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Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: Do, 26.04.2012 18:26
von Hansi
Saarwellinger Nachrichten, Bereich Schwarzenholz:

Verein der Berggeschädigten e.V. Hülzweiler und Umgebung

Verein der Berggeschädigten e.V. Hülzweiler und Umgebung
Guten Tag,
im Bergmannslied heißt es, der Steiger kommt. Im Saarland geht der letzte Steiger mit dem Auslaufen des Bergbaus Ende Juni 2012. Für unsere Vereinsmitglieder und auch darüber hinaus, ist dieses historische Datum von besonderer Bedeutung. Als Verein der Berggeschädigten e.V. Hülzweiler und Umgebung vertreten wir die Interessen unserer Mitglieder auf dem Gebiet der Bergschadensregulierungen gegenüber dem RAG Konzern. Dies ist uns in den vergangenen Jahren fast immer im Sinne unserer Mitglieder gelungen. Aber wie geht es weiter, nach dem Ende des Bergbaus an der Saar?
Am Freitag dem 11. Mai 2012, 18 Uhr findet daher eine Informationsveranstaltung mit der Gelegenheit zur Diskussion im Gasthaus „Handelshof“ in Hülzweiler, Laurentiusstraße 84 statt.
Die Themen:
- Wie sieht die Präsenz des RAG Konzerns und hier insbesondere der Bergschadensabteilung an der SAAR nach dem Ende des Bergbaus aus? Darstellung des Rückzugskonzeptes des Bergwerks Saar.
- Welche finanziellen Voraussetzungen wurden geschaffen, um die Regulierung von Bergschäden auch weiterhin zu gewährleisten?
- Welche Auswirkungen hat das zurzeit noch anhängige Gerichtsverfahren zur Entschädigung des Nutzwertes eines Hauses durch Grubenbeben (nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch, § 906 BGB) für die Betroffenen? Wer kann Anspruchsberechtigter sein? Wie will die RAG mögliche Ansprüche abgelten?
Als Referenten und Diskussionsteilnehmer stehen an diesem Termin von Seiten der Leitung des Bergwerks Saar, Herr Dipl.-Ing. Volker Hagelstein und der Bereichsleiter der Bergschadensabteilung im RAG Konzern, Herr Stefan Hager zur Verfügung.
Zu dieser ebenso wichtigen, wie interessanten Veranstaltung laden wir recht herzlich ein.
Freundliche Grüße
Heribert Woll -Vorsitzender-

Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: Do, 24.05.2012 20:07
von Hansi
Heute im Radio, Sender "DKultur"

Man beachte das Thema Pumpen und den Kommentar von Breinig (Seite 7 ganz unten).
Sie wollen also weiter mit unserem Hab und Gut spielen.

http://www.dradio.de/download/166456/

Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: So, 24.06.2012 9:43
von WSchaefer
Aus den SR Hörfunknachrichten vom 23.06.2012, 14.00 Uhr:

"Köln und Saarbrücken: Kramp-Karrenbauer zu Evonik-Börsengang und Ewigkeitslasen

Das vorläufigen Scheitern des Evonik-Börsengangs hat eine Diskussion um die RAG-Stiftung ausgelöst.
Die saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer befürchtet, dass die nordrhein-westfälische Landesregierung das Vermögen der RAG Stiftung nicht nur für die Finanzierung der Ewigkeitslasten des Steinkohlebergbaus nutzen will, sondern als Geldquelle für Industriepolitik. Im WDR sagte sie, deshalb werde sie darauf achten, dass die Besetzung des Vorstandes im Sinne des Saarlandes geregelt sei.
Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Kraft, sagte, derzeit stehe aus den Evonik-Anteilen des Landes noch genug Geld zur Verfügung."

http://www.sr-online.de/nachrichten/29/1440799.html

Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: So, 26.08.2012 22:48
von WSchaefer
"Klage vor Gericht wegen Erdbeben durch Kohleabbau
22.08.2012 | 16:41 Uhr
Bergkamen. Jahrelang hat es vor allem in Rünthe und Overberge wegen des Kohleabbaus gescheppert und gerappelt. Eine Entschädigung soll es aber nicht für die betroffenen Bürger von der RAG geben.

Jahrelang hat es vor allem in Rünthe und Overberge wegen des Kohleabbaus gescheppert und gerappelt. Eine Entschädigung soll es aber nicht für die betroffenen Bürger von der RAG geben.
Diese ablehnende Haltung empört den Sprecher des Aktionskreises „Wohnen und Leben Bergkamen“, Karl-Heinz Röcher, weil er eine Ungleichbehandlung von Betroffenen im Saarland und des Ruhrgebiets sieht. Während im Saarland die RAG die Beeinträchtigungen durch Erschütterungen nach einem Gerichtsurteil ausgleicht, sollen die Menschen im Pott leer ausgehen.
Und was ihn noch mehr empört, ist die Begründung: Die Saarländer hätten eine besonders ausgeprägte Betroffenheit aus bergbauinduzierten Erdbeben entwickelt, die Bewohner des Ruhrgebiets aber nicht, erfuhr er jetzt während eines Gesprächs des Landesverbands der Bergbaubetroffenen, an dem er als Vorstandsmitglied teilnahm. Auch aus subventionsrechtlichen Gründen könne die RAG keine Entschädigung leisten.

Das alles wollen der Landesverband und der Aktionskreis so nicht stehen lassen. Sie wollen jetzt ihrerseits vor Gericht gehen und ihre Schadenersatzansprüche einklagen. Röcher: „Das dauert zwar etwas länger, wird für die RAG sicherlich nicht billiger und wird auch ihr Ansehen in der Öffentlichkeit nicht stärken. Außerdem sehen wir nach wie vor die Landesregierung im Boot, dafür Sorge zu tragen, dass die Zigtausenden von Geschädigten in NRW nicht schlechter gestellt werden als im Saarland.“

Von Heino Baues"

http://www.derwesten.de/staedte/bergkam ... 12183.html

Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: Sa, 23.02.2013 14:33
von WSchaefer
Quelle: Blick ins Land
Saarländischer Rundfunk
Schäden nach dem Bergbaubeben (Foto: dpa)
Der Anfang vom Ende

Heute vor fünf Jahren ist das Ende des Steinkohlebergbaus an der Saar eingeläutet worden. Ein bergbaubedingtes Beben mit einer Stärke von etwa 4,0 auf der Richterskala erschütterte die Region rund um Saarwellingen. Kurze Zeit später wurde das Auslaufen des Bergbaus im Saarland beschlossen.

(23.02.2013) Der 23. Februar 2008 ist in die Geschichte des Saarlandes eingegangen. Heute vor fünf Jahren erschütterte das bis dato schwerste Grubenbeben in der Geschichte des saarländischen Bergbaus die Region rund um Saarwellingen. Es war das 35. bergbaubedingte Beben des Jahres und nach Angaben wissenschaftlicher Institute erreichte es eine Stärke von etwa 4,0.

Schäden in Millionenhöhe waren die Folge der Erderschütterungen. In Saarwellingen waren schwere Ornamente aus dem Kirchturm gebrochen und auf die Eingangsstufen gefallen. Zudem wurden auch Schornsteine und Dächer von anderen Gebäuden beschädigt. Hausbesitzer meldeten insgesamt 8.000 Schäden an das Bergwerksunternehmen RAG. In Saarlouis-Steinrausch war der Strom ausgefallen. Allein die Sanierung der St. Blasius-Kirche Saarwellingen kostete später rund 380.000 Euro. Verletzte gab es bei dem Beben wie durch ein Wunder keine, die Menschen kamen mit einem Schrecken davon.

Bereits im Jahr 2007 führte der Kohleabbau im Flöz Schwalbach des Bergwerks Saar zu mehreren schweren Erderschütterungen, die das Bergwerk in die Schlagzeilen brachte. Die Bewohner der betroffenen Regionen organisierten sich daraufhin und protestierten anhaltend gegen einen weiteren Kohlebabbau.
Dossier

Kohle-Krise: Das große Beben und die FolgenKohle-Krise: Das große Beben und die Folgen

RAG kündigte vorläufigen Abbaustopp an

Die Deutsche Steinkohle AG kündigte nach dem Beben vom 23. Februar an, die Kohleförderung im Abbaugebiet Primsmulde Süd einzustellen, bis die Ursache des Bebens geklärt sei. In den Wochen nach dem Beben begleiteten Demonstrationen von Gegnern und Befürwortern die politischen Verhandlungen.

Am 14. März 2008 beschloss dann der Aufsichtsrat der RAG das Ende der Förderung im Bergwerk Saar bis zum 30. Juni 2012. Bis dahin wurde der Betrieb des Bergwerks in reduzierter Form fortgeführt. Der Abbau konzentrierte sich dabei auf die Flöze Grangeleisen und Wahlschied. Dort bestand geringeres Erschütterungsrisiko.

Am 30. Juni vergangenen Jahres war dann endgültig Schicht im Schacht. Nach rund 250 Jahren wurde der Bergbau im Saarland endgültig eingestellt. In diesem Zeitraum förderten Generationen von Bergleuten rund 1,5 Milliarden Tonnen Kohle aus der Erde.
Dossier

250 Jahre Bergbau an der Saar250 Jahre Bergbau an der Saar

(red)

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Letzte Aktualisierung: 23.02.2013 - 13:03:39 Uhr (MEZ)
Der Saarländische Rundfunk ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

http://www.sr-online.de/sronline/sr3/fu ... en100.html

Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: Sa, 23.02.2013 20:32
von merlin
Hast Du einen Link wo man das Interview hören kann??

Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: So, 24.02.2013 22:00
von WSchaefer
Derzeit habe ich es noch nicht im Podcast gefunden. Vielleicht morgen?!?
Liebe Grüße von S. Schäfer

Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: Di, 26.02.2013 10:33
von merlin
Ich gugg auch - aber wenn Du es findest würde es mich sehr freuen, wenn Du es posten würdest.... :D

Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: Mi, 27.03.2013 21:59
von WSchaefer
Den Radio-Bericht habe ich leider nicht im Podcast gefunden. Aber vielleicht ist dieser Bericht noch interessant:

"Seit 2012 führt die RAG zusätzlich Aufzeichnungen durch anerkannte
Markscheider eine „Dokumentation besonderer Sachverhalte“.
Bergschäden beim Steinkohlenabbau: Verbesserungen für Betroffene


Auf Vorschlag der Bezirksregierung Arnsberg sind jetzt von einer Arbeitsgruppe Verbesserungen bei der Dokumentation von möglichen Bergschäden und strittiger Sachverhalte erarbeitet worden. Diese Vorschläge hinsichtlich einer weitergehenden Dokumentation hat kürzlich der Unterausschuss Bergbausicherheit des Landtages NRW behandelt, teilt der Sprecher für die Abteilung Bergbau und Energie in NRW, Andreas Nörthen, in einer Presseaussendung mit. Beim untertägigen Steinkohlenabbau wird die Erdoberfläche abgesenkt, wodurch Bergschäden verursacht werden können. Zudem können an der Oberfläche Erdspalten oder Geländeabrisse auftreten. In einzelnen Zweifelsfällen hat es darüber Streitigkeiten zwischen den Betroffenen und den Bergbauunternehmen gegeben.

Seit 2012 führt daher die RAG Aktiengesellschaft zusätzlich zu den gesetzlich ohnehin erforderlichen Aufzeichnungen durch anerkannte Markscheider eine „Dokumentation besonderer Sachverhalte“. In die „Dokumentation besonderer Sachverhalte“ werden Sachverhalte aufgenommen, über deren derzeitige oder weitere Ausprägung als Erdstufe, Verwerfung oder Geländeabriss Zweifel bestehen. Die Ausprägungen können zum Beispiel als Versatz oder Verformung von oberflächennahen Bodenschichten, als Fundament- oder Wandrisse an Gebäuden, als Risse oder Spalten im Straßenbelag und als Risse oder Brüche an Versorgungsleitungen auftreten.

Bürger können Einsicht nehmen
Alle Bürgerinnen und Bürger können derartige Sachverhalte, die sie an ihrem Privateigentum oder im öffentlichen Bereich festgestellt haben, dem zuständigen Markscheider der RAG Aktiengesellschaft melden. Eine Meldung kann formlos per Post (RAG Aktiengesellschaft, Shamrockring 1, 44623 Herne, per E-Mail: post@rag.de oder auch per Telefon: 0800 2727271) erfolgen.

In diese erweiterte Dokumentation, die auch bei der NRW-weit zuständigen Abteilung Bergbau und Energie der Bezirksregierung Arnsberg in Dortmund vorliegt, kann auf Grundlage des Umweltinformationsgesetzes NRW durch Bürgerinnen und Bürger Einsicht genommen werden. Alternativ können auch Kopien von Informationen aus der erweiterten Dokumentation weitergegeben werden.

erschienen am: 2013-03-22 im europaticker

http://www.umweltruf.de/news/111/news3. ... r=13011892

Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: Mi, 27.03.2013 22:27
von WSchaefer
Dieser RP-Bericht hat mich uns an unsere Situation erinnert. Es geht um Enteignung durch das Landbeschaffungsgesetz, Enteignung durch Braunkohlebergbau usw. Sehr interessant und aufrüttelnd!
http://www.youtube.com/watch?v=MvH1c_Y7AqU

Re: Nachrichten von SR-Online und Videotext / Presseberichte

BeitragVerfasst: Fr, 10.10.2014 14:31
von WSchaefer
Heute Nacht hat es in Saarwellingen wieder gebebt!
Für die Chronik:

Saarländischer Rundfunk – sr-online.de am 16.09.2014:

RAG schließt weitere Beben nicht aus

Nach den Erdstößen im Raum Lebach und Saarwellingen schließt die RAG weitere Erschütterungen nicht aus. Das Beben im Bereich des ehemaligen Abbaugebietes Primsmulde am Montag erreichte die Stärke von 2,7 auf der Richterskala. Vorwürfe, die Erschütterung sei eine Folge des Grubenwasseranstiegs, wies die RAG allerdings zurück.
(16.09.2014) Gegen 15.14 Uhr bebte in den Orten rund um Saarwellingen die Erde. Das Erdbeben erreichte nach Angaben des Erdbebendienstes der Universität Freiburg eine Stärke von 2,7 auf der Richterskala. Neben Saarwellingen waren vor allem Lebach, Knorscheid, Nalbach, Dillingen und Hüttersdorf betroffen. Eine Vielzahl von besorgten Bürgern meldete sich bei der Polizei. Am stärksten war das Beben nach Angaben der RAG in Saarwellingen mit einer Schwinggeschwindigkeit von rund 3,6 Millimetern pro Sekunde. Zum Vergleich: Bei dem schweren Erdbeben im Februar 2008 lag die Schwinggeschwindigkeit bei 92 Millimetern pro Sekunde.
SR 3- Studiogespräch
Mediathek: as war die Ursache für das erneute Bergbeben? - Eine Einschätzung von SR 3-Reporterin Karin Mayer [SR 3, Renate Wanninger, 16.09.2014, Länge: 3:26 Min.]
Die Ursache des Bebens wurde im Bereich des ehemaligen Abbaugebietes Primsmulde in einer Tiefe von etwa 1400 Metern lokalisiert. Das bestätigten Sprecher von Bergamt Saarbrücken und RAG dem SR. Rainer Heckelmann vom Bergamt Saarbrücken sagte, die Schwinggeschwindigkeit habe am Schacht Primsmulde bei 7,5 Millimetern pro Sekunde gelegen.
Erdbeben im Raum Lebach [aktueller bericht, 15.9.2014, ca. 2:00 Min.]
Weitere Beben nicht ausgeschlossen
Nach Angaben von Bergamt und RAG können weiterhin Spannungen im ehemaligen Bergbaubereich in der Primsmulde auftreten. Das sei das Ergebnis von Gutachten gewesen, die mit Blick auf den geplanten Anstieg des Grubenwassers erstellt wurden, so Heckelmann. Das Bergamt müsse jetzt die vorliegenden Daten prüfen.
RAG: Erschütterung keine Folge der Grubenwasserhaltung
Der RAG-Konzern schließt nicht aus, dass es im Raum Lebach zu weiteren Erderschütterungen kommt - allerdings nicht mehr in der Stärke wie bei dem Erdbeben im Jahr 2008. Vorwürfe, die Erschütterung sei eine Folge abgestellter Grubenwasserpumpen im Bergwerk Saar, wies der RAG-Regionalbeauftragten Friedrich Breinig zurück. Das Wasser unter Tage steige derzeit sehr langsam an. Das sei ein normaler Prozess nach dem Bergbauende und habe noch nichts mit dem Konzept für die Wasserhaltung im gesamten Saarland zu tun.
Konkrete Schäden wurden nach Angaben der RAG bisher nicht angezeigt. Bis 17.00 Uhr hatten sich bei der RAG rund 27 Anwohner gemeldet. Für heute hat der Landesverband der Bergbaubetroffenen eine Demonstration vor dem Rathaus in Saarwellingen angekündigt.
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Saarwellingen: Historisches Beben von 2008
In Saarwellingen hatte es im Februar 2008 zuletzt das schwerste Erdbeben gegeben, das im Saarland jemals durch den Bergbau ausgelöst wurde. Das Beben hatte eine Stärke von 4,0 auf der Richterskala. Es markierte zugleich einen Wendepunkt im Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau an der Saar.
http://www.sr-online.de/sronline/nachri ... en100.html


Politik & Wirtschaft

Regierung fordert Aufklärung über Erdbeben

Nach dem bergbaubedingten Erdbeben in der Stärke von 2,7 auf der Richter-Skala im Raum Lebach und Saarwellingen fordert die saarländische Landesregierung eine rasche Klärung der Ursachen. Der Landesverband der Bergbaubetroffenen hat unterdessen für heute Abend in Saarwellingen zu einer Demonstration aufgerufen.
(16.09.2014) „Wir haben Verständnis für die Besorgnis der Menschen in den betroffenen Orts- und Wohnlagen“, sagten Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) am Dienstag. Die RAG Deutsche Steinkohle sei aufgefordert, in Zusammenarbeit mit den Bergbehörden und „Wir müssen der Deutschen Montan Technologie das Geschehen aufzuklären. auch wissen, welche Gegenmaßnahmen im Bedarfsfall möglich wären, um Schäden an der Oberfläche zu minimieren“, teilten Kramp-Karrenbauer und Rehlinger mit. CDU und SPD im Landtag wollen auch kurzfristig eine Sitzung des Ausschusses für Grubensicherheit beantragen.
Grüne und Piraten plädieren für sofortigen Stopp der Grubenflutung
Die „Die Flutung der Primsmulde muss Grünen fordern schnelles Handeln. umgehend gestoppt werden“, sagte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Hubert Ulrich. Bis heute gebe es keine unabhängige Expertise zu den möglichen Konsequenzen einer Flutung. Zudem werde sich das Gutachten, das die Landesregierung zur Grubenwasserhaltung in Auftrag gegeben habe, ausschließlich mit möglichen Auswirkungen auf die Wasserqualität „Wie der gestrige Vorfall gezeigt hat, ist dies bei Weitem beschäftigen. nicht genug“, so Ulrich. Für die Landtagssitzung kommende Woche will seine Fraktion einen Antrag zum Stopp sämtlicher Flutungen einbringen. Auch die Piratenpartei will sich für einen sofortigen Stopp der Flutung einsetzen.
Bergbaubetroffenen demonstrieren in Saarwellingen
Unterdessen hat der Landesverband der Bergbaubetroffenen für heute Abend eine Demonstration vor dem Saarwellinger Rathaus angekündigt. Die Erderschütterung mit einer Stärke von 2,7 auf der Richterskala am Montag habe gezeigt, dass die Vorhersagen des Betreibers RAG nicht stimmten, dass es zu keinen stärkeren Beben mehr kommen könne, sagte Manfred Reiter, einer von drei Vorsitzenden des Landesverbandes der Bergbaubetroffenen Saar. Die Erschütterung habe Erinnerungen an das schwere Beben von 2008 geweckt.
Am Montagnachmittag hatte die Erde im Bereich Saarwellingen und Lebach über dem Kohlefeld Primsmulde gebebt. Schäden wurden nach Angaben von RAG und Polizei nicht festgestellt. Es war das erste größere Beben seit 2008.
(red/epd/dpa)
http://www.sr-online.de/sronline/nachri ... rt100.html



Rund 400 Teilnehmer bei Bergbaudemo
Am Dienstagabend haben rund 400 Menschen an einer Demonstration des Landesverbandes der Bergbaubetroffenen teilgenommen. Vor dem Rathaus in Saarwellingen forderten sie Maßnahmen gegen weitere Erdbeben.
(16.09.2014) Der Landesverband der Bergbaubetroffenen fordert, dass die Pumpen im Bergwerk Saar wieder angestellt werden. Sprecher des Landesvorstandes Manfred Reiter sagte vor knapp 400 Protestteilnehmern in Saarwellingen, die RAG müsse ab jetzt offen über die Flutung des Bergwerks Saar informieren und ein umfassendes Gutachten zu Erdbebensicherheit und Trinkwasserschutz erstellen. Von der Landesregierung forderte Reiter einen Aktionsplan für eine erneute schwere Erschütterung und für den Fall, dass Trinkwasser im Saarland verschmutzt werde.
Demo der Bergbaubetroffenen [aktueller bericht, 16.9.2014, ca. 2:30 Min.
Rehlinger fordert saubere Aufarbeitung
Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sagte im „Im Grunde genommen ist jede Erschütterung eine zu Interview mit dem SR: Man könne zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht ausschließen, dass viel.“ es zu weiteren Erschütterungen kommt. Auch könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Erschütterungen mit den Teilflutungen des Bergwerks „Wir erwarten jetzt natürlich von der RAG zusammenhängen. Aufklärungsarbeit. Anschließend muss man überlegen, welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden können."
RAG weist Vorwürfe zurück
Auch die RAG schließt nach dem Beben von Montag weitere Erschütterungen nicht aus. Das Beben im Bereich des ehemaligen Abbaugebietes Primsmulde am Montag hatte die Stärke von 2,7 auf der Richterskala. Vorwürfe, die Erschütterung sei eine Folge des Grubenwasseranstiegs, wies die RAG allerdings zurück. Konkrete Schäden wurden nach Angaben der RAG bisher nicht angezeigt.
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Geologe erklärt Entstehung und mögliche Ursachen
Der Geologe und Grundwasser-Experte Dr. Jürgen Wagner hat im  „aktuellen bericht“ die möglichen Ursachen und Zusammenhänge von Erderschütterungen im Saarland erklärt: Interview mit Jürgen Wagner [aktueller bericht, 16.9.2014, ca. 4.50 Min.] (red/K.Mayer)
http://www.sr-online.de/sronline/nachri ... en100.html

RAG schließt schweres Erdbeben aus

Die RAG schließt ein starkes Erdbeben im Raum Lebach-Saarwellingen wie im Jahr 2008 aus. Anwohner müssen jedoch auch in Zukunft mit kleineren Erschütterungen rechnen. Die Flutung der Primsmulde ist laut RAG nicht der Grund für das letzte Beben.
(22.09.2014) Am 15. September hat es im Raum Lebach-Saarwellingen zum ersten Mal seit dem Ende des Bergbaus im Saarland ein Beben der Stärke 2,7 gegeben. Mit solchen Beben müsse man auch in Zukunft rechnen, sagte der verantwortliche Markscheider, Peter Fischer, dem SR. Insgesamt habe die RAG in der Vergangenheit rund 320 Kleinst-Erschütterungen gemessen, die für den Menschen nicht spürbar sind. Das Beben vom 15. September war allerdings das Erste, das auch von Menschen wahrgenommen werden konnte, so der verantwortliche Vermessungsingenieur.
Flutung der Primsmulde mindert Erschütterungsgefahr
Mit der Flutung der Primsmulde habe dies allerdings nichts zu tun. Das Eindringen des Wassers in die Stollen verhindere vielmehr stärkere Beben. „Der Grubenwasseranstieg sorgt eher dafür, dass wir eine gleichmäßigere Entspannungsmöglichkeit haben. Er sorgt nicht dafür, dass zusätzliche Spannungen eingetragen werden“, sagte Fischer. Momentan betrage die Flutungsgeschwindigkeit der Stollen ca. drei Meter pro Monat. Das eindringende Wasser diene dem Gestein als eine Art Schmiermittel. Die RAG hält daher trotz des Bebens vor einer Woche an dem Konzept fest, bis 2016 das Grubenwasser bis auf 400 Meter ansteigen zu lassen.
"RAG nimmt Stellung zu Erdstößen" [Video, aktueller bericht, 22.09.2014, Länge: ca. 3:10 Min.]
Ursache sind Erdspannungen
Der Grund für das Beben sind die Spannungen im Gebirge, die sich von Zeit zu Zeit in Erschütterungen entladen. Ein Beben wie vor sechs Jahren ist für Fischer jedoch unrealistisch: „Ein Erschütterungsereignis wie vor sechs Jahren schließen wir aus. Wir schließen Erschütterungen aus, die in der Größenordnung liegen, bei der Menschen gefährdet werden können.“
Die RAG will die Bürger in Zukunft durch Versammlungen und Veranstaltungen intensiver über die Entwicklungen informieren.
(Yvonne Schleinhege / red)
http://www.sr-online.de/sronline/nachri ... us100.html

Erdbeben im Raum Saarwellingen
Im Raum Saarwellingen hat in der Nacht die Erde gebebt. Das Erdbebenzentrum Freiburg erfasste eine Erschütterung der Stärke 2,0 mit einem Ursprung in rund einem Kilometer Tiefe. Die RAG hat nur ein "Kleinstbeben" verzeichnet.
(10.10.2014) Das Beben war gegen 1.00 Uhr in der Nacht im Raum Saarwellingen aufgetreten. Das Lagezentrum der Polizei erhielt mehrere Anrufe von Anwohnern, allerdings wurden keine Schäden gemeldet.
Mehr zum Thema
• RAG schließt schweres Erdbeben aus [22.09.2014]
• RAG schließt weitere Beben nicht aus [16.09.2014]
Karlheinz Pohmer von der RAG erklärte, die stärkste Schwinggeschwindigkeit sei in Hülzweiler gemessen worden. Der Wert lag bei 0,6 mm pro Sekunde und sei nur von einem Seismographen erfasst worden. Das passe nicht mit einem Beben der Stärke 2,0 zusammen.
Das Freiburger Erdbebenzentrum, das ebenfalls von Anwohnern informiert worden war, korrigiert den Wert aber nicht. Die Schwinggeschwindigkeit hänge stark vom Ort der Messung ab, daher sei die Diskrepanz der Werte nicht so groß, wie von der RAG angegeben, so die Experten. Bereits im September war im Raum Saarwellingen ein Beben der Stärke 2,7 aufgetreten.
(red)
http://www.sr-online.de/sronline/nachri ... en104.html