Taten statt Worte

Sagen Sie Ihre Meinung zu den Erdbeben und dem Kohleabbau

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Taten statt Worte

Beitragvon wolfgang » Do, 06.12.2007 2:49

Liebe Mitstreiter der IGABS,
jedesmal, wenn es knallt, wenn unsere Häuser wackeln, wenn unsere Kinder in der Nacht erschreckt werden, wenn unsere älteren Hausbewohner, sprich unsere Eltern, Grosseltern dem Terror der DSK ausgesetzt werden, was geschieht, wir treffen uns in Sarwellingen und hören uns immer wieder die Reden unserer unermüdlichen Kämpfer an, aber so langsam habe ich persönlich - und ich glaube nicht nur ich - die Schnauze voll. In jeder Partei, sei es CDU, SPD, FDP USW. gibt es auch eine
LINKS-PARTEI, welche auch aussergewöhnliche Wege - für unsere eifrigen Mitleser der Konkurrenz - gehen kann. Ich denke es gibt einige
Freidenker mit guten Ideen unter uns. Schlage vor, wir Linken , treffen uns mal unverbindlich:
Vorschlag: BRAUHAUS KÖRPRICH AM DIENSTAG ; DEN 11.12.07 ca: 18:00 UHR
Kennzeichen: IGAB - ZEICHEN; ob gross oder klein
Hoffe auf euer Fied-Back. Wir wollen keine Konkurrenz zu den IGABS sein. Wir wollen aber versuchen noch mehr zu
bewegen, besonders bei unseren ´jungen und zukünftigen Bewohnern des schönen Primstales: Und bitte , Peter Lehnert,
Manfred Reiter - ich bewundere euch für euer Engagement - aber habt Verstänmdnis für uns - wir wollen nicht mehr reden , wir wollen taten sehen, sprich - BERgbaustopp - kommt bitte auch an diedem Termin. Bergleute sind natürlich auch willkommen:
MFG
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Re: Taten statt Worte

Beitragvon whitechristmas » Do, 06.12.2007 7:44

Hallo wolfgang,
ich kann Dich sehr gut verstehen, es kommen regelmäßig und dem Anschein nach immer intensiver die Erdbeben, verursacht durch den Kohleabbau in der Primsmulde. Zu lange schon weisen wir öffentlich mit unseren Demos auf diesen Zustand hin, die Regierung sitzt hartnäckig die Situation aus, die DSK schert sich einen Dreck darum was mit uns hier im Saarland passiert. Es ist absolut frustrierend wenn einem die Mittel im "Rechtsstaat" auszugehen scheinen. Aber ich glaube, dass unsere Demos so langsam Wirkung zeigen. Wir sollten gemeinsam versuchen noch mehr Menschen dieses Thema nah zu legen und sie zu den Demos bewegen. Je mehr Menschen zu den Demos kommen, desto mehr hat das Signalwirkung in Richtung "Entscheider" und desto größer wird der Druck in der Öffentlichkeit für die DSK, die dem sogenannten EVONIK-Konzern angehört. In diesem Zusammenhang kann man den neuen Namen nicht oft genug nennen, denn der ehemalige RAG-Konzern darf nicht mit einem neuen Namen das Schmudelimage einfach so ablegen. Eins sollten wir verweiden, wir sollten uns nicht gegenseitig auseinander dividieren. Wir müssen jetzt geschlossen zusammenstehen und gemeinsam in die richtige Richtung vorstoßen. Wenn Du von Taten sprichst, ist mir nicht ganz klar was Du damit meinst? Die Taten dürfen nicht jenseits des Gesetztes liegen, wir sollten wie immer friedlich und gewaltfrei unseren Frust offenbaren. Wir sollten auch versuchen die Bergleute für eine gemeinsame Sache zu gewinnen, den die sind letztendlich nur Mittel zum Zweck. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass die Funktionsträger des Landesverbandes konstruktive Kritik wünschen, aufnehmen, verarbeiten und letztendlich umsetzen.

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Re: Taten statt Worte

Beitragvon kaeferfreund » Do, 06.12.2007 8:33

Lieber Wolfgang,
ich lese mit Erstaunen, daß die Linken (SED-Nachfolger) uns helfen soll. Ist Dir vielleicht entgangen, daß der Landesvorsitzende dieser Partei bei der Barbara-Feier der DSK anwesent war und absolut pro Bergbau bis zum Sankt-Nimmerlein-Tag genau wie es der selbsternannte "Messias des Saarlandes", das Oskarchen ist ?
Gute Ideen sind immer Willkommen, aber sie sollten ehrlich gemeint sein.
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Re: Taten statt Worte

Beitragvon Britta » Do, 06.12.2007 10:00

Hallo Kaeferfreund,

ich glaube Wolfgang meint nicht die Linkspartei sondern diejenigen unter uns die eher in Richtung "Links" denken.

Aber generell gebe ich Whitechristmas Recht, wenn es mir persönlich auch sehr schwer fällt, wir dürfen nicht gegen gültiges Recht handeln.
Endlich, der endgültige Abbaustopp steht fest!!!
Britta
 
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Re: Taten statt Worte

Beitragvon Frank » Do, 06.12.2007 10:55

Ich denke mal man kann, egal welche Partei, nicht alle über einen Kamm scheren auch wenn sie evtl. an ihren Spitzen einige Gehirnsabotierte sitzen haben, ob das jetzt SPD, Die Linke, CDU etc. sind... an der Basis sind meistens ganz "normal" denkende mit denen man auch zusammen arbeiten muss und diese nicht verschreien sollte nur weil sie der Partei ABC angehören! :wink:
Von daher find ich das eine gute Idee sich mal am Dienstag im Brauhaus zu treffen, vorrausgesetzt es nehmen nicht nur 2 Leute dran teil!
Gruß Frank
Wir sind nicht nur für das Verantwortlich was wir tun, sondern auch für das, was wir Widerstandslos hinnehmen!
Frank
 
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Re: Taten statt Worte

Beitragvon prokids » Do, 06.12.2007 13:19

Lieber Wolfgang,
ich verstehe deine Wut und dein Gefühl der Ohnmacht.
Möchte dir dennoch sagen:"In der Ruhe liegt die Kraft!"
Ich habe Angst, dass du der Sache eher schadest als nutzt, wenn du jetzt "Taten" sprechen lassen willst.
Lass uns gemeinsam kämpfen, aber so, dass wir uns nachher nichts vorzuwerfen haben...
prokids
 
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Re: Taten statt Worte

Beitragvon Absacker » Do, 06.12.2007 14:36

Ich glaube nicht, dass wolfgang solche Taten gemeint hat und etwas falsch verstanden wurde. Es geht wohl letztlich darum, weitere Argumente und Ideen zu finden um GEMEINSAM durchzuhalten. Es bedarf immer einiger Vordenker und Freigeister, je mehr, desto besser!

Als kleinen Denkanstoss und um mal eine andere Sichtweise einfliessen zu lassen hier eine kleine Rechnung (vielleicht gab es sowas auch schon mal, ich finde das jedenfalls krass):

1. Altersvorsorge:
Angenommen etwa 20.000 Menschen leben in den betroffenen Gebieten in ca. 6.000 Haushalten. Diese 6.000 Haushalte stellen die Altersvorsorge für mindestens eine Gnereation dar. Dafür gehen wir arbeiten, da haben wir jahrelang unsere Freizeit investiert. Bei einem ehemaligen Durchschnittswert von 150.000 € pro Objekt und einem derzeitigen Wertverlust von 1/3 ergibt sich ein Verlust von etwa 300.000.000 (in Worten: dreihundert Millionen) € - und das ist konservativ gerechnet! Das fehlt quasi bei der Altersvorsorge!

2. Ausfallzeiten bei Beben:
Ausgehend von (nur) 10.000 Menschen, die während oder unmittelbar nach einem erneuten Beben arbeiten führt der Schock und die Auseinandersetzung mit Kollegen über das Geschehene zu MINIMUM 30 Minuten Wegfall der Arbeitszeit und somit der Produktivität. Bei einer Wertschöpfung von NUR 30€ pro Stunde und Arbeiter (und das ist viel zu wenig gerechnet) ist dies ein rechnerischer Verlust von 300.000 € - PRO BEBEN. Bei 17 Beben mit einer Schwinggeschw. >5mm/s ergibt dies 5,1 Mio. € Schaden allein in diesem Jahr!

3. Infrastruktur
Addieren wir noch pauschal 15 Mio. € für Schäden an Straßen, usw. die "offiziell" nicht bergbaubedingt sind, aber eigentlich doch.

4. Stressbedingte psychische und gesundheitliche Schäden:
nicht messbar, aber wohl höher als alle anderen...

=> 300 Mio. + 5,1 Mio. + 15 Mio. + X = mindestens 320 Millionen € an Schäden bzw. Wertverlust (ohne Schadensausgleich für Grubenschäden, usw.).
Kann sich das Saarland das erlauben???

to be continued...
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Re: Taten statt Worte

Beitragvon wackeldackel » Do, 06.12.2007 17:23

Hallo Wolfgang,

habe auch die Schnauze voll als pfeifender Demodepp for dem Rathaus zu stehen. Habe vor lauter Applaus die Hände rot.
Treffen wäre super wahrscheinlich zu klein.
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Re: Taten statt Worte

Beitragvon wolfgang » Fr, 07.12.2007 10:19

Hallo alle zusammen,
Zunächst möchte ich mich für eure Kommentare bedanken. Habe in der Zwischenzeit mit etlichen anderen Mitstreitern
gesprochen und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass eine Aufspaltung in eine "linke" Seite der IGAB nichts bringt,
sondern eher den bisher gebrachten Leistungen und Erfolge unserer IGAB`S mehr schaden als nützen würde.
Ich bin mittlerweile auch wieder etwas zur Ruhe gekommen, nachdem ich am Dienstag nach dem schweren Beben -
ohnmächtig vor Wut und Hilflosigkeit - bis zur äussersten Grenze angespannt war und zu explodieren drohte.
Wir sollten also alle wie bisher zusammenhalten und gemeinsam gegen den Terror ankämpfen.
"Einer für alle, alle für einen".
Wünsche noch eine bebenfreie Woche und hoffe, dass wir uns am kommenden Montag in Bilsdorf wieder recht
zahlreich zusammenfinden werden.
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Re: Taten statt Worte

Beitragvon merlin » Fr, 07.12.2007 12:55

Danke Wolfgang - hab es geahnt, dass es nur wieder die erste, ohnmächtige Wut ist, die Dich dazu trieb................... :?
Deshalb hab ich mal abgewartet... :wink:
Lieber Gott… gib mir die Weisheit
einige Menschen zu verstehen,
die Geduld sie zu ertragen,
die Güte ihnen zu verzeihen,
aber bitte gib mir keine Kraft…
denn wenn ich Kraft habe,
haue ich ihnen aufs Maul



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Re: Taten statt Worte

Beitragvon Hortis » Fr, 04.03.2011 10:45

Hallo zusammen! Bin vor 4 Jahren umgezogen, wegen Jobwechsel usw und habe das Thema daher natürlich ein wenig aus den Augen verloren.... Wie sieht es denn nun aus, hat sich etwas getan? Hat evtl auch noch jemand einen link zu einer news oder so parat? Danke schonmal

Gruß Manuel
Hortis
 
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