RAG will Bergbau aufgeben

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RAG will Bergbau aufgeben

Beitragvon Gast » Fr, 03.06.2005 20:29

Für alle Träumer eines langfristigen, lebensfähigen Bergbaus:

Wie im Handelsblatt zu lesen war, will die RAG den Bergbau "notfalls" aufgeben:

Der Vorstandschef der Essener RAG AG, Werner Müller, hat gestern erstmals seine Bereitschaft signalisiert, den deutschen Steinkohlebergbau aufzugeben, falls die Politik das anstrebe. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang des Chemie-, Energie- und Immobilienkonzerns könne der Ausstieg finanziert werden.


oder um es mal mit Werner Müllers Worten zu sagen: Die Arbeitsplätze im Bergbau scheinen für RAG und Werner Müller "vernachlässigbar" zu sein.. Was hier im Forum nun schon länger diskutiert wird, scheint in greifbarer Nähe zu sein. Die Fortführung der Subventionen ist in Gefahr und RAG-Müller läßt die Bergbaubeschäftigten langfristig im Regen stehen. Wer jetzt nicht die Forderung stellt, dass die Steinkohlebeihilfen für den aktiven und sofortigen Strukturwandel genutzt werden, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!
Gast
 

Re: RAG will Bergbau aufgeben

Beitragvon Gast » Sa, 04.06.2005 6:29

Schauen wir mal in die Glaskugel:

derzeit wird in NRW im Rahmen der Koalitionsverhandlungen um die Zukunft der Steinkohlesubventionen beraten. Gleichzeitig sind die Erdbeben abgesehen von kleineren bis mittleren Ausreissern - nahezu verschwunden.

Die Glaskugel sagt mir: Sobald klar ist, wie es mit den Subventionen weiter geht und die Verhandlungen im Vertrag besiegelt sind, werden die Beben wieder kommen. Das nächste dazu mal wieder schlimmer als bislang bekannt und erlebt. Frei nach dem Motto "Wir haben das Recht"

Würde mich freuen, wenn ich nicht Recht hätte - aber warten wirs mal ab!
Gast
 

Beitragvon Jürgen » Sa, 04.06.2005 7:45

Es ist Ihnen vieleicht auf Grund Ihrer engstirnigen Sicht ,oder einfach nur der Besessenheit Arbeitsplätze vernichten zu wollen entgangen,das die DSK alles daran setzt ,Bergbaubedingte Erschütterungen zu vermeiden.
Das ein Erfolg scheinbar von einigen Zeitgenossen nicht gewünscht wird,oder zumindest runtergespielt wird ist mir vöölig unverständlich.
Ich kann es mir nur so erklähren des selbsternannte Funktionäre nun ihr Streitobjekt verlieren.
Aber ich bin mir sicher das sie einen anderen Berufszweig finden,dessen Existens sie ruinieren werden.
Auserdem hat Werner Müller gesagt,wenn die Subventionen noch weiter zurückgefahren werden wird mann seine Unternehmerischen Tätigkeiten auf das Ruhrgebiet beschränken.Es ist nicht davon die Rede ,das dann auch nur ein Cent als Ausgleich ins Saarland fließen wird.
Selbst wenn,werden diese Gelder irgendwo im Staatshaushalt versickern und zurück bleibt ein bankrottes Land mit über 12000 Arbeitslosen mehr.
Jürgen
 

jür...gääähn!

Beitragvon gast » Sa, 04.06.2005 10:07

Ach Jürgen...ähm: JürGÄÄHN! Es ist unglaublich ermüdend sich immer wieder durch deine ständig wiederkehrenden Parolen hindurchlesen zu müssen.

Wenn ihr nicht langsam merkt, dass ihr euren Bossen da oben SCHEISSEGAL seid, dann ist euch nicht mehr zu helfen. Was glaubt ihr denn was passiert, wenn sie die Subventionen zurückfahren? Denkt ihr, da kümmern die sich um EUCH? Wenn das ach so gute Verhältnis zwischen Führungsetage und den Arbeitern da mal nicht leidet.

Aber rennt nur weiter mit wehenden Fahnen in euer Unglück! Den Betroffenen den schwarzen Peter in die Schuhe schieben zu wollen ist lächerlich. Politik und Wirtschaft haben verschlafen - und ihr seid die Opfer! So sieht es aus.

GÄHN ... bin ja sooo müüüde! Bin gespannt welcher abgedroschene Spruch auf diese bittere Wahrheit folgen wird...
gast
 

Re: jür...gääähn!

Beitragvon Gast » Sa, 04.06.2005 10:58

Wobei man Jürgen eins zugestehen muss. Sogar er hat inzwischen akzeptiert, dass die Fokussierung von RAG / Werner Müller am allerwenigsten auf dem Saarland liegt. So hat er die in Zukunft zu erwartende Konsequenz denn auch schon selbst vorweggenommen: Die Unternehmerischen Tätigkeiten der RAG werden auf das Ruhrgebiet beschränkt!

Eins ist uns allen - ich denke sogar Jürgen - ganz klar. Die Schwarz / Gelbe Koalition in NRW, wie auch eine beliebige zukünftige Regierung in Berlin wird um große Einschnitte bei den Steinkohle-Subventionen auch beim besten Willen nicht herumkommen.

Nicht nur die erst vor kurzem auf den Tisch gekommenen 60 bis 70 Milliarden Defizite im Bundeshaushalt bis 2008, sondern auch die EU mit der Verordnung 1407 werden einfach keinen Platz mehr für einen heimischen Bergbau lassen.

So ist es sehr bezeichnend, dass im Tarifvertrag der IGBCE ausgerechnet bis 2007 keine betriebsbedingten Kündigungen ausgehandelt wurden. Genau das Jahr, in dem sich die EU vorbehalten hat das gesamte Thema "Deutscher Steinkohlebergbau / Subventionen" nochmal auf den Prüfstand zu nehmen.

Auch Werner Müller mit seiner RAG hat keinerlei Interesse mehr an der DSK. Stehen die "Kohle-Lasten" einem erfolgreichen Börsengang der RAG doch als direkter Hemmschuh im Weg. Wenn Müller es nicht schafft die durch den Bergbau verursachten Ewigkeitskosten der Allgemeinheit aufs Auge zu drücken, wird es dann wohl auch nichts mit einem Börsengang werden.

Bleibt zu hoffen, dass die von RAG in Aussicht gestellten Milliarden nicht von der Regierung als Pflaster für die Übernahme der Lasten akzeptiert werden. Liegen diese doch bei etwa 550 Millionen Euro jährlich und Müller will gerade einmal 5 Milliarden Erlöse aus dem Börsengang für den Übergang der Risiken springen lassen. Einem Betrag, der gerade mal für acht bis zehn Jahre die Ewigkeitskosten decken würde...
Gast
 

Re: jür...gääähn!

Beitragvon Jürgen » Sa, 04.06.2005 16:55

gast hat geschrieben:Ach Jürgen...ähm: JürGÄÄHN! Es ist unglaublich ermüdend sich immer wieder durch deine ständig wiederkehrenden Parolen hindurchlesen zu müssen.

Wenn ihr nicht langsam merkt, dass ihr euren Bossen da oben SCHEISSEGAL seid, dann ist euch nicht mehr zu helfen. Was glaubt ihr denn was passiert, wenn sie die Subventionen zurückfahren? Denkt ihr, da kümmern die sich um EUCH? Wenn das ach so gute Verhältnis zwischen Führungsetage und den Arbeitern da mal nicht leidet.

Aber rennt nur weiter mit wehenden Fahnen in euer Unglück! Den Betroffenen den schwarzen Peter in die Schuhe schieben zu wollen ist lächerlich. Politik und Wirtschaft haben verschlafen - und ihr seid die Opfer! So sieht es aus.

GÄHN ... bin ja sooo müüüde! Bin gespannt welcher abgedroschene Spruch auf diese bittere Wahrheit folgen wird...



Wenn Sie ja so müde sind ,sollten sie sich mal richtig ausschlafen denn das belebt den Geist. Es soll Leute geben ,die das dringend notwendig haben. Auserdem kann man im Schlaf keine Gedanken hegen ,wie man anderer Leute Existenzen vernichten kann.
P.S. Träumen sie schön.(weiter)
Jürgen
 

Beitragvon Gast » So, 05.06.2005 8:37

Franz Alt hat das Thema Kohleausstieg unter Einwilligung von Werner Müller auf der Sonnenseite kurz zusammen gefasst. Jetzt bleibt anscheinend nur noch abzuwarten, in welchem Zeitraum der Ausstieg erfolgt und ob die Mittel schon frühzeitig zum Strukturwandel inkl. der Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze oder weiterhin zur Schädigung von Gesundheit, Haus und Hof verwandt werden, ohne dass zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden.
Gast
 

Beitragvon Gast » So, 05.06.2005 17:51

:roll: Hier ist jetzt ein Spiegel-Artikel zu dem Thema "Bergbaukosten auf die Allgemeinheit abwälzen". Man kann den Eindruck gewinnen, dass eine der letzten Heldentaten der Rot/Grünen Bundesregierung die Abwälzung der Kohle-Lasten auf die Allgemeinheit sein soll. Und das alles vor dem Hintergrund, dass immer argumentiert wurde, die (durch die heimische Steinkohle nicht mehr gewährleistete) Energiesicherheit Deutschlands wäre Bundesangelegenheit...[/url] :cry:
Gast
 

Beitragvon Jürgen » So, 05.06.2005 18:19

Woher nemen Sie eigentlich Ihr :Fachwissen: um die Behauptung aufstellen zu können ,das heimische Steinkohle nicht zu unserer Nationalen Energiesicherheit beiträgt.? Sie wissen doch so gut wie jeder Andere ,das Deutschland fast keine Rohstoffe zur Energiegewinnung besitzt. Es wäre Dumm sich nur auf Ausländische Energie zu verlassen,das haben mitlerweile auch einige Politiker erkannt.
Jürgen
 

Beitragvon Gast » So, 05.06.2005 21:55

Jürgen hat geschrieben:Es wäre Dumm sich nur auf Ausländische Energie zu verlassen,das haben mitlerweile auch einige Politiker erkannt.


Wer denn genau? Und ich möchte gerne von Ihnen wissen, welcher Politiker genau auf wertlose heimische Kraftwerk-Steinkohle aus dem Saarland setzen möchte!
Gast
 

Beitragvon Gast » Di, 07.06.2005 17:01

So, machen wir mal eine Zwischenzählung der von Jürgen benannten Politiker:

07.06.2005 - 18:00 Uhr: 0 (In Worten: Null)
Gast
 

Energiesicherheit

Beitragvon Gast » Mi, 08.06.2005 19:56

Jürgen will es halt nicht verstehen: wir müssen mit der gigantischen Verschwendung durch ineffiziente Nutzung zb. von Kohle ! ja lieber Jürgen, es ist leider so, aufhören. Passive Maßnahmen zur Reduzierung der Verschwendung, Aufbau dezentraler Energieerzeugung, Sonne, Wind und Wasser...nur DAS kann die Zukunft sein. Da bin ich mir sehr SICHER. Und im übrigen bringt das auch Arbeitsplätze.
Gast
 

Nachtrag Arbeitsplätze RAG und neue Energien

Beitragvon Gast » Mi, 08.06.2005 20:09

Mal ein Link zu einem kleinen Projekt der RAG Immobilien AG, neue Arbeitsplätze in Gelsenkirchen... was sagt man dazu.

http://www.mwa.nrw.de/home/material/pk- ... -solar.pdf

Ansiedlung von neuer Solarmodul-Produktion im Gewerbepark
Schalker Markt wird heute mit dem ersten Spatenstich gefeiert
Scheuten Solar stärkt mit Neubau den
Solarstandort Gelsenkirchen
Gelsenkirchen. Mit dem ersten Spatenstich für die neue Solarmodul-
Produktionsstätte der niederländischen Scheuten Glas Groep feierten NRWWirtschafts-
und Arbeitsminister Harald Schartau, Oberbürgermeister Frank
Baranowski, Scheuten Solar Chairman Jacques Scheuten und Burkhard Ulrich
Drescher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Essener Montan-
Grundstücksgesellschaft mbH (MGG) – ein Unternehmen im Verbund der
RAG Immobilien AG – heute einen gemeinsamen Erfolg für die wirtschaftliche
Entwicklung der Emscherstadt.
Gast
 

Re: Energiesicherheit

Beitragvon Jürgen » Do, 09.06.2005 17:31

Gast hat geschrieben:Jürgen will es halt nicht verstehen: wir müssen mit der gigantischen Verschwendung durch ineffiziente Nutzung zb. von Kohle ! ja lieber Jürgen, es ist leider so, aufhören. Passive Maßnahmen zur Reduzierung der Verschwendung, Aufbau dezentraler Energieerzeugung, Sonne, Wind und Wasser...nur DAS kann die Zukunft sein. Da bin ich mir sehr SICHER. Und im übrigen bringt das auch Arbeitsplätze.




Wissen Sie eigentlich ,das Ihre hochgelobte Windenergie Subventionen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro bekommt und damit jeden Arbeitsplatz mit 150000 Euro subventioniert.? Soviel zum Thema Windkraft .
Das alles ist nachzulesen bei Windkraft -kosten einfach Ederer.
Wie Sie oft sagten :lesen bildet,-auch SIE
Jürgen
 

Re: Energiesicherheit

Beitragvon Gast » Do, 09.06.2005 17:49

Armer Jürgen, es geht hier zunächst einmal um Fliegende Ziegelsteine, zerstörte Altersvorsorgen und terrorisierte Bevölkerung. Wenn Sie fragen, wie man sich als Laie denn mittel- und langfristig Ersatzarbeitsplätze vorstellen könnte - gleichzeitig keine Antwort auf ein gemeinsames Vorgehen bezüglich des sofortigen Strukturwandels geben, dann müssen Sie nicht auch noch aggressiv reagieren, wenn Vorschläge kommen.

Zunächst kommen wir in den nächsten Jahren nicht mehr um Erneuerbare Energien herum - zum anderen will niemand, dass irgendwer arbeitslos ist oder wird. Da bietet es sich doch an in diese Richtung zu überlegen.

Ich kann mich noch sehr gut an 2001 erinnern. Nach den damaligen Erdbeben ludt die lebacher SPD mit Anna Schmidt zum Energieforum nach Lebach. Die Bergbaubetroffenen gingen mit gemischten Gefühlen hin, weil die Lebacher SPD und speziell Frau Schmidt bei den Bergbaubetroffenen den Ruf hat "der Kohlelobby untertänigst zu dienen".

Wie groß war die Überraschung für Bergbaubetroffene, wie auch für Bergleute, als Frau Schmidt vorschlug die Subventionen für neue Energien zu nutzen. Die RAG/DSK sollte anstatt Erdbeben und Schäden zu produzieren, das Geld lieber für die Umwelt nutzen und dabei sicherstellen, dass die Bergbaubeschäftigten in den neuen Bereichen unterkommen. Die Pfiffe und Buhrufe der Bergbaubeschäftigten waren schrill und laut - lieber riskierte man den Abbaustopp und die Arbeitslosigkeit als den Wandel. Die Bergbaubetroffenen klatschten und jubelten zu den Vorschlägen.

Was ist danach geschehen? Das Thema wurde (auch von der Lebacher SPD) todgeschwiegen. Gerüchte gingen um, man hätte die "Verantwortlichen" mit den aufrührerischen Ideen mündlich gemaßregelt. Mit dieser Einstellung kommen Sie nicht weiter Jürgen - und 4999 andere Beschäftigte des Bergwerks Saar ebenfalls nicht.
Gast
 

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