Wichtige Termine und Infos zum Kraftwerk Ensdorf

Alles zu dem geplanten Großkraftwerk Ensdorf, Auswirkungen auf das Saarland

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CO2-Aufnahme der Meere sinkt

Beitragvon Stefan » So, 21.10.2007 14:48

"Höchst beunruhigend"

CO2-Aufnahme der Meere sinkt

Die Weltmeere nehmen nach einer groß angelegten britischen Studie heute deutlich weniger Treibhausgase auf als noch vor zehn Jahren. Dadurch könnte die Erderwärmung weiter zunehmen, heißt es in der jetzt veröffentlichten Untersuchung der Universität East Anglia. Die Ergebnisse seien "höchst beunruhigend".

Die Wissenschaftler unter Leitung von Prof. Andrew Watson werteten mehr als 90.000 Messungen im Nordatlantik im Zeitraum von 1995 bis 2005 aus. Ihr Ergebnis: Die CO2-Aufnahme des Meeres verringerte sich in diesem Zeitraum um die Hälfte.

Nach Angaben der Forscher droht eine Zunahme der Erderwärmung, wenn die Meere weniger Treibhausgase aufnehmen. Mehr noch: "Der Ozean könnte bald mit unseren Emissionen gesättigt sein", meinte ein Klimaexperte der britischen BBC. Es gebe zwei große "CO2-Senken": den Ozean und die Biosphäre. Jede von ihnen absorbiere je ein Viertel aller CO2-Emissionen, der Rest bleibe in der Atmosphäre.

Grund für diese Entwicklung noch nicht vollständig geklärt

Nach Angaben von Watson bedeutet die verringerte CO2-Aufnahme des Meeres heute allerdings noch nicht, dass der Ozean "voll" damit sei. Der Grund für diese Entwicklung sei noch nicht vollständig geklärt, betonte er. "Wir vermuten, dass es klimatisch bedingt ist, dass der Klimawandel erheblich stärkere Auswirkungen hat als wir erwarteten."

Da die Messungen nur über einen Zeitraum von zehn Jahren gemacht wurden, sind weitergehende Aussagen laut Watson schwierig. Es sei noch zu früh, um mit Sicherheit sagen zu können, ob die Resultate natürliche CO2-Schwankungen widerspiegelten oder einen vom Menschen ausgelösten Prozess. "Wenn es eine Serie von relativ warmen Wintern gibt, kühlt die Wasseroberfläche nicht so stark ab (...) und das CO2 gelangt nicht in die Tiefen der Meere." Dadurch würde mehr CO2 in die Atmosphäre gelangen und die Erderwärmung zunehmen.

Quelle: n-tv (http://www.bi-kraftwerk.de)
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Scharfe Kritik an Mörsdorf-Äußerungen

Beitragvon Stefan » So, 21.10.2007 14:55

Hallo,
ein meiner Meinung nach ein sehr guter Bericht von Hubert Ulrich. Vielleicht auch etwas zum weiterleiten.

Gruß Stefan




Kraftwerk: Scharfe Kritik an Mörsdorf-Äußerungen

Ulrich: Minister bringt Genehmigungsbehörde in Verruf und setzt objektives Verfahren aufs Spiel

Die saarländischen Grünen haben Äußerungen von Umweltminister Mörsdorf scharf kritisiert, wonach er offenbar vorbehaltlos für den Bau des Großkraftwerks in Ensdorf eintritt.

Grünen-Chef Hubert Ulrich sagte dazu: „Mörsdorf ist scheinbar endgültig zum obersten Lobbyisten der RWE geworden und hat dabei vergessen, dass er der Genehmigungsbehörde vorsteht, die jetzt äußerst schwierige Entscheidungen treffen muss. Wenn der Chef dieser Behörde permanent Werbung für dieses Projekt macht, setzt dies die prüfenden Beamten nicht nur intern unter Druck, sondern setzt sie später auch dem Vorwurf einer bevorzugten Prüfung im Interesse des Investors aus. Ministerpräsident Müller muss Mörsdorf endlich zur Ordnung rufen und für ein faires, transparentes und unvoreingenommenes Verfahren sorgen.“

Mörsdorf, so kritisieren die Grünen weiter, mache sich auch mit seinen inhaltlich zweifelhaften Aussagen zum verlängerten Arm der derzeitigen Desinformationskampagne der RWE und schrecke dabei nicht einmal davor zurück, langjährige Weggefährten aus den Umweltverbänden zu diskreditieren. Ulrich: „Wenn Mörsdorf behauptet, dezentrale Kraftwerke hätten keinerlei Vorteile gegenüber Mammutkraftwerken, wie RWE sie plant, muss man feststellen, dass der Minister zwischenzeitlich unter Realitätsverlust leidet oder die Zusammenhänge nicht versteht. Wer die großflächige Vergeudung von Energie durch Großkraftwerke propagiert und die CO2-Einsparungen durch den perspektivischen Wegfall der Hausfeuerungen bei dezentralen Anlagen bewusst verschweigt, handelt hoch unseriös.“ Zahlreiche seriöse Energie- und Klimaexperten hätten längst gezeigt, dass dezentrale Konzepte durchaus zielführend seien, möglicherweise allerdings nicht für die Energiekonzerne und ihre Gewinne.

Quelle: Grüne Saar (http://www.bi-kraftwerk.de)
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Re: Wichtige Termine und Infos zum Kraftwerk Ensdorf

Beitragvon ich » So, 21.10.2007 15:34

:: Weltklimarat: „Die Erderwärmung ist unumkehrbar“

Neben Al Gore wird der Weltklimarat der UNO 2007 mit den Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Mit seinen bisherigen drei Berichten zum Klimawandel hat der Rat weltweites Aufsehen erregt und bei Millionen Menschen einen Bewusstseinswandel bewirkt.
Die Prognose der 2.000 Wissenschaftler: Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts werde sich das Weltklima bis zu 6.4 Grad Celsius erhöhen, wenn wir weiterhin soviel Kohle, Gas und Öl verbrennen wie bisher. Am 17. November will der Weltklimarat seinen 4. Bericht publizieren und die Folgen des Klimawandels verdeutlichen. Im noch nicht veröffentlichten Entwurf des Berichts heißt es, dass „die Erde in eine neue Klimaepoche eintritt“.

Weiter gehts hier
http://www.sonnenseite.com/index.php?pa ... flash=true
Mit freundlichem Hört Auf
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Re: Wichtige Termine und Infos zum Kraftwerk Ensdorf

Beitragvon Stefan » Mo, 22.10.2007 19:30

Zur Erinnerung:

Nächstes Treffen der Bügerinitiative:
Mittwoch, 24.Oktober 2007, 19.00 Uhr Bergmannsheim Ensdorf



bitte einfach mal vorbeikommen, kostet auch nichts :roll: da rollen nicht nur die Augen sondern auch die Informationen :mrgreen:
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AKTUELLE TERMINE

Beitragvon Stefan » Do, 25.10.2007 9:41

AKTUELLE TERMINE

Gemeinderatssitzung:

Donnerstag, 25. Oktober 2007, 18.30 Uhr - Bergmannsheim Ensdorf
(mehr Informationen unter "Ensdorf Aktuell", http://www.bi-kraftwerk.de


Nächstes Treffen der Bügerinitiative:
Mittwoch, 28. November 2007, 19.00 Uhr - Bergmannsheim Ensdorf

Infostände:

Saarlouis, Großer Markt
Samstag 27. Oktober von 10.00 - 13.00 Uhr
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Kraftwerksgegner geben Einwohnerantrag ab

Beitragvon Stefan » Fr, 26.10.2007 11:56

Kraftwerksgegner geben Einwohnerantrag ab

Statt der geforderten rund 300 Unterschriften überreicht die Bürgerinitiative über 1600

Die Bürgerinitiative Bürger für Klima und Umweltschutz hat die Unterschriften von 1609 Ensdorfern im Rathaus abgegeben. Damit bittet man den Gemeinderat, das Thema Großkraftwerk neu zu beraten.

Von SZ-Mitarbeiter

Gerhard Alt

Ensdorf. „Wir wollen dem Gemeinderat den Rücken stärken“, hat Alexandra Riotte, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI) Bürger für Klima- und Umweltschutz gesagt. Mit einer rund 20-köpfigen Gruppe (vom Kleinkind- bis zum Rentenalter) hat sie am Dienstagnachmittag die Unterschriften von genau 1609 Bürgern der Gemeinde Ensdorf über 16 Jahre im Rathaus übergeben (wir berichteten). Damit wird ein so genannter Einwohnerantrag gestellt. Dieser ist laut Riotte nach gesetzlichen Vorgaben möglich.

„Wir fordern nicht, wir bitten den Gemeinderat, die Nöte und Sorgen der Bevölkerung zur Kenntnis zu nehmen. Wir sind nicht gegen alles. Ein Ersatz des vorhandenen Kraftwerks durch ein gleich großes mit moderner Technik, das würde Sinn machen.“

Riotte zufolge wären lediglich die Unterschriften von fünf Prozent der Bevölkerung – etwa 300 Bürger – für den Einwohnerantrag notwendig gewesen. Die BI hat innerhalb von vier Wochen jedoch viel mehr Unterschriften bekommen. Diese wollte sie eigentlich Bürgermeister Thomas Hartz persönlich übergeben, hatte sich dazu aber nicht angemeldet. Hartz weile in Saarbrücken, hieß es. Also gaben die Mitglieder der BI den Ordner mit den Unterschriften im Bürgerbüro des Rathauses ab.

„Der Gemeinderat muss sich jetzt damit beschäftigen: Wie kann man dieses Großkraftwerk verhindern?“, meinte Karl-Heinz Brossette. Alexandra Riotte sagte: „Wir hoffen, dass der Änderung des Flächennutzungsplans nicht zugestimmt wird. Aber wir können den Gemeinderat nicht dazu verpflichten. Letztendlich ist jedes Gemeinderatsmitglied selbst seinem Gewissen verantwortlich. Wir wollen den Ratsmitgliedern aber mitteilen, was die Bevölkerung denkt, deren Interessen sie vertreten.“

Quelle: Saarbrücker Zeitung, 25.10.07, Saarlouiser Rundschau, Seite C1 http://www.bi-kraftwerk.de
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Einwohnerbefragung in Ensdorf?

Beitragvon Stefan » Mo, 29.10.2007 15:08

Einwohnerbefragung in Ensdorf?

Kohlekraftwerk oder nicht? Das Ringen im Ensdorfer Gemeinderat geht weiter. Die SPD-Fraktion hat eine Einwohnerbefragung beantragt. Am Abend wird im CDU-dominierten Gemeinderat darüber entschieden. Doch die Chancen stehen nicht gut.

(25.10.2007) Seit Monaten sorgt der geplante Bau des Großkraftwerks in Ensdorf für Aufregung. So ergab die im Auftrag des SR durchgeführte Umfrage von Infratest dimap am 28. September, dass 52 Prozent der Saarländer gegen den Plan der Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG (RWE) sind, ein großes Kohlekraftwerk in Ensdorf zu bauen.

Quelle: http://www.bi-kraftwerk.de
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Bürgerbefragung im November

Beitragvon Stefan » Mo, 29.10.2007 15:11

Bürgerbefragung im November

Kohlekraftwerk oder nicht? Das Ringen im Ensdorfer Gemeinderat geht weiter. Die von der SPD-Fraktion beantragte Einwohnerbefragung wurde genehmigt - ob dies allerdings etwas an den RWE-Kraftwerksplänen ändern wird, scheint fraglich.

(25.10.2007) Der Ensdorfer Gemeinderat hat sich am Donnerstagabend mit dem Stimmen aller Ratsmitglieder für eine Einwohnerbefragung ausgesprochen. Den entsprechenden Antrag hatte die SPD-Fraktion gestellt.

Befragung Ende November

Die Befragung für Bürger ab 18 Jahren wird wohl von Montag, 19. November bis einschließlich Sonntag, 25. November im Rathaus Ensdorf statt finden. Dabei wird es im Kern um die Frage gehen, ob der Gemeinderat der Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) zustimmen und so letztlich den Weg für das geplante RWE-Großkraftwerk frei machen soll.

Der Gemeinderat signalisierte, sich am Willen der Bürger zu "orientieren" - allerdings sei dafür eine Grundvoraussetzung, dass die Beteiligung bei zwei Dritteln aller Ensdorfer Wahlberechtigten liegen werde. Ensdorfs Bürgermeister Thomas Hartz stellte nochmals klar, dass der Rat das Votum zwar ernst nehmen werde - letztendlich aber werde jedes Ratsmitglied "nach seiner Überzeugung abstimmen". Juristisch bindend wäre das Ergebnis einer Bürgerbefragung nicht.

Kein Geld für NABU-Gutachten

Ein Bürgerantrag, nach dem die Gemeinde ein zusätzliches, unabhängiges Immissionsgutachten des NABU mit 1000 Euro unterstützen soll, wurde vom Gemeinderat abgelehnt. Zur Begründung hieß es unter anderem, es gebe keinen Grund, das Ergebnis des vorliegenden RWE-Gutachtens anzuzweifeln. Außerdem sei die Haushaltslage der Gemeinde angespannt. Lediglich der Vertreter der Grünen merkte an, dass die in der RWE-Präsentation vorgestellten Daten "noch genauer zu hinterfragen" seien.
Hintergund: Kraftwerkspläne in Ensdorf


Seit Monaten sorgt der geplante Bau des Großkraftwerks in Ensdorf für Aufregung. So ergab die im Auftrag des SR durchgeführte Umfrage von Infratest dimap am 28. September, dass 52 Prozent der Saarländer gegen den Plan der Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG (RWE) sind, ein großes Kohlekraftwerk in Ensdorf zu bauen.

Die SPD-Fraktion im Ensdorfer Gemeinderat sowie eine Bürgerinitiative machen schon seit Monaten gegen das Projekt mobil. Ziel der Kampagnen ist auch die CDU-Fraktion im Gemeinderat, die mit ihrer Mehrheit von einer Stimme bisher für eine Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) ist und somit den Bau des Kraftwerks unterstützt. Die Änderung des FNP ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass das Projekt überhaupt umgesetzt werden kann. (Red.)

Quelle: SR-Online 25.10.2007, http://www.bi-kraftwerk.de
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