Erdbebenwarten

Wie das Thema schon sagt... ;)

Moderator: merlin

Erdbebenwarten

Beitragvon WSchaefer » Sa, 26.01.2008 13:13

Liebe Miterschütterten!

Diese Mail schickten wir heute an die Erdbebenwarte der Uni Freiburg. Wir sind gespannt auf eine Antwort:

Mail am 26.01.2008 an die Uni Freiburg:

http://www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb//K ... l_form_led


Heute wurden mein Mann und ich wieder durch zwei Erdbeben aus dem Schlaf gerüttelt. Erstaunt waren wir über die Werte Ihres Seismographen. Während Sie das erste Beben mit 3,4 auf der Richterskala angegeben haben, erscheint bei dem zweiten Beben ein Wert von 3,2. Wir empfanden das zweite Beben (um 6.44 Uhr) wesentlich stärker als das erste!
Wir leben in einem Gebiet, in dem Erderschütterungen durch den Steinkohle-Abbau fast schon regelmäßig (2 bis 3 mal pro Woche) vorkommen. Wir informieren uns per Radio, Zeitung und Internet über die Erdbebenwerte, Schwinggeschwindigkeiten usw. Hierbei fiel uns schon mehrfach auf, dass Ihre Erdbebenwarte zwar in Erdbebenbereichen bis 3,0 annähernd die selben Werte misst, wie andere Seismographen. Sobald die Erdbebenintensität jedoch steigt, gibt Ihre Warte regelmäßig geringere Werte an, wie andere seismografische Stationen. So wurde heute z.B. das erste (schwächere) Beben laut EMSC mit 3,5 und das zweite (stärkere!!!!) Beben mit 3,9 auf der Richterskala angegeben. Diese Werte entsprechen viel eher unseren Empfindungen als betroffene Bürger. Die ca. 100.000 von Grubenbeben erschütterten Menschen unserer Region sind inzwischen durch die Häufigkeit der Erdstöße zu Experten in der Einschätzung von Erdbebenstärken geworden ... es verwundert daher sehr, dass ihre Erdbebenwarte grundsätzlich geringere Werte angibt, sobald Erdbeben eine kritische Zone erreichen. Haben Sie dafür eine Erklärung? Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen.


Bis heute Abend bei der Demonstration!
S. und W. Schäfer
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon WSchaefer » Mo, 28.01.2008 21:50

Liebe Bergbaubetroffenen,
die Uni Freiburg hat schnell reagiert. Allerdings erklären sich für mich immer noch nicht die hohen Abweichungen bei Werten von über 3,5 auf der Richterskala: Die Magnitudenbestimmung sei wie jede physikalische Messung mit Ungenauigkeiten behaftet, die beim LED in der Regel mit einem Spielraum von +- 0,1 bis +- 0,2 Einheiten angegeben werden. Die Unterschiede zur EMSC sind jedoch weitaus größer ... außerdem veränderte Freiburg am Samstag Abend die eigenen Werte vom Morgen. Nach wie vor seltsam!
Viele Grüße von S. Schäfer


Sehr geehrte Frau Schäfer,

recht herzlichen Dank für Ihre Mitteilung
über die von Ihnen gespürten Erdbeben
am 26.1.2008 um 6 Uhr 44 (MEZ) bzw um 5 Uhr 19 mit Epizentrum im Saargebiet.

Zuständigkeitshalber geht Ihre Nachricht an den Erdbebendienst beim
Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz. Für weitere Fragen
und Informationen wenden Sie sich bitte ebenfalls dorthin (http://www.lgb-rlp.de).

Betreffs Ihrer Frage nach den Stärkeangaben möchte ich Sie auf die neueste
LGRB-Nachricht (01/08 Wie bestimmt man die Stärke von Erdbeben) aus unserem
Hause hinweisen, die Ihnen die gewünschten Antworten liefern sollte:

http://www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb/Se ... n_0108.pdf

Mit freundlichen Grüßen


Dr. St. Stange

------
Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau
Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Freiburg
Landeserdbebendienst
Albertstraße 5
D-79104 Freiburg i. Br.

Tel: 0761/208-3083
Fax: 0761/208-3099
E-Mail: led@lgrb.uni-freiburg.de
Internet: http://www.lgrb.uni-freiburg.de



http://www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb/do ... n_0108.pdf
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon merlin » Mo, 28.01.2008 21:58

Ei prima - dann sind die gar nicht zuständig?? Dann können wir auch auf den EMSC umstellen.....................
Lieber Gott… gib mir die Weisheit
einige Menschen zu verstehen,
die Geduld sie zu ertragen,
die Güte ihnen zu verzeihen,
aber bitte gib mir keine Kraft…
denn wenn ich Kraft habe,
haue ich ihnen aufs Maul



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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon hansinator1 » Di, 29.01.2008 9:32

Merlin, das sehe ich schon lange so, aber Hammerhart, denen gehen die Ideen aus uns Niederzureden, das freut mich allerdings!
liebe DSK BONZEN !!! EUCH SOLL DER BLITZ BEIM SCHEI... TREFFEN!!! Bild
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon WSchaefer » Mo, 11.02.2008 0:20

.....wieder nachgefragt in Freiburg:

Gesendet: Sonntag, 3. Februar 2008 12:03

> Betreff: Beben vom 2.2.08
>
> Regierungspräsidium Freiburg
> Landesamt für Geologie, Rohstoffe
> und Bergbau
> Albertstraße 5
>
> 79104 Freiburg im Breisgau
>
> Sehr geehrte Damen und Herren,
>
> irgendwie habe ich das Gefühl, dass Ihre Instrumente nicht mehr richtig
> funktionieren. Sie müssen das mal erlebt haben, so mir nichts dir nichts
> aus dem Schlaf gerissen zu werden. Das Tollste oder Traurigste daran ist,
> dass man den Verursacher kennt und nichts dagegen getan wird. Zu allem Ãœbel
> wird die DSK (oder RAG) scheinbar noch durch Ihre fehlenden oder falschen
> Angaben unterstützt. Siehe:
> Nahbeben>> Local/Regional Event Automatic mode Seismogramme
> DATE EARLIEST_ARRIVAL_TIME
> 080202 1:46:15.98
> ......es fehlen die Angaben!!!!!
> und schauen sie mal hier:
> http://www.emsc-csem.org/index.php?page=current⊂=filter&start_date=2000-01-01&end_date=2008-12-31&min_lat=49.3&max_lat=49.7&min_long=6.7&max_long=7.1&min_depth=&max_depth=&min_mag=&max_mag=
>
> Mir und weiteren über 100.0000 Menschen in unserer Region stellen sich da
> die Haare zu Berge. Was geschieht hier mit den Daten? Früher waren Ihre
> Messungen wenigsten da, wenn auch niedriger angegeben als bei anderen
> seismographischen Messstationen!
>
> Mit freundlichen Grüßen
> W.Schäfer
> Saarwellingen


...und hier die erstaunliche Antwort:

-------- Original-Nachricht --------
Datum: Tue, 5 Feb 2008 14:09:28 +0100
Von: Landeserdbebendienst <led@lgrb.uni-freiburg.de>
CC: office@lgb-rlp.de, abteilung9@rpf.bwl.de
Betreff: Ihre Anfrage AZ 4784//08_943

Sehr geehrter Herr Schäfer,

vielen Dank für Ihre Mitteilung zum Beben vom 2.2.08 um 2:46 mit Epizentrum im
Saargebiet.
Es gibt verschiedene Gründe, warum die automatische Bestimmung von Ort und
Stärke eines Erdbebens nur unvollständige Angaben liefern kann. Diese Gründe
sind durchweg technischer Natur, z.B. welche Daten (in welcher Qualität) in
den fünf ersten Minuten nach einem Beben zur Verfügung stehen. Unsere
Seismometerstationen sind für Beben in und um Baden-Württemberg optimiert,
das Saargebiet liegt für eine sichere und vollständige Erfassung schon zu
weit außerhalb.
An der Empfindlichkeit hat sich aber seit etlichen Jahren
nichts geändert.
Mit den Angaben des EMSC haben Sie eigentlich die gewünschte Information
vorliegen, oder nicht?

Auf deutscher Seite ist das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz
(http://www.lgb-rlp.de) seismologisch für das Saarland "zuständig". Leider finden
Sie ausgerechnet das fragliche Ereignis vom Samstag dort auch nicht. Trotzdem
wenden Sie sich bitte mit Fragen zum Saargebiet zukünftig dorthin.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. St. Stange

------
Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau
Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Freiburg
Landeserdbebendienst
Albertstraße 5
D-79104 Freiburg i. Br.

Tel: 0761/208-3083
Fax: 0761/208-3099
E-Mail: led@lgrb.uni-freiburg.de
Internet: http://www.lgrb.uni-freiburg.de



....obige Info leiteten wir an Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen weiter

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Erdbebenwerte, die Sie nach jedem Abbau bedingten Beben angeben, erhalten Sie vom Seismometer in Freiburg. Da es schon häufiger vorgekommen ist, dass für uns spürbare Beben vom Landeserdbebendienst Freiburg nicht angegeben wurden, oder Beben ab einer Stärke von 3,0 auf der Richterskala in Freiburg mit geringeren Wertzahlen angegeben wurden, als von Seismografischen Stationen in unserer Nähe, schrieb ich die Uni Freiburg diesbezüglich an. Die Antwort füge ich Ihnen hiermit bei, denn es ergibt sich hieraus, dass der Seismograf der EMSC durch seine geografische Nähe zum Erdbebengebiet um Saarwellingen besser zur Erdbebenstärkemessung geeignet ist. Die Freiburger Seismometerstationen sind nach deren eigenen Angaben "für Beben in und um Baden-Württemberg optimiert,
das Saargebiet liegt für eine sichere und vollständige Erfassung schon zu
weit außerhalb."
Im Sinne einer wahrheitsgetreuen Berichterstattung wären daher die Werte des EMSC oder des "zuständigen" Landesamtes - zumindest im Vergleich zu den Freiburger Werten - aufschlussreich. Zahlreiche Menschen in unserem Gebiet leiden unter den inzwischen fast täglichen Beben, werden aber mit ihrem Empfinden nicht ernst genommen, weil über viele Beben nicht berichtet wird, bzw. starke Beben verharmlost dargestellt werden. Wenn Sie hier recherchieren, werden Ihnen die großen Unterschiede zwischen EMSC und Freiburg auffallen!
Mit freundlichen Grüßen
W.Schäfer


.......bisher erhielten wir keine Antwort!
S und W Schäfer
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon merlin » Mo, 11.02.2008 9:21

Vielen Dank für Eure Mühe - ......................Bild

Habs weitergeleitet.. :)
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon WSchaefer » Mo, 18.02.2008 10:49

Liebe Miterschütterten,
nach dem heutigen Beben um 9.11 Uhr habe ich die Polizeiinspektion in Lebach angerufen, die erstaunt war, weil Freiburg kein Beben gemeldet hatte. Wieder nicht - aber das kennen wir ja schon! Ebenso erging es mir, als ich den Saarländischen Rundfunk anrief. Es habe sich noch niemand gemeldet, es habe doch gar kein Erdbeben gegeben! Ich verwies auf die Ergebnisse des EMSC und auf unser Schreiben, in dem wir auf den Antwortbrief der Uni Freiburg hinwiesen. Keine Chance ... Erdbeben die in Freiburg nicht registriert sind gibt es für Polizei und Medien einfach nicht!
Ich habe unten stehende Mail an den Saarländischen Rundfunk (info@sr-online.de) gesendet!
S. Schäfer



Sehr geehrte Damen und Herren,

Bezug nehmend auf unser heutiges Telefonat sende ich Ihnen einen Link, der Sie direkt zu den Daten des EMSC führt. Hier ist das Erdbeben von heute, 9.11 Uhr mit 2,3 auf der Richterskala angegeben:
http://www.emsc-csem.org/index.php?page ... =&max_mag=


EMSC

Magnitude ML 2.3 Region GERMANY
Saar Mining District
Date time 2008-02-18 at 08:11:47.0 UTC
Location 49.4 N ; 7 E
Depth 10 km
Distances 17 km N Saarbrücken (pop 181,227 ; local time 09:11 2008-02-18)
3 km E Eppelborn (pop 18,079 ; local time 09:11 2008-02-18)

Bezüglich unterschiedlicher Messergebnisse der Erdbebenwarte Freiburg und des EMSC sende ich Ihnen den Antwortbrief des Landeserdbebendienses der Uni Freiburg, woraus sich erklärt, dass hier deutlich gespürte, aber in Freiburg nicht gemessene Erdbeben bei anderen Messstationen verzeichnet sind: Die Seismometerstationen der Uni Freiburg sind für Beben in und um Baden-Württemberg optimiert, das Saargebiet liegt für eine sichere und vollständige Erfassung schon zu weit außerhalb!



-------- Original-Nachricht --------
Datum: Tue, 5 Feb 2008 14:09:28 +0100
Von: Landeserdbebendienst <led@lgrb.uni-freiburg.de>
CC: office@lgb-rlp.de, abteilung9@rpf.bwl.de
Betreff: Ihre Anfrage AZ 4784//08_943

Sehr geehrter Herr Schäfer,

vielen Dank für Ihre Mitteilung zum Beben vom 2.2.08 um 2:46 mit Epizentrum im Saargebiet.
Es gibt verschiedene Gründe, warum die automatische Bestimmung von Ort und
Stärke eines Erdbebens nur unvollständige Angaben liefern kann. Diese Gründe
sind durchweg technischer Natur, z.B. welche Daten (in welcher Qualität) in
den fünf ersten Minuten nach einem Beben zur Verfügung stehen. Unsere
Seismometerstationen sind für Beben in und um Baden-Württemberg optimiert,
das Saargebiet liegt für eine sichere und vollständige Erfassung schon zu
weit außerhalb. An der Empfindlichkeit hat sich aber seit etlichen Jahren
nichts geändert.
Mit den Angaben des EMSC haben Sie eigentlich die gewünschte Information
vorliegen, oder nicht?
Auf deutscher Seite ist das Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz
(http://www.lgb-rlp.de) seismologisch für das Saarland "zuständig". Leider finden
Sie ausgerechnet das fragliche Ereignis vom Samstag dort auch nicht. Trotzdem
wenden Sie sich bitte mit Fragen zum Saargebiet zukünftig dorthin.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. St. Stange

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Albertstraße 5
D-79104 Freiburg i. Br.

Tel: 0761/208-3083
Fax: 0761/208-3099
E-Mail: led@lgrb.uni-freiburg.de
Internet: http://www.lgrb.uni-freiburg.de


Ich bitte Sie daher nochmals freundlich um Berücksichtigung der Werte anderer seismographischer Stationen!
In der Realität sieht die Situation hier im Raum Saarwellingen nämlich noch schlimmer aus, als es die Erdbebenwerte der Uni Freiburg bereits erkennen lassen. Wir sind inzwischen täglich von Erdbeben betroffen, die mal schwächer, aber häufig stärkeren Ausmaßes sind!
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon Hansor » Mo, 18.02.2008 11:26

Kann ich nicht ganz verstehen. Das Beben ist doch bei Freiburg - ebenfalls mit 2,3 - registriert; und das war es auch schon vor etwa einer Stunde.
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon WSchaefer » Mo, 18.02.2008 12:23

Als ich das heutige Beben bei Polizei und Saarländischem Rundfunk meldete (zwischen 9.30 und 10.00 Uhr), war es bei der Erdbebenwarte Freiburg noch nicht gemeldet ... damit argumentierte auch die Polizei und die freundliche Dame des Saarländischen Rundfunks. Daraufhin schrieb ich o.g. Brief und wies auf die Werte des EMSC hin. In dieser Zeit habe ich die Freiburger Werte nicht mehr überprüft.
Ist ja gut, dass die Freiburger das Beben jetzt auch melden, wenn auch mit einiger Verspätung. Dies zeigt, dass die "menschlischen Seismographen" doch besser funktionieren, als die teuren Geräte!
Habe den SR nochmals informiert, diesmal über die Werte aus Freiburg. Bis jetzt hörte ich im Radio noch keine Meldung über das Beben von 9.11 Uhr!
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon Hansor » Mo, 18.02.2008 12:42

Danke für die Info !! :lol:
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon sumsum » Mo, 18.02.2008 13:29

Bei der Saarbrücker Zeitung Online wird bereits darüber berichtet.

Kohleabbau in Grangeleisen löst Beben aus
Mit einer Stärke von 2,3 auf der Richterskala kam es heute Morgen um 9.11 Uhr erneut zu einem bergbaubedingten Beben. Wie die RAG Deutsche Steinkohle AG mitteilte, lag die Ursache nicht beim Kohleabbau in der Primsmulde Süd, sondern im Flöz Grangeleisen. Demnach betrug die maximale Schwinggeschwindigkeit 1,4 Millimeter pro Sekunde, gemessen im Schwalbacher Ortsteil Hülzweiler.



http://www.saarbrueckerzeitung2.de/geonews/show.phtml?nID=GDO1QF0U4.4
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon david » Mo, 18.02.2008 22:44

Ich hatte es schon mal an anderer Stelle geschrieben, aber möchte es doch noch einmal erwähnen. Der EMSC hat hier keine eigenen Stationen. Er wertet die Seismogramme angeschlossener Erdbebendienste aus. Auch die Aufzeichnungen aus dem doch arg gescholtenen Freiburg. Auch das Beben von 2008-02-18 at 08:11:47.0 UTC ist ausschließlich aus Messwerten aus Freiburg abgeleitet. Das läßt sich leicht an den detaillierten Infos zu dem Beben sehen: http://www.emsc-csem.org/index.php?page=current&sub=indepth&id=AQS93;LED
Ich kann es ja gut verstehen das man gerne höhere ML Werte sieht, aber das ist nach meiner Meinung noch lange kein Grund eine außenstehendes Institut zu diffamieren (z.B. als DSKburg).
Denn es hat noch nie genutzt den Ãœberbringer der schlechten Nachricht zu bestrafen.
Wobei ich mir durchaus vorstellen kann das Freiburg froh ist jetzt etwas aus der Schusslinie zu kommen und für jedes Beben hier im Saarland die Verantwortung zu übernehmen. Das lese ich zumindest recht deutlich aus ihrem Antwortschreiben weiter oben im Thread.
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon WSchaefer » Do, 13.03.2008 22:05

Erdbeben im saarländischen Bergbaugebiet
DATUM : 23.2.2008
HERDZEIT : 15:30:56.1 (GMT)
BREITE : 6,862º Ost
LÄNGE : 49,389º Nord
TIEFE : ca. 1 km
MAGNITUDE : 4,1
---------------------------------------------------------------------------------------------
Letzte Modifikation: 03.03.2008 12:00 MESZ
Am 23. Februar 2008 hat sich im saarländischen Bergbaugebiet ein Erdbeben mit einer Magnitude (ML) von 4,1 ereignet. Bei dem Ereignis wurden zahlreiche Gebäude beschädigt. Es gab zwar keine ernsthaft Verletzten, aber die Verunsicherung der von dem Erdbeben betroffenen Bevölkerung war sehr groß.

Das Ereignis wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit durch den Kohlebergbau ausgelöst, weshalb die Bergbauaktivitäten auf Anordnung der saarländischen Landesregierung vorerst unterbrochen wurden. Bereits in der Vergangenheit war es zu zahlreichen Ereignissen in dem Gebiet gekommen, die jedoch eine Magnitude von 3,7 bisher nicht überschritten hatten.
Bild

Hier findet Ihr noch mehr: http://www.seismologie.bgr.de/sdac/erdb ... 3_deu.html
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon Tina » Do, 13.03.2008 22:23

Also wenn ich das richtig verstanden habe, wurden in der Nähe von Merlebach noch ca. 2 Jahre nach Schließung der Grube Erdbeben gemessen.
Dann können wir uns ja noch auf einiges gefasst machen :roll:
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Re: Erdbebenwarten

Beitragvon WSchaefer » Fr, 14.03.2008 15:59

Weitere Infos von der Erdbebenwarte des Landesamtes für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz:
Ensdorf ist Spitzenreiter:

http://www.lgb-rlp.de/ereignisse.html
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