MacBook als Seismograph!?

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MacBook als Seismograph!?

Beitragvon Wackelkandidat » Do, 13.12.2007 14:19

Gestern von PL auf der Demo angesprochen, heute meinerseits google damit gefüttert und hier eine mögliche Lösung, die auch als Freeware-Version downloadbar sein soll (steht so in der vorletzten Zeile):

SeisMac

Leider habe ich keinen Mac.
 
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Re: MacBook als Seismograph!?

Beitragvon Cyber2003 » Do, 13.12.2007 15:34

Hallo!
Der Mac besitzt den sogenanten Sudden Motion Sensor.
Mit der Freeware Seis Mac 2.0 ,kann man den Mac tatsächlich als Seismograph nutzen.
Siehe bei Wikipedia-Sudden Motion Sensor
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Re: MacBook als Seismograph!?

Beitragvon hansinator1 » Do, 13.12.2007 19:18

Kennt jemand einen aus den Copy 2000 plus Shop?
Der hat nen Mac und was für einen, dieser würde auch Zentral im Ort stehn !!!

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Re: MacBook als Seismograph!?

Beitragvon hansinator1 » Do, 13.12.2007 20:04

Alternativ habe ich gerade das gelesen!

Der mit dem PowerBook G4 Aluminium eingeführte Sudden Motion Sensor registriert Erschütterungen und plötzliche Beschleunigungen des Gerätes. In diesem Fall werden die Lese-/Schreibköpfe der Festplatte in Parkpostion gebracht. Damit wird versucht, ein Berühren der Köpfe mit den rotierenden Magnetscheiben der Festplatte zu verhindern, die über diesen nur auf einem hauchdünnen Luftkissen schweben. Im Allgemeinen stellt eine solche Berührung einen unreparablen Schaden für die Festplatte dar.

Diese Technologie wurde von IBM für die ThinkPad Notebook Serie unter dem Namen "IBM Active Protection System" erstmals auf den Markt gebracht.
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Re: MacBook als Seismograph!?

Beitragvon hansinator1 » Do, 13.12.2007 21:05

Also, ein ThinkPad von IBM machts auch. Dazu Win98, einen Mac Emu und MacSeis.
mm. sollte gehen...
Hat jemand so ein Teil in der Ecke rumliegen?
Würde das gerne mal testen, den Emulator und Mac Seis hab ich, fehlt nur noch ein Laptop dazu!
Kaufe Ihn auch gerne zu einem anständigen Preis.

LG HansiNator1
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Re: MacBook als Seismograph!?

Beitragvon Suedpol » Mo, 28.04.2008 14:55

Quelle: http://www.heise.de/tr/Laptops-als-Erdb ... kel/107080

Laptops als Erdbebensensoren
Von Anna Davison

Kalifornische Seismologen wollen die in immer mehr Laptops integrierten Bewegungssensoren nutzen, um ein Netzwerk zur Erdbebenüberwachung zu schaffen. Die verwendeten Rechner können zu Tausenden in Eigenheimen, Firmen und Bildungseinrichtungen stehen und ein bislang nie da gewesenes Maß an Informationen sammeln. Mit etwas Glück könnte die Technologie auch zur Früherkennung verwendet werden und die Behörden bald schneller warnen.

Das so genannte Quake Catcher Network (QCN) befindet sich derzeit in einer Beta-Phase, anschlossen sind bereits mehrere Hundert Laptops. Es ist als verteiltes Netz angelegt, wie man dies beispielsweise vom "SETI@Home"-Projekt (zur Suche nach außerirdischem Leben) oder von "Folding@Home" (zur medizinischen Protein-Forschung) kennt. Die beteiligten Rechner, auf denen eine von den Wissenschaftlern ausgegebene Software läuft, überwachen ständig Bewegungen und melden große Erdstöße an einen zentralen Server. Erhält das System zahlreiche Berichte aus einer bestimmten Region, könnte dies dann auf ein Gefahrensituation hindeuten. Das QCN konzentriert sich anfangs auf die kalifornischen Regionen San Francisco und Los Angeles, die als besonders erdbebengefährdet gelten.

"Wir versuchen nicht, Erdbeben genau vorherzusagen, sondern sie sehr schnell zu messen, um die Bevölkerung informieren zu können, bevor es zu großen Schadensfällen kommt", sagt Jesse Lawrence, Seismologe an der Stanford University. Er arbeitet zusammen mit Ideengeberin Elizabeth Cochran an dem Projekt, die Juniorprofessorin für Seismologie an der University of California in Riverside ist. Außerdem sind weitere Forscher beider Hochschulen beteiligt.
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Hunderte High-Tech-Seismographen sind in Kalifornien bereits jetzt im Einsatz, doch sind sie relativ weit voneinander entfernt aufgestellt. Das neue verteilte Netzwerk soll sie nicht ersetzen, sagt Geologieprofessor Paul Davis von der University of California in Los Angeles, der das QCN-Projekt beobachtet. "Lücken lassen sich so aber schließen."

Das Forscherteam hat dazu ein Programm entwickelt, das aus ganz normalen Mac-Laptops seismologische Sensoren macht und gleichzeitig seismische Daten in Form eines Bildschirmschoners anzeigt. Die Software soll später auch für Windows-Rechner vorliegen. Tragbare Apple-Maschinen eignen sich besonders gut, weil sie seit 2005 durchgängig mit Beschleunigungsmessern ausgestattet sind. Aber auch Laptops von IBM/Lenovo, Acer und HP besitzen die Technik inzwischen. Ihr Zweck ist es, die eingebaute Festplatte zu schützen, in dem sie bei abrupten Bewegungen in eine Parkposition gebracht wird – etwa, wenn der Rechner vom Tisch fällt.

Desktop-Maschinen besitzen solche Beschleunigungsmesser normalerweise nicht, können aber mit kostengünstigen so genannten Schüttelsensoren auf USB-Basis ausgestattet werden, die bereits in der Automobilbranche verwendet werden, um Sicherheitseinrichtungen wie Airbags zu testen. Lawrence und seine Kollegen planen, die kleinen Geräte später zu verteilen, um auch Bildungseinrichtungen damit auszurüsten. So könnten Schüler und Studenten im Klassenraum an dem Projekt teilnehmen.

Die QCN-Software analysiert Bewegungen, die der Beschleunigungsmesser des Rechners aufzeichnet. Dabei werden Vibrationen von vorbeifahrenden Fahrzeugen, Tischbewegungen oder sogar schwache Erdbeben ignoriert – nur die großen Stöße werden ermittelt. Dieses Signalmuster soll dem Netzwerk ermöglichen, signifikante Beben zu erkennen, sagt Lawrence. Der Ort, an dem sich er auslösende Rechner befindet, wird über IP-Adresse und die Nutzerangaben ermittelt.

Einige Forscher haben allerdings ihre Zweifel, wie wertvoll solche Daten tatsächlich sein können. Egill Hauksson, leitender Forschungsassistent für Geophysik am California Institute of Technology (Caltech), der am professionellen seismografischen Netzwerk für Südkalifornien mitarbeitet, erwartet erst ab einer großen Anzahl von Messwerten ordentliche Ergebnisse: "Wenn Hunderttausende Maschinen teilnehmen, erhalten wir vielleicht etwas Interessantes."

Die wissenschaftlichen Sensoren in Erdbeben-Regionen wie Kalifornien stehen allerdings jeweils mehrere Kilometer voneinander entfernt. Davis glaubt deshalb, dass mit an das QCN-angeschlossenen Rechnern in solchen Regionen zusätzliche Informationen gesammelt werden können, wie sich die Erdstöße über die betroffene Region verteilen. "Als Seismograph ist diese Technik ganz sicher eingeschränkt. Die Konzentration der Beben lässt sich so jedoch vielleicht in einer Genauigkeit ermitteln, wie wir das bislang noch nicht konnten."

Das verheerende Northridge-Erdbeben, das Los Angeles 1994 traf, hatte auch einige unerwartete Auswirkungen auf Teile Südkaliforniens. Das führte damals dazu, dass Wissenschaftler Seismographen in Hinterhöfen und Gärten aufstellten, um herauszubekommen, was tatsächlich vor sich ging. "Hätten wir damals all diese Laptops gehabt, um zum direkten Zeitpunkt Messungen vorzunehmen, wäre das alles viel schneller gegangen", sagt Davis.

Lawrence hofft, dass das Netzwerk später sogar zur Früherkennung von Erdbeben verwendet werden kann – basierend auf den anfangs recht sanften Wellen, bevor dann die schwereren Stöße folgen. Selbst wenige Sekunden Vorwarnzeit würde den Betroffenen die Chance geben, sich in Schutzräume zu begeben. Auch automatisierte Systeme könnten greifen, um Züge zu verlangsamen oder den Straßenverkehr von gefährdeten Brücken wegzuleiten. Bis jetzt existiert in den USA noch keiner dieser nützlichen Ansätze, doch in Japan wird damit bereits gearbeitet, etwa bei Hochgeschwindigkeitszügen. Caltech-Mann Hauksson ist aber skeptisch und glaubt nicht, dass sich ein solches System als Warntechnologie eignet.

David Oppenheimer, Seismologe bei der U.S. Geological Survey, sieht ebenfalls "große Probleme" bei der Verwendung von Standard-Laptops als genaue Erdbebensensoren. Die Ausrüstung von Desktop-Rechnern mit kostengünstigen seismologischen Sensoren hält er dennoch für spannend. "Das ist für mich deshalb so interessant, weil es große Teile der Welt gibt, in denen nicht genügend Seismographen stehen." Würde man Beschleunigungsmesser auf USB-Basis mit Internet-Rechnern in diesen Regionen verbinden, könne man Beben wesentlich schneller erkennen als mit konventionellen Sensoren, die sich Hunderte oder gar Tausende von Kilometern entfernt befinden.

Wäre ein QCN-artiges Netzwerk 2004 in Indonesien verfügbar gewesen, als ein riesiges Seebeben einen verheerenden Tsunami auslöste, hätten die Rettungskräfte früher gewarnt werden können, glauben die Forscher. "Über Tausende von Kilometern hätten die Laptops dann in Sumatra Alarm geschlagen", meint Davis. In der Realität dauerte es noch eine halbe Stunde länger, bevor weiter entfernte Sensoren die Erdstöße ermittelten. Die Hilfskräfte waren dementsprechend spät informiert.
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Re: MacBook als Seismograph!?

Beitragvon UnusualSuspect » Mi, 30.04.2008 17:15

Ha, hab doch gewußt dass mein Mac alles kann...lad mir mal diese Software drauf, is ja lustig. Auf der Arbeit hab ich das Thinkpad T41, hat auch diesen Motion Sensor...
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