Kampagne der IGBCE

Sagen Sie Ihre Meinung zu den Erdbeben und dem Kohleabbau

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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon Suedpol » Do, 10.04.2008 13:59

DSKRentner hat geschrieben:Hallo doembes;
... dass die RAF/DSK


Ein herrlicher Tippfehler - oder war es doch eine Freud´sche Fehlleistung?

@Betroffene: bitte DSKRenter nicht vergraulen.
Was er schreibt hat schon Hand und Fuss.
Ich bin froh, dass er da ist. Wir sollten uns über gute Kontakte freuen - genau wie über ZwischendenFronten und Optimist.

Mit freundlichem Hört Auf!
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon zwischendenFronten » Do, 10.04.2008 14:13

Werner Lehnert hat geschrieben:DSKRenter ist ein IGBCE-Funktionär, da gehe ich jede Wette ein.

Die .......
................
Warum benutzen solche Leute immer wieder unserer Forum?

Antwort: weil niemand mehr ihre Propaganda in den Foren der IGBCE liest.


Ich finde es nicht fair, wie ihr mit dskrentner umgeht. Sobald jemand mal eine Meinung vertritt (und ich finde dskrentner hat sehr sachlich argumentiert), die einigen von Euch nicht in den Kram passt, ist die oft zitierte Objektivität weg. Mir ist es auch mit einigen Themen schon so erganngen.
Ich kann Euch nur zu Gute halten, dass Ihr in der Vergangenheit oft belogen und betrogen wurdet.
In der Zwischenzeit sollte man aber doch erkannt haben, wer Euch nur provozieren will und wer es ehrlich meint und mit Euch eine konstruktive Diskussion führen will.
Wenn jemand auch mal in einem Punkt nicht Eurer Meinung ist, bedeutet dies doch noch lange nicht, dass er gegen Euch ist oder Eure Sorgen und Ängste nicht verstehen kann.

Wir wollen doch fair miteinander umgehen, da wir doch alle in einem Boot sitzen, Wir wollen doch auch in Zukunft in unseren Orten vernünftig zusammen leben können.
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon Suedpol » Do, 10.04.2008 14:56

hallo ZdFronten,
hast Du meinen Beitrag nicht gelesen? ;-) Aber was die IGBCE incl. Vertrauernkörper wieder veranstaltet ... wie nennst Du das?
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon DSKRentner » Do, 10.04.2008 15:38

[quote="Werner Lehnert"]DSKRenter ist ein IGBCE-Funktionär, da gehe ich jede Wette ein.



Hallo, Werner;

Ich würde jetzt echt gerne gegen dich wetten, weil ich genau weiß, dass ich die Wette gewinnen würde! ;-)
Ich war, bin und werde nie ein Funktionär der IGBCE sein oder werden; ich habe mein Mitgliedsbuch bereits vor einigen Jahren abgegeben.
Das heisst aber nicht, dass ich nicht einige der Argumente und Fakten, die die IGBCE vorbringt, übernehme; genauso, wie ich Argumente und Fakten, die ich hier in dem Forum lese und denen ich zustimme, an meine Ex-Kollegen und Nochmitarbeiter der RAG (nicht RAF, sorry! ;-) )weitergebe.
Ja, auch das tue ich!
Sowas verstehe ich unter Meinungsfreiheit.

Wenn dieses Forum natürlich nur noch solche Aussagen zulässt, die einigen in den Kram passen und alle anderen direkt als IGBCE – Funktionäre betitelt werden (und Leute sogar bereit sind, darauf zu wetten!), dann bin ich falsch hier.
Nicht jeder, der einmal seine Brötchen bei der DSK verdient hat oder noch verdient trinkt Bier (ich sebst bevorzuge einen guten Rotwein) und pöbelt rum.

Und nochwas zu der IGBCE:
Ich persönlich hätte z. B. lieber gesehen, dass die IGBCE von dem Geld aus ihrer reich gefüllten Streikkasse jedem ihrer Mitglieder, das aktuell vo Kurzarbeit betroffen ist, anstatt Werbeanzeigen aufzugeben , 100 Euro als finanziellen Ausgleich gegeben hätte. Das wäre in meinen Augen praktizierte Solidarität gewesen!

In diesem Sinne!

Mit freundlichem Glückauf
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon EsGehtNichtAnders » Do, 10.04.2008 16:41

Hallo,

sicher wird es für manche Unternehmen schwer sein Ersatzarbeit zu finden.
Für den Dreher oder Fräser, der nach Zeichnung arbeitet, spielt es keine Rolle wo sein Produkt eingesetzt wird.
Aber der Firmenchef muss erst mal etwas hausieren gehen, um neue Aufträge bei anderen Unternehmen zu bekommen.

Aber wenn ich dann lese, dass das Seehotel jammert versteh ich das nicht so ganz. Da muss mal eben mal als Gastronom innovativ sein und was Neues versuchen.

Wie wäre es z.B. mit geführten Wanderungen oder Radwanderungen. Mal einen Tanzabend in Zusammenarbeit
mit einer Tanzschule.
Aber hier wird ja lieber gejammert.

Noch was zur Gewerkschaft
Und die IGBCE hat ja auch nur Angst, die fetten Posten schwimmen ihnen davon.
Von euren Beiträgen können die gut leben, wie man bei einigen ja auch sieht.
Wie hat die IGBCE dann eigentlich euren Bergarbeiterstreik 1998 in Bonn und Köln unterstützt?
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon doembes » Do, 10.04.2008 17:31

Hallo DSKRentner,

erst einmal - nicht beirren lassen, hierbleiben ;-) - wir wollen einen ernsthaften Dialog!

DSKRentner hat geschrieben:Hallo doembes;
Gehen wir mal davon aus, dass über 90% der Belegschaft der RAG/DSK gewerkschaftlich organisiert sind. Also fast jeder Arbeitsplatz, der wegfällt oder wegfallen wird, kostet die IGBCE Geld in Form von Mitgliedsbeiträgen.


Wäre ich Geuskens würde mir das auch Angst machen. :-)- aber die Kriegskasse quillt doch wohl über ... und er wird sicher nicht Hungers sterben ;-) - Aber er fürchtet sicher auch um große Teile seiner Börse - und das würde ich ihm persönlich gönnen! - So wie er hetzt wurde seite JoHos Zeiten im Saarland nicht mehr gehetzt!

DSKRentner hat geschrieben: Gehen wir weiterhin davon aus, dass die RAF/DSK durch die jetzige Situation in arge Bedrängnis, was ihr Finanzierungskonzept betrifft, gekommen ist und das dies noch schlimmer wird, wenn der Abbau der Wahlschieder Flöze nicht genehmigt wird (Lieferverträge und ähnliches). Es geht praktisch nur noch darum, den Schaden so gering wie möglich zu halten.


Schäden für wen? - hier vermisse ich die oberirdische Sicht ;-) ... obwohl - ich komme ins Grübeln, denn in Hülzweiler hat die IGBCE ja wohl ein Heimspiel

DSKRentner hat geschrieben:Was liegt also näher, als dass sich die beiden verbünden?
Da bleibt also eine „Vermischung“, da gleiche Interessen, wohl nicht aus. Sie kämpfen beide, wie in der „richtigen Wirtschaft“ für die Erhaltung von Arbeitsplätzen.


Erhaltung von Arbeitsplätzen ist eine Sache - Schaffung von Neuen Arbeitsplätzen (wie Suedpol geschrieben hat) eine andere. ;-)
Schaffung von Arbeitsplätzen, die keine zerströrerische Wirkung haben, das ist es, was das Saarland braucht, nicht die künstliche Verlängerung einer zerstörerischen Tätigkeit eines Unternehmens, dessen Hauptziel der "sozialverträgliche Arbeitsplatzabbau" ist.

DSKRentner hat geschrieben: Und wo sollen denn die so oft geforderten Ersatzarbeitsplätze herkommen? Die kann man doch nur schaffen, wenn man auch Arbeit hat. In der ehemaligen DDR ging das vielleicht, man schickte 20 Mann in ne Firma, obwohl nur für 5 Mann Arbeit da war, der Rest stand rum und kriegte Geld dafür. Aber welcher Arbeitgeber kann sich sowas heute noch leisten, vor allem, wenn er an die Börse will und seine Bilanzen von Altlasten befreien muss? ;-)


Ich habe noch nicht gehört, dass Politik Arbeitsplätze schafft. Die herrschende volkswirtschaftlich Lehrmeinung dazu ist ein wenig anders. Insofern verstehe ich die ständigen Appelle von Geuskens an P.Müller überhaupt nicht. Warum appelliert Geuskens nicht an W.Müller. Der könnte, wenn er wollte via Degussa hier im Saarland, ... wenn W.Müller wollte. Nochmals warum hören wir davon nichts?

DSKRentner hat geschrieben:Du darfst auch nicht vergessen, dass ein großer Teil der Belegschaft sozusagen „Fachidioten“ sind, hochspezialisierte Bergleute, die sich in ihrem Metier auskennen; ihre Kentnisse sind aber in der freien Wirtschaft eben nicht so gefragt. Die Handwerker, die leicht zu vermitteln sind, sind in der Minderzahl. Aber ich kann als Bergwerk eben auch nicht einen Abbau betreiben nur mit Bergleuten, die Handwerker gehören auch dazu. Also kann ich auch nicht alle Handwerker vermitteln, solange es noch Abbau gibt.


zu den hochspezialisierten Bergleuten: Mit Verlaub, wenn ich derart hoch spezialisert bin, darf ich mich nicht wundern, wenn mein Unternehmen mir einen Job im Ruhrgebiet anbietet. Es sei denn, es besteht die Möglichkeit und der Wille dazuzulernen.

DSKRentner hat geschrieben:Was nun die Subventionen angeht greife ich als Nichtgewerkschaftler die Argumente der IGBCE auf, weil ich ihnen hier Recht gebe: der Bergbau erhält ca. 3 % aller Subventionsgelder, die in Deutschland gezahlt werden. Wo verschwinden die restlichen 97% hin?
In den Transrapid? Den Airbus? Bei Müller-Milch? Die deutsche Bahn?
Aus diesem Grund ist die Subventionsfrage für mich hier kein Diskussionsthema.


Für mich schon. Was machen die übrigen Subventionsempfänger kaputt? - Auch das immer wieder hervorgeholte Argument der subventionierten Landwirtschaft zieht nicht. 1. Die machen nichts kaputt. 2. Die betreiben Landschaftspflege!

DSKRentner hat geschrieben: Und dass in der Primsmulde nochmal Kohle abgebaut wird werden wir wohl nicht mehr erleben.

Dein Wort in Gottes Gehörgang!

DSKRentner hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass die RAG/DSK sich so schnell es ihr eben möglich ist aus dem Saarland zurückziehen wird. Was will sie hier noch? Warum sich mit Bürgerbewegungen rumstreiten wenn es in anderen Bundesländer weniger Schwierigkeiten gibt? Aber das ist meine persönliche Meinung……..
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon DSKRentner » Do, 10.04.2008 18:33

Hallo doembes;

Im großen und ganzen kann ich deiner Argumentation folgen, aber lass mich noch zu einigen Punkten Stellung beziehen:


DSKRentner hat geschrieben:
Gehen wir mal davon aus, dass über 90% der Belegschaft der RAG/DSK gewerkschaftlich organisiert sind. Also fast jeder Arbeitsplatz, der wegfällt oder wegfallen wird, kostet die IGBCE Geld in Form von Mitgliedsbeiträgen.


Wäre ich Geuskens würde mir das auch Angst machen. :-)- aber die Kriegskasse quillt doch wohl über ... und er wird sicher nicht Hungers sterben ;-) - Aber er fürchtet sicher auch um große Teile seiner Börse - und das würde ich ihm persönlich gönnen! - So wie er hetzt wurde seite JoHos Zeiten im Saarland nicht mehr gehetzt!

Dass der Geuskens für den Erhalt des Bergbaus an der Saar plädiert ist sein Job! Dafür ist er ausgebildet und kriegt sein Geld! Ihm stehen mit Sicherheit Gewerkschaftssekretäre, die als Medienberater ausgebildet wurden, aus Hannover zur Seite. Ich kann mir gut vorstellen, dass hier eine hochgezüchtete Maschinerie am Laufen ist und jeder Schritt geplant wird.


DSKRentner hat geschrieben: Gehen wir weiterhin davon aus, dass die RAF/DSK durch die jetzige Situation in arge Bedrängnis, was ihr Finanzierungskonzept betrifft, gekommen ist und das dies noch schlimmer wird, wenn der Abbau der Wahlschieder Flöze nicht genehmigt wird (Lieferverträge und ähnliches). Es geht praktisch nur noch darum, den Schaden so gering wie möglich zu halten.


Zu den angesprochenen Schäden, die so gering wie möglich gehalten werden sollen sind natürlich die Schäden für das Unternehmen RAG/DSK gemeint. Die euch entstandenen materiellen Schäden werden über die Plafontregelung abgedeckt, neue Schäden sind noch keine entstanden….vielleicht wird Hülzweiler in Zukunft bevorzugt behandelt, wer weiß ?(persönliche Anmerkung von mir! ;-) )


Erhaltung von Arbeitsplätzen ist eine Sache - Schaffung von Neuen Arbeitsplätzen (wie Suedpol geschrieben hat) eine andere. ;-)
Schaffung von Arbeitsplätzen, die keine zerströrerische Wirkung haben, das ist es, was das Saarland braucht, nicht die künstliche Verlängerung einer zerstörerischen Tätigkeit eines Unternehmens, dessen Hauptziel der "sozialverträgliche Arbeitsplatzabbau" ist.

Was sind zerstörerische Arbeitsplätze? Da könnte man jetzt auch einige nennen…wer einmal ne gelbe Wolke über einer Chemiefabrik oder der Dillinger Hütte gesehen hat könnte da auch mitreden…

DSKRentner hat geschrieben: Und wo sollen denn die so oft geforderten Ersatzarbeitsplätze herkommen? Die kann man doch nur schaffen, wenn man auch Arbeit hat. In der ehemaligen DDR ging das vielleicht, man schickte 20 Mann in ne Firma, obwohl nur für 5 Mann Arbeit da war, der Rest stand rum und kriegte Geld dafür. Aber welcher Arbeitgeber kann sich sowas heute noch leisten, vor allem, wenn er an die Börse will und seine Bilanzen von Altlasten befreien muss? ;-)


Ich habe noch nicht gehört, dass Politik Arbeitsplätze schafft. Die herrschende volkswirtschaftlich Lehrmeinung dazu ist ein wenig anders. Insofern verstehe ich die ständigen Appelle von Geuskens an P.Müller überhaupt nicht. Warum appelliert Geuskens nicht an W.Müller. Der könnte, wenn er wollte via Degussa hier im Saarland, ... wenn W.Müller wollte. Nochmals warum hören wir davon nichts?

Sicher kann die Politik Arbeitsplätze schaffen! Unser MP verspricht das doch schon jahrelang und wird nun daran erinnert!

DSKRentner hat geschrieben:Du darfst auch nicht vergessen, dass ein großer Teil der Belegschaft sozusagen „Fachidioten“ sind, hochspezialisierte Bergleute, die sich in ihrem Metier auskennen; ihre Kentnisse sind aber in der freien Wirtschaft eben nicht so gefragt. Die Handwerker, die leicht zu vermitteln sind, sind in der Minderzahl. Aber ich kann als Bergwerk eben auch nicht einen Abbau betreiben nur mit Bergleuten, die Handwerker gehören auch dazu. Also kann ich auch nicht alle Handwerker vermitteln, solange es noch Abbau gibt.


zu den hochspezialisierten Bergleuten: Mit Verlaub, wenn ich derart hoch spezialisert bin, darf ich mich nicht wundern, wenn mein Unternehmen mir einen Job im Ruhrgebiet anbietet. Es sei denn, es besteht die Möglichkeit und der Wille dazuzulernen.

Ich kann dir auf Anhieb 5 meiner ehemaligen Kollegen nennen, die sofort ihre Sachen packen und an die Ruhr gehen, wenn sie dort nächste Woche arbeiten können! Nur….wer sagt denn, dass das von der RAG/DSK gewollt ist? Die kriegen doch ihre eigenen Leute nicht unter!!

DSKRentner hat geschrieben:Was nun die Subventionen angeht greife ich als Nichtgewerkschaftler die Argumente der IGBCE auf, weil ich ihnen hier Recht gebe: der Bergbau erhält ca. 3 % aller Subventionsgelder, die in Deutschland gezahlt werden. Wo verschwinden die restlichen 97% hin?
In den Transrapid? Den Airbus? Bei Müller-Milch? Die deutsche Bahn?
Aus diesem Grund ist die Subventionsfrage für mich hier kein Diskussionsthema.


Für mich schon. Was machen die übrigen Subventionsempfänger kaputt? - Auch das immer wieder hervorgeholte Argument der subventionierten Landwirtschaft zieht nicht. 1. Die machen nichts kaputt. 2. Die betreiben Landschaftspflege!

Ja, was macht ein hochsubventioniertes Atomkraftwerk (und das isses, solange der Betreiber nicht selbst für die Entsorgung aufkommen muss, sondern der Steuerzahler) eigentlich kaputt?

DSKRentner hat geschrieben: Und dass in der Primsmulde nochmal Kohle abgebaut wird werden wir wohl nicht mehr erleben.

Dein Wort in Gottes Gehörgang!

DSKRentner hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass die RAG/DSK sich so schnell es ihr eben möglich ist aus dem Saarland zurückziehen wird. Was will sie hier noch? Warum sich mit Bürgerbewegungen rumstreiten wenn es in anderen Bundesländer weniger Schwierigkeiten gibt? Aber das ist meine persönliche Meinung……..
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Siehste persönliche Meinung. - und unsere Angst (persönliche Meinung) ist, dass sie wiederkommen!

Deshalb mein freundliches Hört auf![/quote]

Fast alles, was ich hier niederschreibe, ist meine persönliche Meinung. Ich hoffe, gönne und wünsche es euch, dass dieses ganze Hickhack eine Ende hat, mit dem jeder hier im Saarland leben kann!

Übrigends: „Der Dicke muss weg“ war der Schlachtruf der Bergleute damals Ende der 90er; nicht, dass ihr den jetzt benutzt und ein gewisser Herr, der ähnliche Seiten wie eure betreibt, beruft sich dann auf ein Copyright! ;-)


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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon merlin » Do, 10.04.2008 18:46

Nene - das war nicht der Schlachtruf der Bergleute (oder vielleicht auch :wink: )
"Der Dicke muss weg" ist ein bisschen älter:

.....Nach der Saarabstimmung 1955, bei der die Mehrheit der Bevölkerung das zwischen Deutschland und Frankreich ausgehandelte Saarstatut und damit die Europäisierung der Saar ablehnte, trat er als Ministerpräsident zurück. Eine vor der Abstimmung gegen ihn gerichtete Losung der Heimatparteien hieß: „Der Dicke muss weg.“.........

http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Hoffmann_(CVP)
Lieber Gott… gib mir die Weisheit
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die Geduld sie zu ertragen,
die Güte ihnen zu verzeihen,
aber bitte gib mir keine Kraft…
denn wenn ich Kraft habe,
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon DSKRentner » Do, 10.04.2008 19:06

merlin hat geschrieben:Nene - das war nicht der Schlachtruf der Bergleute (oder vielleicht auch :wink: )
"Der Dicke muss weg" ist ein bisschen älter:

.....Nach der Saarabstimmung 1955, bei der die Mehrheit der Bevölkerung das zwischen Deutschland und Frankreich ausgehandelte Saarstatut und damit die Europäisierung der Saar ablehnte, trat er als Ministerpräsident zurück. Eine vor der Abstimmung gegen ihn gerichtete Losung der Heimatparteien hieß: „Der Dicke muss weg.“.........

http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Hoffmann_(CVP)


Ok, ich korrigiere meine Aussage auf "auch der Bergleute".

Schön, dass es trotz der Probleme, die anstehen, auch noch Menschen gibt, die ihren Humor nicht ganz verloren haben!

Schönen Abend noch!

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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon doembes » Do, 10.04.2008 19:16

Hallo Mitleser,
ich weiss, was jetzt kommt ist nur schwer zu verstehen, wenn man den Dialog nicht führt wie Rentner und ich.
Trotzdem, ich will es jetzt nicht weiter aufdröseln. Der Rentner versteht es sicher. - gestattet den privaten Austausch.


Hallo DSKRentner;
...

... Geuskens ... So wie er hetzt wurde seite JoHos Zeiten im Saarland nicht mehr gehetzt!

Ich kann mir gut vorstellen, dass hier eine hochgezüchtete Maschinerie am Laufen ist und jeder Schritt geplant wird.
Ich auch. - Ich hoffe immer noch, Du gehörst nicht dazu!

Schaffung von Arbeitsplätzen, die keine zerströrerische Wirkung haben, das ist es, was das Saarland braucht, nicht die künstliche Verlängerung einer zerstörerischen Tätigkeit eines Unternehmens, dessen Hauptziel der "sozialverträgliche Arbeitsplatzabbau" ist.

Was sind zerstörerische Arbeitsplätze?
- Bitte oben nachlesen - hat niemand gesagt!

Ich habe noch nicht gehört, dass Politik Arbeitsplätze schafft. Die herrschende volkswirtschaftlich Lehrmeinung dazu ist ein wenig anders. Insofern verstehe ich die ständigen Appelle von Geuskens an P.Müller überhaupt nicht. Warum appelliert Geuskens nicht an W.Müller. Der könnte, wenn er wollte via Degussa hier im Saarland, ... wenn W.Müller wollte. Nochmals warum hören wir davon nichts?

Sicher kann die Politik Arbeitsplätze schaffen! Unser MP verspricht das doch schon jahrelang und wird nun daran erinnert!

Ironie nützt uns nichts. VWL ist keine politische Wissenschaft.

...

Für mich schon. Was machen die übrigen Subventionsempfänger kaputt? - Auch das immer wieder hervorgeholte Argument der subventionierten Landwirtschaft zieht nicht. 1. Die machen nichts kaputt. 2. Die betreiben Landschaftspflege!

Ja, was macht ein hochsubventioniertes Atomkraftwerk (und das isses, solange der Betreiber nicht selbst für die Entsorgung aufkommen muss, sondern der Steuerzahler) eigentlich kaputt?

Clever gemacht: Auf das Landwirtschaftsargument nicht eingegangen, und dann ein neues Fass aufgemacht mit der Atomenergie. - Ok. Der Versuch sei gestattet. Aber Atom ist auch ein Auslaufmodell. Ob es Dir gefällt oder nicht, wir müssen an die erneuebaren ran! (und komm mir jetzt nicht mit Kokosöl)

...

Übrigends: „Der Dicke muss weg“ war der Schlachtruf der Bergleute damals Ende der 90er; nicht, dass ihr den jetzt benutzt und ein gewisser Herr, der ähnliche Seiten wie eure betreibt, beruft sich dann auf ein Copyright! ;-)

1. Der Dicke muss weg - hierbei ging es um JoHo. -> Das gehört doch jetzt nicht auch noch zur Tradtion.
2. ... ein gewisser Herr ... dabei sprichst Du in Kreuzworträtseln..
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon merlin » Fr, 11.04.2008 7:40

..........hat zwar im prinzip nix mit dem Thema zu tun - aber ich stelle es trotzdem mal rein.
hab eben eine Mail bekommen - unter anderem steht da zu lesen:

....weißt Du das ganz
viele Leute nicht mehr in mein Geschäft kommen, seit
ich das Logo auf der Seite habe? Das finde ich ganz
traurig, zumal ja immer das Gegenteil behauptet wird.


Wer kümmert sich denn um die?????
Es heißt in der SZ immer ----Ich bekomme keine Brötchen mehr und was ist mit den Betroffenen deren Geschäfte boykotiert werden????

Muss aufhören ---mir kommt momentan wieder der Dampf aus den Ohren....................
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon ich » Sa, 12.04.2008 8:21

Die IGBCE war maßgeblich in Berlin mit an den Kohleverhandlungen beteiligt und ist auch dafür verantwortlich, dass eine Subventionsverwendung für den Strukturwandel bei Katastrophen, wie sie hier im Saarland vorgekommen sind nur schwer realisierbar ist.

Wozu ich von der IGBCE bislang keinen Ton gehört habe ist allerdings, dass es beim Bergwerk Lippe kein Problem ist über Nacht ein Jahr früher zu zu machen und damit nicht nur 1800 Bergleute sozialverträglich ihren Arbeitsplatz verlieren, sondern auch das 1,5 fache an Zulieferern. Das in einem Gebiet, welches die höchste Arbeitslosenzahl in Westdeutschland hat.

Hier bei uns im Saarland sind die Verhältnisse - ebenfalls gutachterlich belegt - ganz anders. Durch die hohe Industrieansiedlung ist die Aufnahmefähigkeit gut ausgebildeter Bergbaubeschäftigter ungleich höher, als in anderen Bundesländern. Die abhängige Zulieferindustrie hat nur noch etwa 0,2 bis 0,4 abhängige Arbeitsplätze (nicht sozial gefedert).

In diesem Sinne. Lasst uns die Ewig-Gestrigen endlich vergessen und wirklich etwas positives für das Land und die Leute bewegen.
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon Bergbaubetroffener » So, 13.04.2008 22:34

merlin hat geschrieben:Das schlimme ist nicht nur, dass man anfängt es zu vergessen - nein, man tut uns auch noch verar...... (siehe Lesebrief von am Samstag - da wird uns unterstellt, wir hätten Steine vor die Kirche gekarrt................


Hansi hat geschrieben:Also von 2 Saarwellinger Geschäftsleuten weiß ich, dass die IGBCE in Form von zwei Anzugträgern in den Geschäften auftauchte und mehrmals fragte, ob man denn an Bergleute verkaufe, ob man denn auch für Bergleute gewisse Zusatzleistungen erledige (z.B. Einpacken etc.) und so weiter.
Solange bis die entsprechende Verkäuferin verärgert nachfragte, was das soll.
Daraufhin wurde geäussert, dass man auf einem Auto des Geschäfts einen IGAB-Aufkleber gesehen habe.
Beide Geschäftsleute hatten den Eindruck, dass die Fragen so bohrend gestellt waren, um ein "Haar in der Suppe" zu finden.
Das zeigt mal wieder, welche friedlichen Absichten Herr Geuskens doch hat, oder ?



Dann soll uns mal einer erzählen, die IGBCE würde hier nicht gezielt Stimmung gegen die Bergbaubetroffenen machen. Vielleicht sollten wir behaupten, wir hätten gesehen, wie Bergleute Steine von der Saarwellinger Kirche weg getragen haben. Das würde zwar wahrscheinlich auch keiner glauben, aber die Saarbrücker Zeitung würde es bestimmt veröffentlichen! Aber man muss sich ja nicht auf das selbe Niveau herab begeben.

Vielleicht sollte die IGBCE ihren Mitgliedern mal offenbaren, dass die DSK / RAG / EVONIK für den Abbaustopp verantwortlich ist, und nicht die vom Bergbau Betroffenen, die lediglich für ihre Rechte eintreten. Hätte die DSK / RAG / EVONIK den vorhergesagten Gefahren in der Primsmulde realistisch gegenüber gestanden und nicht nur aus Profitgier den Abbau in diesem Feld begonnen, wäre es nie zu diesem Ereignis des 23.02.2008 gekommen und der Abbau würde weiter gehen wie eh und je.
Der einzige Unterschied ist nur: die Bevölkerung akzeptiert dies nicht mehr in dem bisherigen Maße. Dies wird dann seitens der IGBCE so dargestellt, als seien die Bergbaubetroffenen für die ganze Misere verantwortlich, ohne darauf hinzuweisen, dass über Jahrzehnte die Betroffenen unter Rücksichtnahme auf die Bergleute die Schäden und die mit der Regulierung verbundenen Beeinträchtigungen in der Privatsphäre beanstandungslos hingenommen haben. Diese Zeiten sind vorbei, und das auch zu Recht! Aber auch den Bergbaubetroffenen steht ein Stück Lebensqualität zu, das die IGBCE mit ihrer jetzigen Kampagne den vom Bergbau Betroffenen abspricht und sie dazu bringen will, wie in vielen Jahrzehnten zuvor, den Bergbau mit seinen immensen Schadensbildern an den Oberflächengrundstücken hinzunehmen. Diesen Meinungswechsel wird die IGBCE mit egal welchen Mitteln nicht mehr bewirken können. Sie beschädigt lediglich ihr Image und das der Bergleute, die diesen Kampagnen folgen.
"Das Saarland ohne Bergbau ist ... " ein glückliches Land, meiner Einschätzung nach! [Leicht abgewandelte Aussage nach H. Tönjes]
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon Maya » Mo, 14.04.2008 9:26

das Stichwort "Ewig Gestrige" kommt mir bei der ganzen Debatte auch immer wieder in den Kopf!

Muss etwas, das seit 300 Jahren so ist, nur weiter geführt werden, weil es eben immer schon so war? Das ist nämlich eines der Argumente, auf die man zurückgreift, wenn einem sonst nichts mehr einfällt: "Das war aber schon immer so!" :roll:
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Re: Kampagne der IGBCE

Beitragvon merlin » Mo, 14.04.2008 13:16

Wenn der Abbau so vonstatten gehen würde wie vor 100 Jahren hätte wahrscheinlich keiner was dagegen.....
Lieber Gott… gib mir die Weisheit
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aber bitte gib mir keine Kraft…
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