das Schadenspotential in beiden Fällen unterschiedlich zu bewerten ist.

Als letzten Punkt möchte ich Ihnen folgendes ans Herz legen:
Natürliche Erdbeben entstehen durch höhere Gewalt. Bei uns ist seit mehreren Jahren bekannt, dass die Geologie derart gestört ist, dass der untertägige Steinkohleabbau immer wieder Erdbeben auslöst. Alle Verantwortlichen sind mit diesem Sachverhalt vertraut, aber trotzdem werden immer wieder neue Abbaugenehmigungen ausgesprochen. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass die induzierten Erdbeben immer stärker werden und dass immer häufiger schwere Gegenstände von Regalen und Schränken fallen bzw. schon mehrfach Schornsteine zerstört wurden und auf die Straße fielen. Kommt hier irgendwann jemand zu Schaden, muß man die Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen. Schon allen deshalb müssen alle möglichen Abbau- bzw. Erdbebenfolgen sehr kritisch beobachtet werden. Wir lassen die Kirche im Dorf - aber allem Anschein nach warten die Verantwortlichen, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist ....
Gast
 

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