Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Politische Hintergründe, Aussagen, Anfragen, ... zum Thema Bergbau und Kohleabbau. Alles was sich Parteien oder Funktionsträgern zuordnen lässt.

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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Do, 15.11.2007 19:27

http://fraktion.gruene-saar.de/pm1228.html

12.11.2007
Bergbau: Landesregierung muss endlich Entscheidungen treffen

Grüne fordern: Keine Genehmigung für die Primsmulde Nord

Die Grünen-Landtagsfraktion hat angesichts des schweren bergbaubedingten Erdbebens vom Wochenende die Landesregierung aufgefordert, endlich Entscheidungen im Sinne der Betroffenen herbeizuführen. Die Schwere des Bebens mit einer Schwinggeschwindigkeit von bis zu 36 mm habe erneut deutlich gezeigt, dass der Bergbau nicht kontrollierbar sei. Die Landesregierung müsse alle Möglichkeiten nutzen, damit der Bergbau in der Primsmulde Nord nicht mehr angefahren werden.

Fraktionschef Hubert Ulrich sagte dazu: „Entgegen früherer Äußerungen gesteht die Landesregierung ja zwischenzeitlich wenigstens ein, dass die der DSK die Genehmigung versagen kann, wenn sie es nur möchte. Peter Müller muss jetzt alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten ausnutzen, damit die Beben ein schnelles Ende finden. Wichtigste Maßnahme: Das Bergamt darf definitiv keine Genehmigung für den Kohleabbau in neuen Feldern mehr erteilen. Müller soll nicht nur tönen, sondern auch nach seinen Worten handeln.“

Ulrich kritisierte, dass die DSK trotz schwerer Erderschütterungen regelrecht auf Tauchstation gehe. Stattdessen müsse der Konzern endlich ein belastbares Ausstiegsszenario für den Bergbau im Saarland vorlegen. Der Grünen-Politiker sagte: „Man lässt hier alles unvermindert weiterlaufen, gibt keine befriedigenden Antworten und erwartet dann noch Verständnis. Angesichts der immer häufiger stattfindenden Erschütterungen müsste selbst beim größten Bergbaufan allmählich der Vorrat an Verständnis aufgebraucht sein. So kann es nicht weitergehen.“
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Do, 15.11.2007 19:29

http://www.fdpsaar.de/artikel/FDP-Frakt ... els_.phtml

FDP-Fraktion: DSK wird zum Bremsklotz des Strukturwandels!

2015 ist zu spät für Bergbauausstieg
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Saarbrücken, 14.11.2007 – „Die Zukunft des Saarlandes darf nicht vom `Guten Willen´ der DSK abhängen. Um den Standort an der Saar zu stärken, müssen wir so schnell wie möglich aus dem Bergbau aussteigen und den Strukturwandel vorantreiben. Das von der DSK ins Spiel gebrachte Datum, möglicherweise erst 2015 den Bergbau zu beenden, ist viel zu spät. Damit würde die DSK zum Bremsklotz des Strukturwandels“, kritisiert der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Christoph Hartmann, eine entsprechende Ankündigung der DSK. Diese will auch die Primsmulde Nord noch teilweise abbauen und droht mit 2500 arbeitslosen Bergarbeitern bei einem früheren Ausstieg als 2015. Hartmann: „Wenn die bis 2018 geplanten Subventionen in Strukturhilfen umgewandelt werden und zusätzlich die versprochenen Gelder von der RAG fließen, können wir früher aussteigen und den Menschen eine neue Beschäftigung in einem zukunftsträchtigen Wirtschaftsbereich bieten. Die Landesregierung darf sich deshalb von diesen Drohkulissen der DSK nicht einschüchtern lassen. Wir müssen unseren eigenen Weg gehen. Dafür brauchen wir endlich ein eigenes Ausstiegsszenario!“. Von der DSK sei es ignorant, trotz der erheblichen Belastungen für die Menschen und die Wirtschaftsunternehmen in den Bergbauregionen, weiterhin auf einen Abbau der Primsmulde Nord zu bestehen. Hartmann: „Statt selbst zu handeln, schiebt die Landesregierung die komplette Verantwortung an die DSK. Damit macht sie sich zum Spielball des Unternehmens. Bald regiert nicht mehr die CDU, sondern die DSK an der Saar. So weit darf es nicht kommen“.
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Do, 15.11.2007 19:30

http://fraktion.gruene-saar.de/pm1233.html

15.11.2007
Wert bergbaugeschädigter Immobilien: Grüne starten Landtagsinitiative

Land muss Bundesratsinitiative für Hilfsfonds ergreifen

Eine Parlamentsinitiative zur Verbesserung der Situation in den vom Bergbau betroffenen Gebieten haben die Grünen im saarländischen Landtag gestartet. Sie wollen erreichen, dass sich die Landesregierung im Bundesrat um einen Hilfsfonds zum Ausgleich des so genannten merkantilen Minderwerts betroffener Immobilien bemüht. Nach Auffassung der Grünen müsse dafür ein Teil der Bergbausubventionen zur Verfügung gestellt werden. Es sei nicht mehr nachvollziehbar, dass das Privatvermögen tausender Betroffener zum Wohle eines staatlich subventionierten Wirtschaftsunternehmens herangezogen werde.

Grünen-Chef Hubert Ulrich sagte dazu: „Nach neuerlichen Erdbeben mit hohen Schwinggeschwindigkeiten ist klar, dass die Landesregierung endlich dafür sorgen muss, dass die Bergbaubetroffenen nicht gleich zwei Mal für die Zerstörung ihrer Häuser zahlen: Einmal indirekt in Form der Steuern, mit denen der Bergbau subventioniert wird und das andere Mal in Form des stetig sinkenden Wertes ihrer Häuser und Grundstücke. Peter Müller muss eine Bundesratsinitiative für einen Fonds starten, der mindestens den merkantilen Minderwert der Immobilien ausgleicht, der durch den Bergbau entsteht.“

Vor dem Hintergrund, dass nach dem Willen der DSK der Bergbau noch Jahre weiterlaufen soll, müsse in finanzieller Hinsicht nachverhandelt werden und zwar ausnahmsweise mal nicht zum Nachteil der Bergbaubetroffenen. Nach Ansicht der Grüne wäre es nicht mehr als gerecht, wenn man aus den üppig fließenden Subventionen für den Bergbau ein Sondervermögen zur Befriedigung der finanziellen Ansprüche der Betroffenen bilden würde. Einen entsprechenden Beschlussantrag haben die Grünen für die nächste Plenarsitzung des Landtags am Mittwoch nächster Woche eingebracht.
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon kaeferfreund » Do, 15.11.2007 20:35

Wie viele Jahre sollen noch ins Land gehen, bis der "Super"-Vorschlag von H. Ulrich umgesetzt werden kann. Jetzt muß Schluß sein und nicht erst wenn alle Häuser zerstört sind, der Ausgleich des merkantilen Minderwertes hilft dann niemanden. Unsere Politiker sollten bei solchen Nebelkerzen erst Nachdenken, von welchen Zeitachsen sie sprechen. Soviel Erfahrung müßte auch ein H. Ulrich haben.
Also, wie ein Römer sagen würde: ceterum censeo Bergwerk Saar muß sofort geschlossen werden
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Fr, 16.11.2007 15:29

http://www.cdu-saar.de/content/messages/73917.htm

CDU-Fraktionschef Jürgen Schreier: DSK muss von sich aus Kohleabbau stoppen
Bis die DSK eine nachhaltige Strategie zur Vermeidung der abbaubedingten Erderschütterungen gefunden hat, muss sie von sich auf den Kohleabbau verzichten“, so Jürgen Schreier.

„Diese Forderung richtet der CDU-Fraktionsvorsitzende nach den schweren Erderschütterungen von dieser und letzter Woche an das Bergbauunternehmen.

Die Grenze der Belastung sei für die Menschen spätestens seit den erneuten schweren Beben von Samstag und Mittwoch überschritten. Jürgen Schreier: „Das Maß ist jetzt voll. Die DSK kann nicht nur mit den Achseln zucken und einfach so weiter machen wie bisher.

Es ist jetzt an ihr, ein Konzept gegen die Erderschütterungen zu entwickeln. Sonst muss sie mit Konsequenzen rechnen.“

Sozialverträglichkeit, so der Fraktionsvorsitzende, gelte in beiden Richtungen: gegenüber den Bergleuten und deren Familien und gegenüber den Bergbaubetroffenen.
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Mo, 19.11.2007 20:25

http://www.fdpsaar.de/artikel/Sofortaus ... lich.phtml



Sofortausstieg aus Bergbau ohne Kündigungen möglich

Subventionen für Beschäftigungsgesellschaft nutzen

Saarbrücken, 19.11.2007 – „Die Drohungen der DSK, ein schneller Ausstieg aus dem Bergbau ist mit tausenden Arbeitslosen verbunden, sind haltlos. Wir können schon jetzt aus dem Bergbau aussteigen, ohne dass auch nur einem Bergarbeiter betriebsbedingt gekündigt werden muss“, erklärt der parlamentarische Geschäftsführer und finanzpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Manfred Baldauf, und kündigt einen Antrag für die kommende Landtagssitzung (Mittwoch 21.11.2007) an, mit dem der Strukturwandel im Saarland endlich vorangetrieben werden soll. Baldauf: „Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums kostet den Steuerzahler die Weiterführung des Steinkohlebergbaus in der Bundesrepublik Deutschland bis zum Jahr 2018 40 Milliarden Euro. Je früher wir aussteigen, desto geringer wird dieser Betrag. Bei einem Ausstieg 2012 wären es beispielsweise „nur noch“ 27 Milliarden. Wir wollen aber schon jetzt aus dem Bergbau aussteigen. Die durch diesen schnellen Ausstieg frei werdenden Mittel könnten für den Strukturwandel eingesetzt werden. Wir fordern, eine Beschäftigungsgesellschaft zu gründen, die den im Bergbau Beschäftigten eine sichere berufliche Perspektive bietet. Dies ist aus sozial- und arbeitsmarktpolitischer Sicht der große Schritt, der das Saarland auf dem Weg des Strukturwandels entscheidend voran bringt.“

In ihrem Antrag setzt sich die FDP für ein Drei-Stufen-Modell ein: 1.) die Landesregierung muss sich auf Landes- und Bundesebene für den schnellstmöglichen Ausstieg stark machen. 2.) die dadurch eingesparten Subventionen müssen dem Saarland vollständig für den Strukturwandel zur Verfügung stehen. 3.) Noch vor dem Ausstieg muss eine Beschäftigungsgesellschaft gegründet werden. Baldauf: „Statt leere Versprechungen zu machen und sich von der DSK treiben zu lassen, muss die Landesregierung nun endlich handeln. Die in den Bergbaugebieten lebenden Menschen müssen endlich vor weiterem Psychoterror durch bergbaubedingte Beben geschützt werden. Und das geht nur durch einen Abbaustopp. Auf der anderen Seite muss den Bergarbeitern die Angst vor der Arbeitslosigkeit genommen werden. Mit unserer Initiative können wir beides erreichen. Die Landesregierung darf sich dem nicht entgegen stellen. Das wäre ein fatales Signal an alle Beteiligten“.
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Mo, 19.11.2007 20:25

http://fraktion.gruene-saar.de/pm1236.html

19.11.2007
Grüne beantragen Aktuelle Stunde zu Bergbaubeben

Kinderreport sieht weiteres Anwachsen der Kinderarmut in Deutschland

Das erneute bergbaubedingte Erdbeben von heute hat nach Ansicht der Grünen gezeigt, dass ein erschütterungsfreier Bergbau offenbar nicht möglich ist. Die Situation werde immer schlimmer und eine einvernehmliche Lösung mit der DSK zeichne sich nicht ab. Vor diesem Hintergrund haben die Grünen für die kommende Plenarsitzung des Landtags erneut eine Aktuelle Stunde zu diesem Thema beantragt. Die Landesregierung müsse endlich aktiv werden, so die Forderung der Grünen-Landtagsfraktion.

Fraktionschef Hubert Ulrich sagte dazu: „Die Heftigkeit und vor allem die zunehmende Häufigkeit der Erdstöße lässt jetzt nur den Schluss zu, dass die Landesregierung endlich ihre Verantwortung annehmen und entschlossen handeln muss. Das 30. bergbaubedingte Erdbeben in diesem Jahr markiert auch die Linie, auf der das Maß des erträglichen endgültig überschritten ist. Der Bergbau und seine Folgen sind nicht berechenbar und die DSK hat die Situation nicht im Griff.“

Entgegen früherer Äußerungen gestehe die Landesregierung ja zwischenzeitlich wenigstens ein, dass sie der DSK die Genehmigung versagen könne, wenn sie es nur möchte. Ulrich: „ Peter Müller muss jetzt alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten ausnutzen, damit die Beben ein schnelles Ende finden und der Bergbau so beendet wird, dass Bergbaubetroffene und Beschäftigte positiv in die Zukunft schauen können. Wichtigste Maßnahme: Das Bergamt darf definitiv keine Genehmigung für den Kohleabbau in neuen Feldern mehr erteilen und ein nachhaltiges Ausstiegsszenario muss auf den Tisch. Müller soll nicht nur tönen, sondern endlich auch nach seinen Worten handeln.“
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Sa, 24.11.2007 14:26

http://fraktion.gruene-saar.de/pm1239.html

20.11.2007
Plenarsitzung des saarländischen Landtags am 21. November 2007

Grüne beantragen Aktuelle Stunde zu Erdbeben

Am 21. November 2007 tritt der saarländische Landtag zu seiner 47. Plenarsitzung zusammen.
Anbei erhalten Sie einen Überblick über die entsprechenden Anträge und das
Abstimmungsverhalten der Abgeordneten von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in einigen wichtigen
Punkten.

AKTUELLE STUNDE: Bergbaubedingte Erdbeben

Redebeitrag: Hubert Ulrich

Die Grünen haben anlässlich erneuter Erdbeben in der Region Lebach/Nalbach/Saarwellingen eine aktuelle Stunde zur Erdbebensituation beantragt. Am Montag erfolgte eines der schwersten durch Bergbau in der Region verursachten Beben.
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Sa, 24.11.2007 14:26

http://fraktion.gruene-saar.de/pm1240.html

22.11.2007
Anordnung des Bergamtes konsequent durchziehen

Grüne fordern umfassende Lösung für die Bergbauproblematik

Die Grünen im saarländischen Landtag haben die Landesregierung aufgefordert, eine umfassende Lösung der Bergbauproblematik in Angriff zu nehmen. Die Anordnung des Bergamtes, dass die DSK künftig nur noch einen Streb abbauen dürfe, müsse konsequent durchgezogen werden. Allerdings müsse sich auch hier erst erweisen, ob diese Maßnahme ausreichend sei, Bergbaubeben langfristig zu verhindern. Es müsse jetzt schnellstmöglich ein konkretes Ausstiegsdatum auf den Tisch, dass es auch erlaube, die Nach-Bergbau-Ära für die Betroffenen über und unter Tage verlässlich zu planen.

Fraktionschef Hubert Ulrich sagt dazu: „Die DSK hat eingestanden, dass sie machtlos gegenüber den Bergbaubeben ist. Gleichzeitig will das Unternehmen aber unvermindert weitermachen. Das geht nicht zusammen. Deshalb ist die Entscheidung des Bergamtes richtig. Es muss sich aber erst noch rausstellen, ob sie auch wirksam ist.“ Die Anordnung könnte nach Einschätzung der Grünen auch bedeuten, dass der Bergbau aus wirtschaftlichen Gründen ein deutlich schnelleres Ende finden könnte, als bisher angenommen.

Ulrich forderte Landesregierung und DSK vor diesem Hintergrund auf, ein Ausstiegsszenario vorzulegen, das sowohl den Bergbaubetroffenen als auch den dort Beschäftigten eine Perspektive aufzeige. Wichtig sei neben den Maßnahmen zur Verhinderung von Erdbeben auch die finanzielle Absicherung des Ausstiegs, sprich die Umwidmung von Subventionen in Strukturhilfen. Ulrich: „Damit kann man den betroffenen Bergleuten eine berufliche Perspektive in zukunftsfähigen Branchen bieten.“
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Sa, 24.11.2007 14:27

http://www.fdpsaar.de/artikel/FDP-Frakt ... erum.phtml

Abbaustopp jetzt!

Saarbrücken, 22.11.2007 – „Die DSK ist ratlos, die Beben gehen weiter und die Landesregierung hat versprochen einzugreifen. Das kann nur eine Konsequenz zur Folge haben: Abbaustopp und das sofort!“, erklärt der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Manfred Baldauf, anlässlich der schriftlichen Erklärung der DSK an das Bergamt. Laut DSK sind die Beben nicht in den Griff zu bekommen und ein Abbaustopp rechtswidrig. Begründung der DSK: im November 2005 habe das saarländische Verwaltungsgericht den zunächst verfügten Abbaustopp wieder aufgehoben. Baldauf: „Die Aufhebung beruhte damals auf Formfehlern. Es war keine Entscheidung in der Sache. Es ist deshalb unredlich und höchst fragwürdig, dass die DSK dies jetzt als Begründung gegen einen erneuten Abbaustopp ins Feld führt. Sie tanzt damit der Landesregierung auf der Nase herum. Damit muss endlich Schluss sein. Wer regiert hier eigentlich? Die DSK oder die CDU?“. Baldauf kritisiert außerdem die Entscheidung des Bergamtes, den Abbau in der Primsmulde Süd auch in Zukunft zuzulassen, allerdings im Einzelstrebverfahren. Das ist nach Baldaufs Ansicht nicht ausreichend. Er fordert die Landesregierung deshalb auf, endlich ein Signal zu setzen. Baldauf: „Ministerpräsident Müller hat gestern im Landtag mit großen Worten erklärt, dass es so nicht weitergehen kann. Jetzt muss er auch beweisen, dass er sein Wort hält und eingreift. Es geht offensichtlich nur noch mit einem politischen Machtwort. Etwas anderes versteht die DSK nicht mehr!“.
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Sa, 24.11.2007 14:29

http://www.landtag-saar.de/aboservice/g ... hp?id=2324

A N T R A G
der CDU-Landtagsfraktion

betr.: DSK zu nachhaltiger Vermeidung der Erderschütterungen verpflichten

Der Landtag wolle beschließen:
Innerhalb von zehn Tagen haben drei Erderschütterungen (2,9, 3,4 und 3,3 auf der Richterskala) die Menschen im saarländischen Bergbaugebiet erschreckt und verunsichert. Diese Beben sind der Höhepunkt zahlreicher vorausgegangener, durch den Kohleabbau bedingter Erschütterungen. Die Auswirkungen beeinträchtigen die Menschen in dieser Region erheblich.
Das verursachende Unternehmen DSK hat bisher keine geeigneten technischen Maßnahmen gefunden, die Erderschütterungen wirksam einzudämmen.

Vor diesem Hintergrund begrüßt der Landtag des Saarlandes:
- die Aufforderung des Bergamtes an die DSK, umgehend ein Konzept geeigneter Maßnahmen zur Minderung der Anzahl und der Intensität der Erschütterungen vorzulegen, und die Ankündigung des Bergamtes, zu überprüfen, ob die Vorraus-setzungen zur Anordnung des Sofortvollzuges weiterhin gegeben sind;
- die Bemühungen des Ministerpräsidenten und der Landesregierung, den Bergbau an der Saar schnell und sozialverträglich zu beenden und dabei die Interessen der Bergleute sowie die Interessen der Bergbaubetroffenen in gleichem Maße zu be-achten.
Der Landtag des Saarlandes fordert die DSK auf,
- bis zur Vorlage einer nachhaltigen Vermeidungsstrategie den Abbau auszusetzen und unverzüglich eine definitive Auslaufplanung des Saarbergbaus ohne betriebsbedingte Kündigungen vorzulegen.

Der Landtag des Saarlandes fordert die Landesregierung auf,
- weiter auf ein schnelles und sozialverträgliches Ende des Bergbaus an der Saar zu drängen,
- weiter das Prinzip der doppelten Sozialverträglichkeit zu beachten, indem sie die Interessen der Bergleute und die Interessen der Bergbaubetroffenen gleichermaßen vertritt.
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon Honda » Mo, 26.11.2007 21:50

8) welche partei wollen wir denn 2009 wählen . braun ne nicht wirklich . aber wenn die mal so 8 prozent bekämen würden die da oben aber ganz schnell wach glaube ich .aber lassen wir dass .

rot links :cry:
rot :cry:
schwarz :cry:
grün :|
gelb :mrgreen:

könnte ich mit leben .
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon Tina » Mo, 26.11.2007 22:07

Wie ist das eigentlich, wenn eine Firma sich durch falsche Angaben Subventionen erschleicht?
Wenn ich mir so überlege, wie viele seismische Proben die DSK erstellt hat bevor der Abbau hier losging setze ich voraus, dass damals schon klar war, dass es hier ohne Beben nicht abgeht! Wie sagte ein DSK-Sprecher so schön: "Die Sandsteinschicht bricht wie Knäckebrot!" Und dass Sandstein brüchig ist, lernen unsere Kinder schon in der Grundschule! Außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass Geologen sowas nicht wissen (wollen!) :x In diesem Fall ist es doch wohl so, dass die DSK bewußt das Leben ihrer Bergleute sowie unsere Gesundheit und unsere "Oberflächenwerte" eingesetzt hat, um sich die Subventionen zu sichern. :oops:
Das muss doch für den Bundesrechnungshof Anlass genug sein, die Subventionen sofort einzustellen, bis dieser Sachverhalt geklärt ist - oder :idea: ?
Das Geld wäre ohnehin viel besser angelegt für Strukturwandel und vernünftige Beschäftigung für die Bergleute :P :P :P
Wäre doch allen damit geholfen, vor allem, weil überall Facharbeiter gesucht werden und damit sind doch gerade jetzt unsere gut ausgebildeten Freunde von "unter Tage" sehr gefragt! Wenn dann noch die Firmen, die einen Bergmann einstellen, einen Teil der Subventionen abbekämen ... :wink:
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon cb » Mi, 28.11.2007 8:40

http://www.fdpsaar.de/artikel/FDP-Frakt ... hend.phtml

FDP fordert weiterhin sofortigen Abbaustopp

Saarbrücken, 27.11.2007 – „Die Entscheidung des Bergamtes ist nicht ausreichend. Es ist in keiner Weise gesichert, dass durch das angeordnete Einzelstrebverfahren die bergbaubedingten Beben gemindert werden. Wir bestehen deshalb weiter auf einen sofortigen Abbaustopp“, kritisiert der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Manfred Baldauf, anlässlich einer entsprechenden Ankündigung des Bergamts. Die Vergangenheit habe laut Baldauf gezeigt, dass die DSK die Folgen des Abbaus nicht kontrollieren könne und alle Versuche, die Beben zu verhindern, bisher fehlschlugen. Das habe die DSK selbst im Wirtschaftsausschuss des Landtages zugeben müssen. Baldauf: „Das Einzelstrebverfahren und das von Wirtschaftsminister Rippel angekündigte Gutachten dazu ist reine Verzögerungstaktik, um eine endgültige Entscheidung über den Abbaustopp hinaus zu zögern. Damit muss jetzt endlich Schluss sein“. Baldauf weist daraufhin, dass ein Abbaustopp nicht zu Massenentlassungen führen müsse. Die von der FDP vorgeschlagene Beschäftigungsgesellschaft gebe den Bergleuten eine neue, nachhaltige berufliche Perspektive.
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Re: Parteien zum "Durch Erdbeben gefährdeten Standort Saarland"

Beitragvon MountainChost » Mi, 28.11.2007 14:58

Hallo alle zusammen,

wusstet ihr, dass das neue Werk für Ford Nutzfahrzeuge in Gölcük beim Erdbeben 1999 ins Meer rutschte. Ford ließ alle Schäden beseitigen und begann dort in der Türkei 2001 mit der Produktion des Transit Connect. Es wurden die Menschen in Gölcük von Ford nicht im Stich gelassen, aber dieses war ein Natur Erdbeben und nicht ein von der DSK "gemachtes" Erdbeben.
Ob sich Ford bei uns auch so verhält wenn hier zukünftig die Erde öfter bebt?

Gruß
MountainChost
 
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