Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon Werner Lehnert » So, 06.12.2009 12:08

Bis zum Abschluss der Abwicklung des Steinkohlebergbaus im Saarland wird es sich bei der Homepage www.igab-saar.de um die Homepage der Bergbaubetroffenen handeln. Wir setzen uns mit regionalen und globalen Auswirkungen des Steinkohlebergbaus auseinander.

Ohne Steinkohlebergbau keine Steinkohleverstromung, kein beschleunigter Klimawandel. Das Steinkohlekartell versucht bis heute, die Weiterentwicklung der erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen und die Installation Kraft-Wärme-Gekoppelter Anlagen zu verhindern oder zu behindern.

Das Steinkohlekartellmitglied, das regelmässig in diesem Forum Ansichten aus dem vergangenen Jahrhundert propagiert, kann eigentlich nichts für seine Engstirnigkeit. Er sitzt in einer Steinkohlekraftwerkssteuerungswarte und sieht, dass der Feuerungsraum mit 1000kg Steinkohle befüllt wird und 600kg davon kurz darauf ungenutzt über den Schornstein in die Umwelt abgelassen werden. Er hält das für normal, weil das schon seit vielen Jahrzehnten so ist und hielte es für normal, wenn dieser Unsinn auch in den kommenden Jahrzehnten fortgesetzt werden würde, bis irgendwann auch die letzte Tonne Steinkohle verbrannt wäre.

Vielleicht wäre unser Geist ähnlich unterentwickelt, wenn auch wir während unseres gesamten Erwerbslebens an unterbelichteten Orten gearbeitet hätten, was aber keine Entschuldigung dafür ist, was die Kartellmitglieder hier,
in unserem Forum, veranstalten.
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon Britta » So, 06.12.2009 12:41

Werner Lehnert hat geschrieben:Vielleicht wäre unser Geist ähnlich unterentwickelt, wenn auch wir während unseres gesamten Erwerbslebens an unterbelichteten Orten gearbeitet hätten, was aber keine Entschuldigung dafür ist, was die Kartellmitglieder hier,
in unserem Forum, veranstalten.


@Merlin
Wäre es denkbar innerhalb unseres Forums einen Passwortgeschützten Bereich einzurichten, der nicht von den "Kartellmitgliedern" (@Werner: gefällt mir die Bezeichnung) zugemüllt wird?
Endlich, der endgültige Abbaustopp steht fest!!!
Britta
 
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon Heulsuse » So, 06.12.2009 12:52

Ihr seid ja alle putzig hier. Hab euch lieb.

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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon Werner Lehnert » So, 06.12.2009 13:01

Es trifft die Kartellmitglieder besonders hart, dass wir regional handeln aber global denken.

Anbei ein Auszug des britischen Journals "The Economist", Sonderausgabe "The World in 2010", Artikel "Wanted: green engineers"
The people needed cannot just be borrowed from the fossil-fuel industry. But the best thing a bright young person can do to help rid civilisation of fossil fuels is get an education in engineering.
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon Leopold » So, 06.12.2009 15:07

@Merlin
Wäre es denkbar innerhalb unseres Forums einen Passwortgeschützten Bereich einzurichten, der nicht von den "Kartellmitgliedern" (@Werner: gefällt mir die Bezeichnung) zugemüllt wird?

Hallo Britta

Flucht ist doch keine Lösung! Eine Selbstisolation im Forum bringt rein gar nichts und zeugt doch von mangelden Selbstbewusstsein. Glaube es mir. Und bevor es kommt: Ja auch die andere ähnlich geschriebene Seite hatte diese Erfahrung lernen müssen.

Sieht Frau doch daran das nur 3 Doofe innerhalb kürzerster Zeit das Forum wiederbelebt haben und mal was anderes zu lesen war außer Ausschnitte aus dem Videotext und die Parole: Wir retten die Welt, lange lebe der Eisbär.
Bis Danne
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon Werner Lehnert » So, 06.12.2009 20:10

Gesucht: grüne Ingenieure
Die Leute, die gebraucht werden, können nicht einfach aus der fossilen Industrie übernommen (geborgt) werden. Das beste, was ein junger Mensch tun kann, um die Zivilisation von fossilen Brennstoffen zu befreien, ist, eine Ingenieurausbildung zu beginnen.
Nick Stern: The key thing is the total. Es kommt nicht darauf an, ob in Peking, Johannesburg, Las Vegas, Tokio oder im Saarland weniger CO2-Ausstoss erfolgt. Wichtig ist, dass der Temperaturanstieg durch die Gesamtheit der Massnahmen begrenzt wird.

Wir von der IGAB wussten schon seit längerem, dass die Reduzierung des Ausstoßes an Treibhausgasen eine Schlüsselaufgabe für die Zukunft der Menschheit sein wird.

Die Leute des Steinkohlekartells verhalten sich in dieser Beziehung wie der ehemalige Kanibale Freitag im Roman Robinson Crusoe. Als Robinson Crusoe Freitag den Anbau von Getreide, ein nachwachsender Rohstoff, vermitteln wollte, meinte Freitag, dass es doch viel einfacher sei, die eben erst getöteten und beerdigten Kanibalen auszugraben und zu verspeisen.

Das Verhalten der Kartellmitglieder in diesem Forum ist ähnlich. Warum sich Gedanken über alternative Energieerzeugung machen, wenn noch nicht verbrannte Steinkohle unter der Erde liegt!
Werner Lehnert
 
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon Joerg » So, 06.12.2009 20:28

Hi Britta,

warum lässt Du Dich denn in letzter Zeit immer wieder von denen provozieren?

Es macht keinen Sinn, das Forum abzuschliessen, denn dann geraten wir Betroffene noch viel weiter ins Abseits als uns lieb ist.

Denke an die Sache als solches.

Die Konsorten der IGBCE, z.B die Wutz, soll ruhig mitlesen können (sofern sie dazu überhaupt in der Lage sind..), was wir über dieses Kartell denken.

Der Kohlebergbau war im Saarland jahrzehntelang die heilige Kuh, noch vor dem FCS !

Beide sind im Geldvernichten erste Klasse.

Das Saarland ist politisch schwach, wenn nicht tot.


Das Buddeln hat bald ein Ende, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich hatte in den letzten Wochen hier nur noch gelesen und nix mehr geschrieben, da die Aussichten hier im Land weniger als rosig sind.
Ich habe mehr Arbeit als zuvor, alles durch die Krise !

Ich mache mir derzeit mehr Gedanken um die komplette Industrie hierzulande, als dass mich irgendwelche Kommentare und Provokationen irgendwelcher Ewiggestrigen auch nur die Bohne interessieren.

Die Zeit, dass ich mich über die aufgeregt habe, ist längst vorbei.

Stell Dir einfach vor, die sind gar nicht da, das ärgert sie am meisten....

Dazu sagt man im allgemeinen nur: IGNORIEREN.

Das funzt wirklich und schont die Nerven und die Seele.


Ökologie hat auch erst im Laufe von jahrzehntelanger Aufklärungsarbeit Einzug in die Köpfe des Volkes gehalten, auch dagegen hat man immerzu argumentiert: Ökologie killt Jobs.
Das es nicht so ist, sondern im Gegenteil neue Stellen schafft, ist allen klar, die auch nur ein bisschen Hirn haben und nutzen.

Auch die immer weiterführende Automatisierung reduziert keine Arbeitsplätze, es findet eine Verschiebung statt, das ist korrekt und wird auch nicht verschwiegen.


Der, der keine oder nur geringe (Aus-)Bildung hat, wird es zunehmend schwerer haben, das ist in der Tat ein Problem.
Aber jeder ist seines Glückes Schmied.
Ich bin nocht bereit, andere durchzufüttern, weil sie zu bequem sind, sich auf eingene Füsse zu stellen.

Und nun denk einfach nur, wo mit Abstand die meisten Jobs mit geringer Anforderung existier(t)en?


Lass beim nächsten mal alles sacken und atme tief durch, wenn Dir mal wieder einer so richtig quer kommt.
Dann wirst DU sehen, dass derjenige einfach nur nicht besser kann... und sich auch nicht helfen lassen will...



Trotz allem, Britta, schönen 2-ten Advent noch!
Bergbauerdbeben-Gegner und Schachtdeckel-Fan
Joerg
 
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon baldapgler » Mo, 07.12.2009 9:47

Hallo
Joerg ich gebe dir Recht,macht das nicht.Ãœberlegt mal,dann brauch
ja niemand mehr auf diese Seite,kann jeder Vidotext im SR lesen.
Ich finde wir beleben dieses Forum.Was würden sonst die Schäfer`s,Mogelmixe,
Amos ,Britta nicht zu vergessen machen????Bleibt Locker.
Verschlüsselung macht Einsam :D :D
Euer Baldapgler
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon doembes » Mo, 07.12.2009 10:31

Leopold hat geschrieben:...
HÄ????
Die Bergwerke werden langsam und kontrolliert geflutet. Machen die Franzosen ebenfalls so.
Bis Danne


zum Thema HÄ????

Laut einem Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums belaufen sich die Ewigkeitskosten des deutschen Steinkohlebergbaus auf mindestens 12,5 bis 13,1 Milliarden Euro.[1] Dabei nimmt der Kostenblock der Grubenwasserhaltung mit 5 Milliarden Euro den größten Posten ein, Risiken für das Trinkwasser sind nicht eingerechnet. Dem gegenüber stehen Rückstellungen der RAG von nur 6 Milliarden Euro.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil ....
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon Leopold » Mo, 07.12.2009 21:55

Hallo Dömbes

Das Hä war zuerst mal auf die Aussage gemünzt:

jedenfalls solange landlebende, wasserverbrauchende Säugetiere hier in der Region leben wollen!

Das Gutachten der KMPG kenne ich nicht. Zweifelsohne fallen auch nach dem Bergbauende weitere Kosten an.

Was ich damit meinte ist das nicht ewig Wasser gepumpt werden muss, sondern das die Bergwerke kontrolliert und „langsam“ geflutet werden. Aus dem einfachen Grund das kein Mensch bisher diese Erfahrung sammeln konnte bei einer Schnellflutung eines Bergwerkes in Deutschland. Deshalb sind auch in diesem Gutachten sehr wahrscheinlich diese Kosten für längere Zeit aufgeführt.

Ewig ist bei mir was Anderes!

Und zum Thema Grundwasserverseuchung: wieso tritt denn kein Grundwasser in ein Bergwerk ein, dass so eine Teufe hat? Warum soll denn dann Grubenwasser ins Grundwasser gelangen?
Bis Danne
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon Manfred_Reiter » Do, 04.03.2010 19:07

W wie Wissen vom 28.02.2010
-----------------------------------

Lesenswert für Wählerinnen, Wähler und Gewählte ;-)

sehr zur Weiterbildung empfohlen ;-)
http://www.daserste.de/wwiewissen/beitr ... vpm~cm.asp

und das Video dazu ;-)
http://mediathek.daserste.de/daserste/s ... oto=&show=

Bei den Kosten bitte mitschreiben - 7 Milliarden werden nicht reichen!
Wer zahlt dann? ...

... und sage hinterher keiner, er habe es nicht gewusst!
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon BergmannsSohn » Di, 09.03.2010 8:47

Von mir: diese leute müssten auch mal eine führung duch die geschädigten ortschaften machen. Damit sie sehen was bergbau für folgen hat.
Hier für interessierte ein paar ortschaften.: Ludweiler, Fürstenhausen, Fenne, Luisenthal, und nun Reisbach und und und
was das wohl alles kostet?
wer das wohl alles bezahlt?


ohne worte

SZ vom DIENSTAG, 9. MÄRZ 2010 NR. 57 SEITE C3

Rückschau auf die Bergbau-Ära

Bergleute feierten Wiedersehen
mit ihrem alten Arbeitsplatz,
Anwohner zeigten ihren
Kindern, was die Region geprägt
hat: Rund 40 Teilnehmer
waren am Samstag bei Delf
Slottas Führung durch die Grube
Warndt dabei.
Von SZ-Mitarbeiterin
Melanie Horn

Karlsbrunn. Ganz viele Erinne-
rungen wurden am Samstag-
nachmittag wach, als der Histo-
riker und Geograf Delf Slotta
mehr als 40 Besucher über das
alte Bergwerk Warndt führte.
Mit Fotos und anschaulichen
Beschreibungen erklärte er den
Weg des Bergmanns, der hier
schon ein paar Jahre nicht mehr
beschritten wird: vom Bad über
das Zechenhaus in den großen
Schacht. Auch die begehbaren
Flächen der Grubenanlage wur-
den besichtigt. Bereits beim
Auftakt mit dem Bergmanns-
gruß „Glück auf“, der lebhaftes
Echo fand, wurde klar, dass vor
allem Ehemalige gekommen
waren, um ihre alte Arbeitsstät-
te wiederzusehen. Zum Beispiel
Roland Kunz (53) und Roland
Decker (54). „Wir sind hier, um
Erinnerungen aufleben zu las-
sen und unsere alten Kumpel
wieder zu sehen“, erklärte
Kunz. „Schließlich haben wir
über 30 Jahre unseres Lebens
in diesem Bergwerk verbracht“,
fügte Decker hinzu. Besonders
interessant für die ehemaligen
Bergleute waren dabei die alten
Kleiderkörbe oder aber auch ge-
brauchte Schuhe und Arbeits-
kleidung, die noch in den ein-
zelnen Räumen lagen. Hoffte
doch jeder irgendwie, noch ein
Teil des jetzigen Bergwerks und
somit der Erinnerung an eine
andere Zeit zu sein. Slotta führ-
te die Besucher, nachdem er die
Chronologie des Bergwerks
Warndt erklärt hatte, in das so
genannte Weiß-Schwarz-Bad.
Das Prinzip dahinter war eben-
so einfach wie genial: „Im Weiß-
Bad legte der Bergmann seine
Straßenkleidung in seinen
Korb. Durch den Duschgang
ging er ins Schwarzbad, in dem
er seine Arbeitskleidung aus
dem Korb nahm. Bei dem He-
rausfahren erfolgte die gleiche
Prozedur, nur umgekehrt.“ Die
Besucher lauschten gespannt –
auch für Nicht-Bergleute war es
interessant, mehr über das Le-
ben und Arbeiten im Bergwerk
Warndt zu erfahren. Sabine
Schattschneider hatte ihre Kin-
der Pia (7) und Philipp (6) mit-
gebracht: „Wir kommen aus
Karlsbrunn, da ist es uns sehr
wichtig, dass die Kinder wissen,
was hier einmal war.“
Interessiert an dem, was ein-
mal hier war, war auch Karsten
Kreis (45): „Wenn man aus dem
Warndt kommt, ist es natürlich
besonders interessant, sich das
alte Bergwerk anzusehen.“ Eine
kleine Kritik hat er jedoch auch
anzubringen: „Es ist sehr scha-
de, dass man Industrie oftmals
erst dann besichtigen kann,
wenn sie schon halb abgebaut
ist. Im Betrieb wäre das Berg-
werk wahrscheinlich noch viel
spannender.“
Führer Delf Slotta war begeis-
tert von der großen Zahl der Be-
sucher: „Ich freue mich sehr,
dass zunehmend mehr Men-
schen solche Touren besuchen.
Das zeigt, dass die Beendigung
des Bergbaus an der Saar eine
Zeitenwende bedeutet, die an
den Menschen hier nicht spur-
los vorübergeht.“
Hört endlich auf!
der BergmannsSohn
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon erdbebenopfer » Mo, 23.08.2010 14:05

Hier mal ein Link zum Thema Kohlesubventionen:

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/ ... 0-2008.pdf
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon erdbebenopfer » Fr, 27.08.2010 18:43

A N T R A G der SPD-Landtagsfraktion
http://www.landtag-saar.de/aboservice/g ... hp?id=3671
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Re: Milliardengrab Steinkohle: Die ganze Wahrheit

Beitragvon erdbebenopfer » Sa, 16.10.2010 12:15

Eil-Ausstieg aus Steinkohlenbergbau brächte Milliardenplus
Berlin (dts) - Durch den von der EU-Kommission geforderten Eil-Ausstieg aus dem Steinkohlenbergbau würde Deutschland einen Milliardenbetrag einsparen. Das geht aus Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hervor, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Die Wissenschaftler haben untersucht, welche finanziellen Folgen es hätte, wenn die Bergwerke bereits Ende 2014 geschlossen würden und nicht, wie bislang von der Bundesregierung geplant, Ende 2018. Die mit einer Laufzeitverkürzung verbundenen zusätzlichen Kosten, etwa durch vorgezogene Sozialpläne, beziffert das RWI auf 545 Millionen Euro.

Dagegen würde die Regierung aber etwa 1,8 Milliarden Euro bei den Subventionen einsparen, die sonst als Verkaufsbeihilfe für die Steinkohle bezahlt werden müssten. "Unterm Strich würden die Steuerzahler also um mehr als 1,2 Milliarden Euro entlastet", so Rainer Kambeck vom RWI. Während Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) die Forderung der EU-Kommission nach einem raschen Ausstieg aus dem defizitären Bergbau unterstützt, hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Plan für eine längere Laufzeit fest.
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