Teil"erfolg"?

Sagen Sie Ihre Meinung zu den Erdbeben und dem Kohleabbau

Moderatoren: merlin, ForenAdmin

Teil"erfolg"?

Beitragvon bergbaugegnerlebach » Di, 17.05.2005 15:52

Die Abbaugeschwindigkeit wird um weitere 15% herabgesetzt - aber ob es uns etwas nützt? Die Häuser gehen dann eben auch etwas langsamer kaputt. Von diesem Standpunkt aus gesehen wäre das Wörtchen Erfolg vielleicht etwas fehl am Platze.

Aber nicht so voreilig. Ohne unsere Proteste, Aktionen und Demos hätten wir das sicherlich nicht erreicht. Die DSK kann uns nicht ignorieren; man nimmt uns wahr! Wieder ein Beweis dafür, dass es eben DOCH etwas bringt! So gesehen, ist das Wort "Erfolg" dann doch nicht so falsch gewählt...

Deshalb bleibt am Ball! Lasst Euch nicht unterkriegen! Wir müssen weitermachen und noch mehr Betroffene für unsere Sache gewinnen. Der Satz: "Es bringt ja doch nichts" muss raus aus den Köpfen der Leute.

Die friedlichen Proteste müssen weitergehen; die Öffentlichkeitsarbeit muss weiter ausgebaut werden. Nur so können wir weitere Erfolge erstreiten!
bergbaugegnerlebach
 

Beitragvon Bergbaubetroffener » Di, 17.05.2005 16:15

Ich würde diese Maßnahme auch zumindest als Teilerfolg bezeichnen!
NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK!!!!!!!
Bergbaubetroffener
 

Beitragvon Gast » Di, 17.05.2005 17:03

Der Erfolg ist keiner. Wie bei Radio Salü zu hören war, haben die sogenannten "Experten" zugegeben, dass keiner von ihnen sagen kann, ob eine geringere Abbaugeschwindigkeit irgendwas ändert. Wir sind weiter Versuchskaninchen in dieser Tragödie und wenn die Gemeinde- / Stadträte + Bürgermeister auch nur einen Funken Ehre in der Hose haben, werden Sie gemeinsam mit uns gegen diesen Wahnsinn vorgehen.
Gast
 

Beitragvon Gast » Di, 17.05.2005 17:27

und noch eins: Wir werden hier ver..scht ohne Ende. Das Bergamt verordnet statt dem notwendigen Abbaustopp einen minimal verlangsamten Abbau, dessen Einhaltung kein Mensch kontrollieren kann. Bronder klingelt bei den Medien ein wenig rum, "man werde juristische Schritte prüfen" - schickt vielleicht auch noch einen Juristen zum Gericht und lacht sich ins Fäustchen, dass die Medien zum 1000. mal seit 2001 die DSK-Parole von sich geben "alles wird besser", ohne dass sich etwas ändert.

Man sollte sich vor Augen halten, dass genau die Menschen, die für die Zustände in Fürstenhausen verantwortlich sind hier jetzt beim Bergwerk Saar die Verantwortung übernommen haben und allem Anschein nach auf genau die gleiche Weise "mit der Saubull" reinhauen, die Betroffenen sind anscheinend sch...egal.
Gast
 

Beitragvon Jürgen » Di, 17.05.2005 18:51

Pervers ,Die vernichtung der Existenz von Tausenden Menschen als Teilerfolg zu bezeichnen .
Es gibt sie also doch die militanten Bergbaugegner.
Irreal ,Weltfremd und zu keinem Dialog bereit.
Was kommt danach?Wessen Arbeitsplätze wollt ihr dann zerstören,damit die Organisation auch noch eine Existenzberechtigung hat.
Es kann sein das die Bergleute sich auch einmal wehren wenn man ihnen das Brot nimmt .Können Sie das Verantworten?
Jürgen
 

Beitragvon Gast » Di, 17.05.2005 18:57

Jürgen, es ist zu spät. Wir haben sie längst auf unsere Seite: Unsere Nachbarn und Freunde - die Bergleute. Stimmung wird nur noch von "Ihrer Klasse" gemacht. Also gehen Sie zu Michael und sagen Sie ihm, dass wir Schluss machen - jetzt! Im Moment haben auch Sie noch Gelegenheit mit Anstand aus der Situation zu kommen. Unsere Freunde und Nachbarn lassen wir nicht im Stich - Funktionäre schon!

Wir warten auf Ihre Antwort - wann fordern wir gemeinsam den sofortigen - sozialverträglichen - Strukturwandel?
Gast
 

Beitragvon Gast » Di, 17.05.2005 19:21

An Jürgen: Zuerst denken, dann schreiben:

§ 130 Volksverhetzung
(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

1. zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder

2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, daß er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
Gast
 

Ach Jürgen...

Beitragvon bergbaugegnerlebach » Di, 17.05.2005 19:32

Lieber Jürgen, nachfolgend einige Anmerkungen und Denkanstöße

1) Das die Arbeitsplätze in diesem Wirtschaftszweig seit Jahren gefährdet sind - und zwar nicht durch uns Berbaugeschädigte, sondern ganz einfach deshalb, weil es sich um einen absteigenden und ohne Subventionen nicht lebensfähigen Bereich handelt, brauche ich an dieser Stelle nicht weiter auszuführen, verweise aber an dieser Stelle doch noch einmal auf einige informative Berichte hier auf der IGAB Seite, die dir die Möglichkeit eines sozialverträglichen Strukturwandels sowie die Tatsache, dass sogar neue Stellen geschaffen würden, wenn mit diesem Wahnsinn endlich Schluss wäre, etwas näher bringen könnten. Ich gehe aber davon aus, dass du sie ob deiner Engstirnigkeit ohnehin nicht lesen wirst.

2) Wäre ich nicht zu einem Dialog bereit, würde ich hier nicht meine Meinung kundtun.
Der Dialog findet auch hier im Forum statt und ich bin mir nicht einmal zu schade auf deine auswendig gelernten, nachgeplapperten, tausendfach selbst gutachtlich widerlegten und schlicht unwahren Behauptungen zu antworten. (an dieser Stelle wieder der Verweis auf die entsprechenden Berichte hier auf der Seite)

3) Schlage die Definition von militant nach. Die Bedeutung scheint dir verschlossen geblieben zu sein. Dass die Demos ferner absolut friedlich ablaufen, ist eine Tatsache an der es nichts zu rütteln gibt. [„Rütteln“ passt hier ja ganz gut…] Die hetzerische Stimmung wird von Leuten wie dir geschürt – aber auch diese Provokationen werden bei uns keine gewalttätigen Reaktionen hervorrufen. Wir bleiben beim friedlichen Protest.

4) Weltfremd? Schau dir Fürstenhausen an. Schau dir Falscheid an. Das ist REALITÄT! Es ist doch sinnlos einfach die Augen vor den Tatsachen zu verschließen. Das sollte selbst dir einleuchten.

In diesem Sinne, lieber Jürgen, wünsche ich Dir, dass eine höhere Kraft irgendwo da draußen Dir eine realistischere und fairere Sicht der Dinge ermöglicht. Denn dieses erscheint mir eine Aufgabe zu sein, die mit irdischen Mitteln nicht zu vollziehen ist.

Bleibt zu hoffen, dass sich ein altbekanntes Sprichwort auch bzgl der DSK bewahrheitet: Wer anderen eine Grube gräbt...
bergbaugegnerlebach
 

Beitragvon Gast » Di, 17.05.2005 19:53

So sehr sich Jürgen nun schon seit Wochen bemüht die Besucher dieses Forums gegeneinander aufzubringen, darf man so langsam nach den wahren Beweggründen fragen.

Wer hat Schuld an der derzeitigen Eskalation der Dinge?
Die Betroffenen, die sich erdreisden gegen "fliegende Ziegelsteine von zerstörten Kaminen" zu protestieren?

Die Bergbaubeschäftigten, die von Politik und Arbeitgeber in Bezug auf Strukturwandel und zukunftsfähige Arbeitsplätze im Stich gelassen werden?

Oder diejenigen, welche diesen Abbau zu verantworten haben, Genehmigungen aussprechen die, wie sich stets später herausstellt, nichts mit der Realität zu tun haben. Unternehmen, welche unter sinnvoller Subventionsverwendung Gewinnmaximierung statt Sicherheit und Schadensminimierung verstehen?

Wer profitiert von dieser permanenten Streitprovokation? Denkt mal darüber nach?
Gast
 

Beitragvon T.G. » Mi, 18.05.2005 11:35

Auch Erdbeben machen psychisch krank!!!
http://www.sr-online.de/nachrichten/28/
Regionalnachrichten
18.05.2005 11:46

Saarbrücken: Zunahme an psychischen Erkrankungen
In Saarland ist die Zahl der psychischen Krankheiten stark angestiegen. Die Krankenkasse DAK spricht von einer dramatischen Entwicklung. Die Fälle lägen um 58 Prozent höher als 1997.

Im gleichen Zeitraum habe sich die Zahl der Betroffenen um 55 Prozent erhöht. Hinsichtlich der Fehltage aufgrund psychischer Krankheiten liege das Saarland damit deutlich über dem Bundesschnitt.

Auf 100 DAK-Mitglieder im Saarland kämen im Jahr durchschnittlich 168 Fehl-Tage. Im Bundesdurchschnitt seien es 113 Tage. Der Anteil der psychischen Erkrankungen liege bei zwölf Prozent.

Anmerkung:
Wie viele davon gehen zu Lasten der DSK???

Hört endlich auf mit diesem Psycho-Terror!!!

T.G.
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Beitragvon Jürgen » Mi, 18.05.2005 14:56

Anonymous hat geschrieben:Jürgen, es ist zu spät. Wir haben sie längst auf unsere Seite: Unsere Nachbarn und Freunde - die Bergleute. Stimmung wird nur noch von "Ihrer Klasse" gemacht. Also gehen Sie zu Michael und sagen Sie ihm, dass wir Schluss machen - jetzt! Im Moment haben auch Sie noch Gelegenheit mit Anstand aus der Situation zu kommen. Unsere Freunde und Nachbarn lassen wir nicht im Stich - Funktionäre schon!

Wir warten auf Ihre Antwort - wann fordern wir gemeinsam den sofortigen - sozialverträglichen - Strukturwandel?


Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen , das Sie jemanden auf Ihrer Seite haben können ,dessen Existenz SIE zerstören wollen.
Jürgen
 

Beitragvon Gast » Mi, 18.05.2005 17:05

Jürgen hat geschrieben:Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen , das Sie jemanden auf Ihrer Seite haben können ,dessen Existenz SIE zerstören wollen.

Sehen Sie, das ist der Unterschied zwischen uns. Wir wollen niemanden Existenz zerstören, sondern die Subventionen für die Schaffung und Erhaltung zukunftsfähiger Arbeitsplätze nutzen, während Sie mit offenen Augen auf die Wand zufahren. Waren Sie schon bei Michael?
Gast
 

Beitragvon Gast » Mi, 18.05.2005 17:22

T.G. hat geschrieben:Auch Erdbeben machen psychisch krank!!!
http://www.sr-online.de/nachrichten/28/
Regionalnachrichten
18.05.2005 11:46

Saarbrücken: Zunahme an psychischen Erkrankungen
In Saarland ist die Zahl der psychischen Krankheiten stark angestiegen. Die Krankenkasse DAK spricht von einer dramatischen Entwicklung. Die Fälle lägen um 58 Prozent höher als 1997.

Im gleichen Zeitraum habe sich die Zahl der Betroffenen um 55 Prozent erhöht. Hinsichtlich der Fehltage aufgrund psychischer Krankheiten liege das Saarland damit deutlich über dem Bundesschnitt.

Auf 100 DAK-Mitglieder im Saarland kämen im Jahr durchschnittlich 168 Fehl-Tage. Im Bundesdurchschnitt seien es 113 Tage. Der Anteil der psychischen Erkrankungen liege bei zwölf Prozent.

Anmerkung:
Wie viele davon gehen zu Lasten der DSK???

Hört endlich auf mit diesem Psycho-Terror!!!

T.G.


Diese Statistik bezieht sich auf das gesamte Saarland, nicht nur auf das Abbaugebiet der Steinkohle. Außerdem fehlen konkrete Zahlen gegenüber den anderen Bundesländern. Ich bin mir sicher, dass gerade die miserable Arbeitsmarktsituation sich besonders negativ auswirkt. Das führte und führt vermehrt zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit und somit zu deutlich zunehmenden psychischen Belastungen - gerade Arbeitslosigkeit bzw. die Angst vor Arbeitslosigkeit macht nachweislich psychisch "krank". Viele stehen im Job unter "Druck", weil sie ihre Arbeit nicht verlieren wollen, Mobbing ist an der Tagesordnung usw. Die Aussage über die drastische Zunahme psychischer Erkrankungen ist eine ganz allgemeine Aussage in dem Artikel -- man bräuchte wirklich konkrete Zahlen (!!) im Vergleich zu ALLEN anderen Bundesländern und auch eine statistische Angabe des Grundes!
Gast
 

Beitragvon Gast » Mi, 18.05.2005 17:27

Sie haben Recht! Wirklich wichtig ist genau dieser Teil:

Hört endlich auf mit diesem Psycho-Terror!!![/quote]
Gast
 

Beitragvon Gast » Mi, 18.05.2005 18:42

Fehltage: Depressive Störungen auf dem Vormarsch
Im Saarland machen depressive Störungen inzwischen einen großen Teil der Erkrankungen aus. 2004 kamen nach DAK-Angaben auf 100 DAK-Mitglieder im Land 63 Krankheitstage mit dieser Diagnose.

Im Bundesschnitt wurden nur 44 Tage wegen depressiver Störungen registriert. Bei Angsterkrankungen betrug das Verhältnis zwölf Krankheitstage im Saarland zu knapp acht Tagen bundesweit.

Frauen sind besonders davon betroffen. Vor allem bei Organisationen und Verbänden, im Gesundheitswesen und in der Verwaltung gebe es sehr viele Fehltage wegen psychischer Erkrankungen.

Wenn schon dann bitte die ganze Meldung!!!!
Gast
 

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