Seite 1 von 1

Vermittlung im Kohle-Konflikt

BeitragVerfasst: Di, 08.04.2008 7:07
von Hansi
Hallo,
die Saarbrücker Zeitung berichtet heute:
"Institut soll mit allen Beteiligten nach fairem Umgangsstil suchen – Zustimmung im Land "
Grundsätzlich ist dieser Vorstoss zu begrüßen.

Wenn ich dann aber lese:

„Alles, was zur Deeskalation beitragen kann, sollten wir tun. Wir begrüßen die Vermittlung und machen
mit“, betont Dietmar Geuskens, Landesbezirksleiter der Gewerkschaft IG BCE. „Ich will jede Chance wahrnehmen, um
den gesellschaftlichen Riss, der im Augenblick durch das Saarland geht, wieder zu kitten“

Dann muss ich mich fragen, wie diese ehrwürdige Einstellung zu dem Aufruf auf der Vertrauenskörper-Seite passt,
wo die IGBCE die Bergleute zur Sabotage der SR-Veranstaltung in Hülzweiler aufgestachelt hat ?
Wenn sich der Betriebsratsvorsitzende des Bergwerks Saar zusammen mit seinen pöbelnden, beleidigenden Aggressoren vor der Hülzweiler Halle versammelt und damit viele Betroffenen vom Betreten der Halle abhält, bzw bewirkt, dass sich kein Hülzweilerer ans Mikro traut und
der stellvertretende Betriebsrat von Ensdorf aus diesen Aggressoren dann auch noch "Besonnenheit" attestiert.

Die Saarländer sollten zusammenhalten, keine Frage.
Aber auch gegen Aufstachelung einer irregeleiteten Möchtegern Gewerkschaft, die ihre eigentlichen Aufgaben nicht gegenüber dem Arbeitgeber wahrnimmt und statt dessen der Haupt-Initiator einer Eskalation in einem bislang friedlichen Protest ist.

Denn: Solange der Bergbau ungehindert zerstören konnte gab es nur friedlichen Protest.
Jetzt, wo beide Seiten betroffene sind, steuern wir auf punktuelle Eskalation hin.
Das spricht für mich eine eindeutige Sprache und zeigt, wo die Ansätze zur Deeskalation zu machen sind !

Re: Vermittlung im Kohle-Konflikt

BeitragVerfasst: Di, 08.04.2008 9:23
von Wackelkandidat
Sofern beide Seiten gemäß "Pro und Contra Bergbau" paritätisch besetzt werden, eine durchaus interessante Idee. Jede andere Einteilung dagegen wäre für uns, die Bergbaubetroffenen, zu einseitig und somit bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt.