DSK regiert das Saarland

Politische Hintergründe, Aussagen, Anfragen, ... zum Thema Bergbau und Kohleabbau. Alles was sich Parteien oder Funktionsträgern zuordnen lässt.

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DSK regiert das Saarland

Beitragvon Sieglinde » Mo, 26.11.2007 22:13

An alle Politiker des Saarlandes!

Wollt ihr wirklich, dass die DSK hier im Saarland bestimmt, was passiert???
Ihr wart immer stolz auf die Eigenständigkeit unseres kleinen Landes. Nun seid ihr dabei, die Selbständigkeit an ein privates Unternehmen abzugeben, dem das Schicksal des Landes und seiner Menschen völlig gleichgültig ist. Für die Verantwortlichen zählt nur der Profit, und zwar für die Bosse selbst, denn das Unternehmen ist ohne Subventionen nicht überlebensfähig und kann erst recht keinen Gewinn machen. Was nach dem (Raub-) Abbau kommt, interessiert diese Leute nicht. Für die DSK gilt: Nach uns die Sintflut!

Politiker aller Parteien besinnt Euch! Lasst nicht zu, dass die DSK von Herne aus das Saarland regiert! Zeigt Eure Souveränität und haut der DSK auf die Mütze! Lasst unser Land nicht zerstören oder terrorisieren, denn "Wir sind das Volk". Ich hoffe, dass auch Ihr dazugehören wollt.

Auch ein Appell an die Gerichte, die möglicherweise das letzte Wort haben werden: Menschenrecht geht vor Bergrecht!

Eine Bewohnerin der Primsmulde - Leider
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Saarland versinkt im CHAOS!

Beitragvon Reinhold » Mo, 26.11.2007 22:56

Prima Beitrag Sieglinde! Es schaut leider so aus, als ob der "schwarze Peter" uns und seinen Deligierten eine Beruhigungspille verpasst hat. Während seines Landesparteitages hat die DSK wohl mit Rücksicht auf ihn ( ...und nur auf ihn!) den Bergbau vorübergehend eingestellt... Wäre das, was heute passiert ist, am Samstag geschehen, wir hätten die Dillinger Stadthalle gestürmt....Und wie reagiert jetzt das Bergamt....War da nicht mal die Rede vom sofortigen Abbaustopp? Alles nur Luftblasen, wah? Und jetzt kommt der DSK-Tönjes und zwingt dem Bergamt gern seinen Kompromiss auf...In der Tat, wer regiert hier wen? Mit Rechtsstaat hat das nicht mehr viel zu tun. Unsere Regierungsvertreter sind Marionetten des Kapitals...Das sollten wir uns so nicht bieten lassen!! Das halbe Saarland gehört in den Protest, worauf warten wir noch?
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Re: DSK regiert das Saarland

Beitragvon whitechristmas » So, 02.12.2007 7:28

Hallo zusammen,
in der Öffentlichkeit, auf den Demos und in den Medien hört man immer nur den Namen DSK. Die DSK gehört zum RAG-Konzern und seit der Namensänderung zum Evonik-Konzern. Meiner Meinung nach müsste dieser Name mehr in der Öffentlichkeit genannt werden, dieser Name darf nicht in den Medien glanzvoll dastehen. Wir dürfen den Börsengang in naher Zukunft nicht vergessen, den letztendlich ist die RAG für die Schandtaten der DSK mit verantwortlich. Deshalb meine Bitte an alle, verwendet den Namen Evonik öfter, bringt ihn in Zusammenhang mit der DSK, ansonsten erfüllt der neue Name Evonik die Aufgabe, einen Konzern lupenrein darzustellen.

Glück ab!
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Re: DSK regiert das Saarland

Beitragvon T.G. » So, 02.12.2007 13:28

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Re: Saarland versinkt im CHAOS!

Beitragvon T.G. » So, 09.12.2007 16:18

Reinhold hat geschrieben:Mit Rechtsstaat hat das nicht mehr viel zu tun. Unsere Regierungsvertreter sind Marionetten des Kapitals...Das sollten wir uns so nicht bieten lassen!! Das halbe Saarland gehört in den Protest, worauf warten wir noch?


Auch am morgigen Montag den 10. Dezember
wollen wir gegen die Zerstörung unserer Heimat durch die DSK protestieren.


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Wir sind das Volk! Wir lassen uns nicht länger verarschen!
Wer oder was ist schon die DSK?


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Re: DSK regiert das Saarland

Beitragvon merlin » Sa, 19.01.2008 21:41

Das ist echt ein Witz - wie lange lassen wir uns noch veräppeln???????? :evil:

Presse vom 20.09.2005:
Flöz Grangeleisen wieder angefahren – DSK hält Bürger zum Narren
„Die Wiederaufnahme des Bergbaus im Flöz Grangeleisen genau einen Tag nach der Bundestagswahl ist schlichtweg ein Skandal. Durch den vorübergehenden Abbaustopp hat die DSK verhindert, dass es während des Wahlkampfes zu bergbaubedingten Beben kommt. Damit hat die DSK zugunsten der CDU manipulativ in den Wahlkampf eingegriffen“, kritisiert der saarländische Bundestagsabgeordnete Dr. Karl Addicks die Wiederaufnahme des Kohleabbaus im Flöz Grangeleisen unter Hülzweiler.

Schon in seiner Rede auf dem Homburger Kreisparteitag der FDP am 12.9. hatte Addicks sich verwundert über die Ruhe im Abbaugebiet gezeigt. „Mit Sicherheit ist diese Ruhe auf eine Anweisung „von oben“ zurückzuführen, um nicht den Wahlkampf der CDU durch Erdbeben zu gefährden“. Denn weitere Beben hätten der CDU noch mehr Stimmen gekostet. Peter Müller habe den Abbaustopp bei seiner Wahl zum Spitzenkandidaten selbst verkündet und versprochen, dass der Abbau erst weiter gehe, wenn sicher sei, dass weitere Beben verhindert werden könnten (SZ Artikel vom 19.7.).

Addicks: „Jetzt erklärt die DSK, dass weitere Beben nicht auszuschließen sind: Eine negative Formulierung, die im Klartext nichts anderes heißt, als dass es bald wieder Beben geben wird.“
Addicks verlangt jetzt von den Bergbaubehörden, ihre Zusage vom Mai einzuhalten und einen Abbaustopp zu verhängen, sobald neue Beben auftreten. Außerdem machte er noch einmal deutlich, dass sich die FDP Saar auch nach erfolgreicher Bundestagswahl weiterhin für das Ende des Steinkohleabbaus, zuallererst unter bewohntem Gebiet, einsetzt, ohne Wenn und Aber.

Quelle: http://www.karl-addicks.de/presse.php?i ... 6d00c98016
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Re: DSK regiert das Saarland

Beitragvon merlin » So, 20.01.2008 21:20

Sehr interessanter Bericht:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ ... rt/714574/

...aber am interessantesten sind die letzten beiden Absätze:

"Von Seiten der Mitbestimmung wurde ja das Jahr 2014/2015 in den Raum gestellt. Auch das halte ich für nicht richtig. Wenn wir einen akzeptablen Prozess organisieren wollen, der auch die Interessen der Bergbaubetroffenen berücksichtigt, muss das Ende des Bergbaus deutlich früher erreicht werden."

Diese Forderung klingt gut, bewirkt jedoch wenig. Der saarländische Ministerpräsident kann das Auslaufszenario für den hoch subventionierten deutschen Steinkohlebergbau nicht nennenswert beeinflussen. Die Entscheidungen fallen an der Ruhr und nicht an der Saar.


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Re: DSK regiert das Saarland

Beitragvon MonaLisa » Mo, 18.02.2008 16:08

Tönjes läßt sich von Müller nicht in die Knie zwingen.
Die SZ meldete heute, daß RAG/evonik ohne wenn und aber an ihrem Plan festhalte, das Bergwerk Ensdorf nicht vor 2013/14 zu schließen. Briefe von Müller und der Druck der Bergbaugeschädigten hätten da keinen Einfluß. Es wird Zeit, daß Frau Merkel endlich Stellung bezieht und dieses steuerverschlingende Privatunternehmen in die Schranken weist!
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Re: DSK regiert das Saarland

Beitragvon Joerg » Mo, 18.02.2008 19:52

Tja,

hat denn wirklich denn auch nur einer daran geglaubt, dass der Baron Pitt auch nur wirklich etwas bewegt??

Als MP sollte man schon doch mehr machen, als nur ein Windei alias Pseudo-Drohbrief an die DSK zu kritzeln.

Jetzt kommt es darauf an, auch wirklich was zu machen!!

Pitt: mach ENDLICH was Ganzes und nicht nur halbe Sachen.

Das was da seitens der "Landesregierung" abgeht, ist treu dem Motto: Wasch mich, aber mach mich nicht NASS......

Nicht mehr, eher weniger!

Glück ab.

Die nächste Wahl kommt bestimmt!
Bergbauerdbeben-Gegner und Schachtdeckel-Fan
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Re: DSK regiert das Saarland

Beitragvon naturfreund » Mo, 18.02.2008 21:41

Joerg hat geschrieben:
Die nächste Wahl kommt bestimmt!


Wer auf die nächste Wahl setzt hat wohl noch echten Glauben an die Politik.
Sein wir mal ehrlich, da hat man doch nur die Wahl zwischen dem größeren und dem kleineren Übel.
Und außerdem sind die Wähler für den 'gemeinen' Politiker doch nur solange interessant bis diese ihn gewählt haben (es soll Ausnahmen geben).
Wir dürfen uns nicht auf 2009 verlassen in der Hoffnung, dass sich dann alles von alleine regelt.
Jetzt und heute ist Protest angesagt denn das ist die einzige Möglichkeit auf Missstände aufmerksam zu machen und auf Veränderungen zu drängen.

MonaLisa hat geschrieben:Tönjes läßt sich von Müller nicht in die Knie zwingen.
Die SZ meldete heute, daß RAG/evonik ohne wenn und aber an ihrem Plan festhalte, das Bergwerk Ensdorf nicht vor 2013/14 zu schließen. Briefe von Müller und der Druck der Bergbaugeschädigten hätten da keinen Einfluß.


Hat denn im Ernst jemand daran geglaubt, dass die DSK hier freiwillig nachgibt.
Man kann sich ja mal selbst fragen wie man die Frage "Wie lange würdet ihr die Millionen noch gerne kassieren ?" beantworten würde.
Die Vorgehensweise von seiten PM ist absolut lächerlich.
Die aktuelle Situation ist Grund und Anlass genug auf der Basis der geltenden Gesetzte die Abbaugenehmigung sofort zurückzunehmen.

- Es müssen messbare Grenzwerte für eine zulässige Belastung der Bevölkerung definiert werden (max. zulässige Bebenstärke, max. Senkung, usw). Diese Grenzwerte sind in Abstimmung mit den Betroffenen festzulegen !

- unabhängige Institutionen müssen die Einhaltung überwachen und Messwerte ständig veröffentlichen

- Bei einer Ãœberschreitung dieser Grenzen hat ein sofortiger Abbaustopp zu erfolgen

- eine erneute Abbaugenehmigung darf erst erfolgen wenn drastische Maßnahmen zur Milderung der Auswirkungen realisiert wurden.

Ein Pseudo-Einstrebverfahren oder die Reduzierung der Abbaugeschwindigkeit sind keine drastischen Maßnahmen. Beben, wie das Anfang des Jahres im Alten Mann sind damit überhaupt nicht zu vermeiden. Am Ende entsteht der gleiche Hohlraum mit den uns allen bekannten Folgen.

Die einzige mir geeignet erscheinende Methode ist das wirkungsvolle Verfüllen abgebauter Bereiche. Mit dieser Methode wären die Auswirkungen an der Erdoberfläche wirkungsvoll zu reduzieren (wie Gutachten aus der Vergangeheit belegen). Damit würde ganz nebenbei auch Arbeit geschaffen.

- Wenn trotz Umsetzung drastischer Maßnahmen die definierten Grenzwerte nicht eingehalten werden können, muss der Abbau endgültig gestoppt werden.


Klare Regeln schaffen Transparenz für alle und definieren für die DSK ganz klare Bedingungen zu denen sie in dieser Region geduldet wird.
Hält sie sich nicht daran, muss sie mit den Konsequenzen leben.


Übrigens, sollte die Anweisung die Bereiche zu Verfüllen die DSK dazu bewegen aus Kostengründen den Abbau einzustellen, soll uns das recht sein.
Dann werden endlich die Arbeitskräfte frei zur Integration in andere Industriebereiche und wir können wieder in Frieden leben, ohne Beben.
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