Fakten zur Aufklärung

Sagen Sie Ihre Meinung zu den Erdbeben und dem Kohleabbau

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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon Stefan » Sa, 01.03.2008 19:23

Hallo,

@sachlicher74: Kann es sein das Du für die eine Hydrofrac-Firma arbeitest? Evtl. auch 1974 geboren bist? Oder irre ich, ne ich irre nicht!
Grüße aus Saarwellingen,
Stefan
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon T.G. » Sa, 01.03.2008 20:34

Sachlicher74 hat geschrieben:
Einweiteres Mal ein Bestätigung für mich, dass in diesem Forum sachliche Informationen benötigt werden.

@ "Sachlicher 74"
was willst Du uns hier eigentlich vermitteln?
Verschwende doch nicht deine Zeit!
Wir wollen dass Schluss ist mit dem Erdbebenterror
und der Zerstörung unserer Heimat!

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„Es gibt schweigsame Menschen,
die interessanter sind als die besten Redner.“

Zitat: Benjamin Disraeli

Ps. "Sachlicher74" Du redest hier eindeutig zu viel!
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon seabeben » Sa, 01.03.2008 21:02

T.G. hat geschrieben:@ "Sachlicher 74"
was willst Du uns hier eigentlich vermitteln?
Verschwende doch nicht deine Zeit!
[/color]

@TG so rein gefühlsmäßig macht Sachlicher74 auf mich den Eindruck,daß er ein Gewissen hat,das er versucht mit sich ins Reine zu bringen (reine gefühlmäßige Vermutung,bin halt Frau :wink: ,wenn dem nicht so ist,kannst mich gerne korrigieren,Sachlicher)
Dafür spricht auch,daß er sich auch so garnicht auf die Emotionen hier einlassen will...aber du hast Recht,TG, es hilft uns momentan nicht weiter..wir wollen definitiv umdenken.
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon ich » Sa, 01.03.2008 21:33

Immer wenn uns in den letzten Jahren jemand zur "Sachlichkeit" aufgefordert hat, wurden anschließend verharmlosende/falsche Prognosen abgegeben, man hat uns Arbeitsplatzzahlen an den Kopf geworfen, welche die Bäckernachfahren in der 7. Generation berücksichtigten, und und und.

Solanger er hier etwas von "Sachlichkeit" erzählt und die aktuellen Geschehnisse nicht diskutieren will - also einfach ausklammert - ist er eh nicht ernst zu nehmen. Sachlich sein kann man nur, wenn man ALLE Parameter wertet.

Welche Motivation er hat hier derart aufzutreten kann ich nicht sagen. Vielleicht liegst du richtig. Mehr als verlorene Zeit ist bislang meines Erachtens nach nicht rausgekommen.

In diesem Sinne: Seabeben und T.G.: Ich bin eurer Meinung :)
Mit freundlichem Hört Auf
Ich

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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon WSchaefer » Sa, 01.03.2008 22:28

An Sachlicher74:
Wir gehen nicht weiter auf den Text von heute, 01.03.08, 18.32 Uhr ein. Wer sich ein Bild machen will, schaut einfach die Sendung "Abenteuer Wissen" an und wird sehen, dass wir sachlich darüber berichtet haben. Hier weitere "Fakten zur Aufklärung" aus dem besagten Fernsehbericht:

Abenteuer Wissen – Zähmung unterirdischer Kräfte / 20.02.2008:

"Auch hier (im Ruhrgebiet) müssen die Menschen für immer und ewig mit den Folgen des Bergbaus leben. Dramatische Zustände in Altendorf (Nordrhein Westfalen): Hauswände und Mauern reißen auf, Fundamente geraten in Schieflage, Gebäude sinken ab und brechen auseinander. Die Menschen sind alarmiert und fürchten noch Schlimmeres. Die ganze Gegend versinkt. In den letzten 30 Jahren ist der Boden schon um 9 Meter abgesackt. Verkehrte Welt.
O-Ton eines Bürgers: „Es ist nicht normal, dass die Bäche mehrere Meter über Niveau laufen. Früher sind wir zum Bach hinunter gegangen, heute müssen wir zum Bach hinauf klettern!“
Durch die enormen Bodenabsenkungen verläuft kein Gewässer mehr wie früher. Einige Bäche münden in Senken. Damit sich das Wasser nicht staut, muss es ständig abgepumpt und in die Flüsse geleitet werden. Die sind zum Teil schon eingedeicht und höher gelegt, um Überschwemmungen zu verhindern.
Die Gründe der weiträumigen Absenkung liegen 1000 Meter tief unter der Erde.
Die ausgedienten Schächte des Steinkohlebergwerkes Lippe stürzten nach und nach ein. Das darüber liegende Gebiet sackt weiträumig ab in großen Teilen sogar bis weit unter den Grundwasserspiegel. Dem Gebiet droht die komplette Überflutung.
Altendorf ist kein Einzelfall. Das gesamte Ruhrgebiet ist unterhöhlt. Große Teile sind abgesackt und würden unter Wasser stehen, wären nicht hunderte von Pumpen rund um die Uhr im Einsatz.
Und unter Tage kommt noch ein weiteres Problem hinzu:
Auch tief in den ehemaligen Bergwerksschächten sammelt sich Wasser, genannt Grubenwasser. Es fließt aus den Poren der Stollenwände meist stark mineralisiert, oft sauer.
Um die Statik nicht zu gefährden und das Grundwasser sauber zu halten muss auch dieses gigantische Geflecht aus Schächten und Stollen trocken gehalten werden.
Im Ruhrgebiet gibt es dazu mehrere zentrale Sammelstellen. Dort wird das Grubenwasser eines Gebietes hingeleitet und nach oben gepumpt.
Auf viele Notfälle ist man vorbereitet. Wenn eine Pumpe ausfällt wird in der Steuerwarte in Herne sofort Ersatz aktiviert. Von hier aus wird das ehemalige Kohlerevier überwacht.
Auch für einen Stromausfall ist man gerüstet, dann greifen Notstromaggregate.
O-Ton Hans-Joachim Haskes (Zentrale Wasserhaltung Herne): „Man kann schon davon ausgehen, dass wir, wenn wir einen Ausfall von 3-4 Stunden hätten, keine großen Probleme kriegen würden!“
- Und bei einem Blackout das länger dauert, wie 2005 im Münsterland?
Herr Haskes lacht: -„Wir gehen davon aus, dass das nicht passiert!“
Harte Tatsachen für die Menschen im Ruhrgebiet. Unsicherer Boden so weit man schaut und immense Kosten bis in alle Ewigkeit.
Die Pumpen, die dem ausgehöhlten Land letzte Stabilität sichern, verbrauchen die Energie eines ganzen Kraftwerkes, selbst wenn einmal keine Steinkohle mehr gefördert wird. Die Spätfolgen des Kohleabbaus werden kein Ende nehmen."

Weitere Informationen im Internet unter folgendem Link:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/ ... Popup=true

Wir haben inzwischen den Verdacht, dass "sachlicher74" mit seinen Beiträgen eigene - evt. wirtschaftliche (?) Zwecke verfolgt!?!
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon Sachlicher74 » So, 02.03.2008 0:00

*schuettel kopf*

"stefan", "ich" und "wschaefer": man erkläre mir bitte mal welchen sinn es machen sollte ausgerechnet hier "klinken zu putzen"? ist hier ein firmenname gefallen, eine aufforderung zur auftragserteilung oder sonst irgendetwas in dieser richtung?
für mich grenzt es an paranoia, dass jeder der hier nicht ins gleiche horn stößt, unter generalverdacht gestellt und mit verdächtigungen belegt wird

Zitat wschaefer:"Wir gehen nicht weiter auf den Text von heute, 01.03.08, 18.32 Uhr ein"
warum nicht? wenn ich deiner meinung nach etwas falsches gesagt habe, warum nicht dagegen sprechen?
ich bin durchaus einsichtig und bereit einen fehler einzugestehen, habe ich (glaube ich als einziger) hier auch schon getan.

ich finde es bezeichnend, dass ich argumente und äußerungen aufnehme, im gegenzug anfeindungen ernte

hat einer der zuletzt kritischeren teilnehmer hier einmal eingestanden, dass er etwas nicht korrekt wiedergegeben hat?
ich finde es schade, dass die leute mit kindergarten-rhethorik hier die oberhand gewinnen, und vernünftige leute mit interesse untergehen.
wenn es hier nur darum geht dampf abzulassen, bin ich in der tat hier falsch und hab "zuviel geredet" (hallo t.g., es lebe die meinungsfreiheit)
um es mal auf den punkt zu bringen: in diesem "forum" geht es leider nicht um austausch von informationen sondern emotionen. warum wird das nicht offen ausgesprochen? dann kann ich mir wirklich die mühe sparen.

@ seabeben
danke für die aufforderung zur erwiderung (meine ich ernsthaft!)
ich habe keinen grund ein schlechtes gewissen zu haben. ich persönlich habe mit der steinkohle-industrie nichts am hut. deren fortbestand bringt mir jobtechnisch nicht die bohne.
ich sehe aber in der tat die grundsätzliche notwendigkeit für bergbau. und auch auf die gefahr wieder zu provozieren:
jeder der das GRUNDSÄTZLICH anders sieht, glaubt dass der strom aus der steckdose kommt und das gas für die heizung aus der leitung.
was meint ihr eigentlich in wievielen Produkten des Alltags ein Grundstoff aus dem Bergbau stammt? Ihr würdet euch wundern...
mal abgesehen von der stromerzeugung, hier mal nur als beispiel: http://www.bergbau.tu-clausthal.de/schu ... austudium/
aber ich kann mir die Reaktion schon vorstellen: "jaahhaa, was soll man auf der internetseite eines bergbauinstituts schon anderes erwarten!"
ich kann mich nur wiederholen. manche lesen nur das aus meinen beiträgen raus, was sie lesen wollen...

ach ja: als lobbyist der dsk und vertreter eines frac-unternehmens habe ich nichts besseres zu tun als mir das wochende und die abende mit solchen diskussionen um die ohren zu schlagen und mich deswegen mit meiner frau anzulegen. nach drei bis gefühlten 10 bier bin ich jetzt wirklich stinkig und gebe langsam meine sachlichkeit auf *weiße fahne zeig* . was glaubt ihr eigentlich warum ich von anfang an gesagt habe, dass ich mich in keine grundsatzdiskussionen reinziehen lassen will? ich könnt mir in den arsch beissen, dass ich es doch getan habe....
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon ich » So, 02.03.2008 8:10

Wieder einmal ein Paradebeispiel, wie versucht wird uns die Worte im Mund herumzudrehen. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass hier so gut wie niemand etwas gegen Bergbau hat. Mit ein Grund warum man sich immer wieder darüber mokiert als Bergbaugegner dargestellt zu werden - was einfach nicht richtig ist. Wir sind hier Betroffene und gegen einen Bergbau, welcher nicht Mensch und Natur ruiniert, gäbe es keine Einwände.

Wogegen hier allerdings die meisten sein werden, ist ein beispielloser Raubbau, wie er hier seit wenigstens 15 bis 20 Jahren stattfindet. NACHWEISLICH waren alle mir bekannten und im Rahmen von Genehmigungen angestellten Prognosen der letzten Jahrzehnte im Nachhinein falsch. Angefangen bei Fürstenhausen, welche wohl die ersten waren, welchen man erzählte der Abbau im Bruchversatz würde sich kaum negativ gegenüber dem vorher praktizierten Blasversatz auswirken.

In diesem Kontext wirkt auch die Aussage der IGBCE auf eine "2. Chance" geradezu blamabel. Bis es zur Katastrophe kam hatte der Bergbau mindestens schon 20 Chancen, auch mit ähnlich schlimmen Beben. Man muss nur mal an die Beben zwischen 50 und 72mm/S in Falscheid denken. Das Bergamt hat jedesmal die Augen vor der Vergangenheit verschlossen und auf Teufel komm raus immer wieder genehmigt, was die Glaskugelleser und Schöneweltversprecher in die Antragsunterlagen geschrieben haben. Sogar Sroka hatte die falschen Berechnungen mit Cadberg in seinem Gutachten - wobei Cadberg richtig rechnet, wenn man die richtigen Parameter berücksichtigt!

Hinzu kommt erschwerend, dass man schon seit Jahrzehnten die Steinkohle-Bergbau-Beschäftigten mit vollen Bezügen hätte zuhause lassen können, anstatt hier zehntausenden von Menschen Altersvorsorge und Gesundheit zu ruinieren.

Nun mit einem Studium zu kommen, welches selbst zunächst einmal mit Materialien wirbt, die weder höchstsubventioniert sind, noch durch schlimmsten Raubbau die Menschen belasten und das mit dem menschenunwürdigen Umgang dieses Unternehmens mit uns hier gleichzustellen, ist wirklich das Allerletzte.

Wieder wird klar: Sobald sich die aufgrund eigener Aussage "Sachlichen" dazu bewegen lassen, die verheerenden Zustände hier vor Ort nicht auszuklammern, sind sie argumentativ am Ende.

In diesem Sinne... Lasst uns die ewig gestrigen vergessen und gemeinsam dafür sorgen, dass eine sinnvolle Lösung für alle gefunden wird!
Mit freundlichem Hört Auf
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon seabeben » So, 02.03.2008 9:26

@Sachlicher..hmmm...es wundert mich halt nur Dein Interesse. Sowas bin ich nicht wirklich gewohnt,daß Jemand bei dem Thema völlig uneigennützig (und nicht als Betroffener)auf dieser Seite ist.Verzeih ,wenn wir Dir damit unrecht tun
Andererseits muß ich Dir wohl erklären,daß wir hier eher nicht daran interessiert sind, einen weiteren Bergbau unter unseren Gemeinden haben zu wollen (dürfte mit ein klein wenig Einfühlungsvermögen wohl klar sein; sorry ,daß ich Dich wieder ins Emotionale ziehe,aber das bestimmt z.B. mein Familienleben und die Nächte meiner Kinder).
Versuche, Bergbau hier und ein halbwegs "normales" Leben für die Anwohner hier unter einen Hut zu bringen sind ja schon seit Jahren gescheitert...für mich ist diese "Experiment "beendet!
Mich persönlich interessieren eher Alternativen zu solchen Mißständen,wie wir sie hier hatten...ich mag nicht mehr zurück...
in diesem Sinne,wie Jemand hier im Forum so schön bemerkte: GLück vorraus :wink:
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon Sachlicher74 » So, 02.03.2008 9:58

Guten morgen zusammen und insbesondere "ich"

ich möchte mal gerne ein paar ganz konkrete Antworten erhalten:
Zitat "Ich":
"Wieder wird klar: Sobald sich die aufgrund eigener Aussage "Sachlichen" dazu bewegen lassen, die verheerenden Zustände hier vor Ort nicht auszuklammern, sind sie argumentativ am Ende."
Für was genau argumentiere ich denn hier, welche Forderung habe ich hier aufgestellt?
Keine... Ich wollte mich zur Verfügung stellen, um technische Fragen zu beantworten, und ich habe danach versucht mich aus der zunehmenden Ideologisierung hier rauszuhalten. Warum ich das hier alles mache hab ich in verschiedenen Beiträgen hier glaub ich erläutert.

und wo hier habe ich mich für die Fortsetzung des Abbaus im Saarland ausgesprochen?

mal was anderes:
Warum wurden deiner Meinung nach "vor Jahrzehnten die Bergleute nicht nach Hause geschickt"?
Die Antwort würde mich wirklich (ernsthaft) interessieren.

zum Vorwurf mit dem externen link:
Damit sollte nur ein Einblick in die Notwendigkeit des Bergbaus allgemein bezweckt werden, nachdem ein anderer Teilnehmer meinte, mit Beispielen aus aller Welt und anderen Zweigen argumentieren zu können (unzulässig wie ich finde)
Insofern hab ich gar nichts gleichgestellt mit den Folgen im Saarland lieber "ich", das ist eine böswillige Unterstellung!
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon Stefan » So, 02.03.2008 10:23

Sachlicher74 hat geschrieben:
ich sehe aber in der tat die grundsätzliche notwendigkeit für bergbau. und auch auf die gefahr wieder zu provozieren:
jeder der das GRUNDSÄTZLICH anders sieht, glaubt dass der strom aus der steckdose kommt und das gas für die heizung aus der leitung.
was meint ihr eigentlich in wievielen Produkten des Alltags ein Grundstoff aus dem Bergbau stammt?



Zum Glück gibt es oder wird es Alternativen geben, das werden so langsam auch die großen Lobbisten bemerkt haben.
Grüße aus Saarwellingen,
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon ich » So, 02.03.2008 11:09

Sachlicher74 hat geschrieben:ich habe danach versucht mich aus der zunehmenden Ideologisierung hier rauszuhalten

Wir kämpfen hier mit den Nachwehen einer Bergbau-Katastrophe. Jeder teilt nach bestem Wissen und Gewissen seine Meinung mit - auch was Alternativen zur Stromerzeugung angeht. Auf die Idee hieraus eine generelle Ideologisierung abzuleiten bin ich bisher nicht gekommen. Sicher ist allerdings: Strom kommt nicht aus der Steckdose und es ist sicher förderlich sich Gedanken darüber zu machen wie man sich eine zukünftige Stromversorgung vorstellt. Grundthema ist das hier aber bestimmt nicht.

Sachlicher74 hat geschrieben:und wo hier habe ich mich für die Fortsetzung des Abbaus im Saarland ausgesprochen?

Wo hat das jemand unterstellt?

Sachlicher74 hat geschrieben:Warum wurden deiner Meinung nach "vor Jahrzehnten die Bergleute nicht nach Hause geschickt"?

In Bayern hat man aus der Not heraus die Bergleute schon vor Jahrzehnten nach Hause geschickt. Was aus Bayern geworden ist kann man heute beeindruckend sehen. In NRW hat man schon vor vielen Jahren zu Gunsten des Bergbaus auf alternative - zukunftsfähige Industrie verzichtet. (http://www.handelsblatt.com/news/Defaul ... &_b=949264)

Zitat:

Die verhängnisvolle Monokultur, die den Kohlenpott Jahrzehnte beherrschte, war hausgemacht. Denn die Ansiedlung anderer Industriezweige wurde sogar blockiert, weil sich die Kohle ihren Einfluss auf Politik und Arbeiter nicht durch andere schmälern lassen wollte. Als Ford um 1960 ein neues Zweigwerk in Herten errichten wollte, schlossen sich Montanfirmen zusammen und kauften den Autobauern das Grundstück vor der Nase weg.

Anfang der 60er-Jahre wollte auch Opel ein Werk im Ruhrgebiet bauen – in Gelsenkirchen. Die Stadt lehnte das Angebot aber ab, weil die Arbeitskräfte dem Bergbau zur Verfügung stehen sollten.


Herausgekommen ist genau die Abhängigkeit von einer toten Industrie, wie wir sie heute kennen.

Sachlicher74 hat geschrieben:zum Vorwurf mit dem externen link:
Damit sollte nur ein Einblick in die Notwendigkeit des Bergbaus allgemein bezweckt werden, nachdem ein anderer Teilnehmer meinte, mit Beispielen aus aller Welt und anderen Zweigen argumentieren zu können (unzulässig wie ich finde)
Insofern hab ich gar nichts gleichgestellt mit den Folgen im Saarland lieber "ich", das ist eine böswillige Unterstellung!

Schön, dass wir das geklärt haben. Meinen Ausführungen ist denke ich ausreichend zu entnehmen, dass hier niemand oder wenigstens kaum jemand gegen Bergbau allgemein ist. Hieraus Böswilligkeit abzuleiten finde ich wiederum befremdlich. Wir sprechen hier ganz gezielt zunächst einmal über unsere eigene verfahrene Situation.
Mit freundlichem Hört Auf
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon bonobo » So, 02.03.2008 16:50

Hallo Sachlicher,

nachdem Du nun einige Leute mit sachlichen Infos versorgt hast - wirft sich vielen die Frage auf, weshalb Du das so vehemment verteidigst. Ich denke es ist nicht notwendig, zu bestreiten, daß Dein finanzielles Auskommen mit dieser Sache zu tun hat - ich kann mir kaum jemanden vorstellen, der soviel Zeit investiert, um Meinungen eines regionalen Forums zu versachlichen - obgleich der Tatsache, daß er mehrere Hundert Kilometer wegwohnt (eventuell hast auch zuviel Tagesfreizeit)

Ich denke zur Komplettierung Deiner Aussagen und Deiner Ausführungen wäre es dringend notwendig - einige Beben in Deinen eigenen vier Wänden mit Familie zu "erleben" - und das wohlweißlich der Tatsache, daß von gutverdienenden Vorständen und Verantwortlichen die Abbaustrategie (Einstreb-Technik) glorifiziert wurde, um die Beben zu "minimieren" - die Folge war ein Horror-Beben.

Den Menschen im Abbaugebiet wurde schon länger Besserung versprochen und das Ergebnis war, daß es immer schlimmer wurde - und nun wundert man sich tatsächlich, daß man nicht mehr Ernst genommen wird????

Du solltest einfach nicht so versteift sein, wenn in einem Forum mal -nicht ganz- die Wahrheit geschrieben wird - aber auch so ändert es nichts an der Tatsache, daß die Menschen einen Abbaustop wollen und auch haben müssen. Die Verantwortlichen haben den Berg(raub)bau nicht mehr im Griff. Zitat: "damit hätten wir nicht rechnen können". Da es mittlerweile auch nicht mehr "nur" um bedeutende Sachwerte sondern auch um Leben und Gesundheit geht, ist der Bergbau hier unberechenbar geworden und aus diesem Grund einzustellen!

bonobo
Zuletzt geändert von bonobo am So, 02.03.2008 17:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon Joerg » So, 02.03.2008 17:26

Ich bin das ganze Gejammere einfach nur satt!

Die DSK hat Scheisse gebaut und dafür müssen sie bestraft werden.

Wer im Strassenverkehr sich nicht an die Regeln hält , wird auch bestraft!!!
Wer sich dann immer noch nicth daran hält, muss konsequenterweise dann den Lappen abgeben (gelle Jo Leinen!!! wie war das mit dem Chauffeur in Völklingen???)

Die Saarbergwerke/DSK/RAG/EVONIK hat seit vielen Jahrzehnten mit dem LEBEN, der GESUNDHEIT und dem GELD VIELER gespielt.
Irgendwann muss SCHLUSS sein!

Das irgendwann ist JETZT !!!

Woher dann der Strom kommt???
Wie hoch ist denn real der Anteil am Gesamtbedarf, der über die Saarkohle gedeckt wird???
8%, oder noch weniger????
Die Energiewirtschaft hat doch mehrfach bestätigt, dass hier in Mitteleuropa mehr Strom erzeugt wird, als wir verbrauchen, die Tendenz ist auch in den nächsten Jahren noch so!
Dass es immer noch Kraftwerke mit einem unterirdischen Wirkungsgrad gibt , wer ist das wohl schuld???

Dass in Frankreich und in Ostbelgien auch tagsüber die Autobahnen beleuchtet sind, wer ist das denn schuld??

Es wird Strom produziert auf Teufel komm raus.

Es wird mittels Subventionen Kohle gescheffelt, auf Teufel komm raus.

Es wird so wenig nach Alternativen geforscht,wie es nur geht! Wer ist das denn schuld??

Es gibt zu all diesen Fragen nur eine Antwort:

die Energieversorger!!! Die DSK/RAG/EVONIK gehört da auch dazu!!!!

Sie haben schon immer etwas gegen eine ökologische und ökonomische Stromerzeugung einzuwenden gehabt und ihre Machtposition erfolgreich verteidigt.

Regenerative Engerigen sind deshalb nicht in ausreichendem Masse verfügbar, weil genau diese Fraktion es bis dato erfolgreich verhindert hat, dass es sie gibt, und zwar so, wie wir sie mit dem Hinweis auf Nachhaltigkeit wirklich brauchen.
EVONIk, z.B., hat doch nie real in Solarenergie investiert, genausowenig wie EON, Vattenfall, etc.

Ich kann diese Diskussion einfach nicht mehr hören, weil sie ganz einfach am Thema vorbei geht.

Es kann nicht sein, dass ein Privatunternehmen den privaten Haushalten ihre Existenz zerstört!
Das darf nicht sein, das erlauben wir ja nicht mal der Politik (auch wenn sie intensiv darauf aus ist...)


DAHER:

SCHLUSS mit dem Wahnsinn, SCHLUSS mit dem KOHLEBERGBAU unter bewohntem Gebiet bzw. mit Beeinträchtigung des Umfeldes = Beeinträchtigung eines jeden EInzelnen!

DSK / EVONIK : G O HOME !!!
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon Joerg » So, 02.03.2008 17:39

ÃœBRIGENS:
wenn die DSK behauptet, das mit dem Beben hätte man nicht vorhersehen können, dann ist das eine verdammte L Ü G E !

Vor ein paar Jahren gab es eine ähnliche Situation in Polen!!!
Dort war die Tektonik ähnlich wie hier.

Dort gab es auch Beben.

Dort wurde dann der Kohlebergbau konsequent beendet,weil er nicht beherrschbar war und viel zu viele Risiken bestanden!

________________________________________________________________________________________

Aus meinem JOB kenne ich die sogl. FMEA = Fehler-Möglichkeits-Einfluss-Analyse

Das ist Standard und Pflicht in der Automobilindustrie!!!!

Die muss man zu jedem geplanten Prozess durchführen, bevor man ihn installiert!

Dort wird darüber nachgedacht, was, wann, wie und warum passiert/passieren kann.

Dann wird Schritt für Schritt überlegt, wie man das jeweilige Problem bzw. die jeweilige Ursache vermeiden kann.
Daraus entsteht ein sogenannter Massnahmenplan.

Im Falle der DSK wurde so was nicht vom Oberbergamt gefordert.
Der Leiter dieses Amtes, Hr. Schmitt, hatte es mir bei einem Termin in SB vor ca. 2 Jahren vor versammelter Runde bestätigt. Hr. Hans-Peter Georgi war bei diesem Gespräch auch dabei, genauso wie div. Bürgermeister der betroffenen Gemeinden.


Wenn man keine Abstellmassnahmen zur Fehlervermeidung hat, muss man dann folglich konsequent das Projekt einstampfen!

Daher: DSK: Lasst es sein, ihr habt schon so viel geknaupt, IHR könnt es nicht besser, IHR müsst die Finger von der Sache lassen, das ist eine Nummer zu gross für EUCH!

GEHT NACH HAUSE und bratet EUCH ein paar Spiegeleier auf dem DECKEL des Grubenschachtes!!!!
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Re: Fakten zur Aufklärung

Beitragvon T.G. » So, 02.03.2008 18:00

Joerg hat geschrieben:Ich bin das ganze Gejammere einfach nur satt!

100 % Zustimmung!
Hört auf ! Hört endlich auf !

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Deckel drauf und Bergwerk Saar dicht machen,für immer !
Wir haben genug gelitten !!!

T.G.
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