1100 NRW Bergarbeiter bei uns tätig

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Re: 1100 NRW Bergarbeiter bei uns tätig

Beitragvon DSKRentner » So, 02.03.2008 22:09

"Die Zahlen für die Subventionen sind doch relativ. Man kann meiner Meinung nach nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Zusätzlich muß man feststellen, daß man nicht Unrecht mit Unrecht oder Unsinn mit Unsinn rechtfertigen kann - will heißen daß ich keine Diskussion führe alla: Die bekommen mehr als wir - deswegen ist das bei uns in Ordnung."

Richtig; die Zahlen sind relativ. Nur habe nicht ICH hier angefangen mit den Subventionen, das wurde hier in den Raum geworfen und ich habe meine Meinung dazu kundgetan.

"Selbstverständlich kenne ich den Begriff des geltwerten Vorteils. Aber wenn Du das Darlehen in Anspuch genommen hast - hast Du es doch sicher getan, weil es trotz Steuern immer noch günstiger war, als bei der Bank - oder möchtest Du uns nun erklären, daß Du ein teuereres Darlehen genommen hast, um Deinen Arbeitgeber zu unterstützen???"

Als ich das Darlehen in Anspruch genommen habe war es günstig, unbestritten. Auch ein Bergmann kann und muss ein bissel rechnen.. Das ist heute aber nicht mehr der Fall. Man könnte jetzt hier noch andere Berufszweige anführen, die vergünstige Dienstwagen usw. fahren, aber das würde wohl wieder zuweit gehen.

"Und: Wahrscheinlich kannst Du auch froh sein, DSKRentner zu sein - denn als NICHT-Bergmann hättest Du wahrscheinlich noch ein paar Jahre "ackern" müssen, um die volle Rente zu bekommen..."

Ich erhalte meine volle Rente erst mit 60 Jahren, und dafür habe ich 35, davon 30 Jahre unter Tage gearbeitet, was bedeutet, ohne mal zwischendurch ein Fenster aufmachen bzw. mal ne anständige Toilette aufsuchen zu können.
Die Vorteile, die mir das heute bringt, gibt es nicht umsonst!
Wenn ich da an andere Berufszweige denke (Postboten bleiben mit 45 Jahren zu Hause, ich kenne Leute von der Telekom, die mit 52 in den Ruhestand gingen)...

Womit wir wieder beim falschen Thema wären!

@ Merlin
Ich habe nicht den Eindruck, dass wir uns hier zerfleischen, solange es keinerlei persönliche Angriffe gibt. Und die habe ich hier in dem Forum mir gegenüber noch nicht erlebt, was ich wirklich lobenswert finde!
Ich denke, eine vernünftige Diskussion hilft jedem hier - auch wenn es einigen Leuten mit Sicherheit in Anbetracht der Situation schwerfallen muss, einigermassen sachlich zu bleiben. Ich habe vollstes Verständnis für Leute, die zusehen müssen, wie ihr Lebenswert zerstört wird.

Gute Nacht und ein freundliches Glück - Auf!
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Re: 1100 NRW Bergarbeiter bei uns tätig

Beitragvon UnusualSuspect » So, 02.03.2008 22:43

Hi DSKRentner, danke für dein "ruhig Blut"! :D
Wie seiht es nun aus mit denn 1100 NRW'lern, gibt es die nun oder nicht? Der Beitrag in dem SZ-Forum sollte nicht als Quelle zitiert werden, denn sie basiert auf diesem Thread. Zumindest hat mit der Autor dieses Beitrags es so geschildert... :wink:
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Re: 1100 NRW Bergarbeiter bei uns tätig

Beitragvon tabby13 » So, 02.03.2008 23:49

DSKRentner hat geschrieben:Ich habe nicht den Eindruck, dass wir uns hier zerfleischen, solange es keinerlei persönliche Angriffe gibt. Und die habe ich hier in dem Forum mir gegenüber noch nicht erlebt, was ich wirklich lobenswert finde!


Genau so soll es sein.Es hilft doch alles nichts.Wir müssen uns zusammentun,um zu verhindern,dass euch Mitarbeitern von der DSK jetzt nicht das gleiche Unrecht widerfährt wie uns in den letzten Jahren. :wink:

Für einen Einigkeit aller Betroffenen,Betroffene und Arbeiter.:!:
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Re: 1100 NRW Bergarbeiter bei uns tätig

Beitragvon DSKRentner » Mo, 03.03.2008 0:02

UnusualSuspect hat geschrieben:Hi DSKRentner, danke für dein "ruhig Blut"! :D
Wie seiht es nun aus mit denn 1100 NRW'lern, gibt es die nun oder nicht? Der Beitrag in dem SZ-Forum sollte nicht als Quelle zitiert werden, denn sie basiert auf diesem Thread. Zumindest hat mit der Autor dieses Beitrags es so geschildert... :wink:


Hallo UnusualSuspect;
weder mir noch aktiven Mitarbeitern des Bergwerkes Saar, mit denen ich geredet habe, sind nicht mal 100, geschweige denn 1100 Ruhrpöttler bekannt, die hier arbeiten sollen. Und denen glaube ich mehr wie gewissen Quellen. Hier liegt meiner Meinung nach ein Interpretationsfehler vor, nur wer und wodurch der verursacht wurde entzieht sich meiner Kenntnis. Ich denke, das Ganze wird sich in nächster Zeit aufklären.

Schönen Abend noch und ein freundliches Glückauf! :-)
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Re: 1100 NRW Bergarbeiter bei uns tätig

Beitragvon UnusualSuspect » Mo, 03.03.2008 0:10

...dann warte ich einfach mal ab...wobei ich aus eigener Hand weiß, dass immer eine gewisse Anzahl von Ruhrpöttlern in Pensionen in Saarwelinge absteigen, die im Bergwerk arbeiten, aber nicht als REFA-Spezialisten, sondern Bergmänner oder Steiger. Aber 1100 werden das wohl eher nicht sein... Wie auch immer, die Zahlen werden ja eh von der Arbeitsagentur plausibilisiert, so lange sollten ma mal abwarten...
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Re: 1100 NRW Bergarbeiter bei uns tätig

Beitragvon DSKRentner » Mo, 03.03.2008 0:25

UnusualSuspect hat geschrieben:...dann warte ich einfach mal ab...wobei ich aus eigener Hand weiß, dass immer eine gewisse Anzahl von Ruhrpöttlern in Pensionen in Saarwelinge absteigen, die im Bergwerk arbeiten, aber nicht als REFA-Spezialisten, sondern Bergmänner oder Steiger. Aber 1100 werden das wohl eher nicht sein... Wie auch immer, die Zahlen werden ja eh von der Arbeitsagentur plausibilisiert, so lange sollten ma mal abwarten...


Das mit den REFA -Leuten warlediglich ein Beispiel, das mir persönlich bekannt ist. REFA - Spezialisten sind speziell ausgebildete Bergleute und Steiger, deren Fachabteilung sich an der Ruhr befindet und die bei Bedarf hier an der Saar für eine gewisse Untersuchung eine gewisse Zeit angefordert und einesetzt werden oder wurden. Natürlich kommen auch andere Personen aus dem DSK - Bereich hierher ins Saarland, bei speziellen Projekten oder ähnlichem, und die wohnen dann betriebsnah; genauso fahren auch Leute aus dem saarland an die Ruhr. Ich selbst war auch für mehrere Monate an der Ruhr eingesetzt.
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Re: 1100 NRW Bergarbeiter bei uns tätig

Beitragvon optimist » Mo, 03.03.2008 15:55

Hallo Forum

heimatlos hat geschrieben:
Warum soll Herr Schade im SR sagen, dass bei Nachforschungen seiner Mitarbeiter herauskam, dass hier 1100 Bergleute aus NRW im Saarland arbeiten. Du denkst auch, einfach mal was gesagt und wenn es nachher nicht stimmt, auch nicht schlimm?
Mit zweifelhaften Aussagen und weiteren geplanten Versuchen werden wir von anderen Herren zur Zeit vollgetrönt, aber hier sprechen wir von Herrn Otto Schade, Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit, Rheinland-Pfalz/ Saarland, auch wenn diese Aussage von Herrn Schade der RAG/ DSK nicht gefällt.

Herr Schade hat die Zahlen abgelesen, die ihm überreicht wurden, ob wissentlich oder unwissentlich.
Meiner Meinung nach wird hier bewusst versucht, die Situation im Lande als gar nicht so schlimm darzustellen, wie sie ist, Ablenkung pur. Es wird den Medien viel zu viel geglaubt.
Herr Georgi ist ja auch daueroptimistisch, obwohl er in seiner Amtszeit da auch nichts regeln konnte.
Ich bin kein Hellseher, aber passt mal auf, wie viele widersprüchliche Zahlen in der nächsten Zeit auftauchen, geschönt von der Politik, dementiert vom Unternehmen.
Aktuelles Beispiel einer Manipulation: der Rundfunk meldet gerade, dass über 1000 Begbaubetroffene bei der Evonik in NRW die schnelle Regulierung ihrer Schäden fordern. Sonst kein Wort über andere Forderungen. Das wirkt auf den Unbeteiligten in der Sache nicht kundigen Zuhörer wie Eigennutz.

bonbobo hat geschrieben:
Aber auch die Bergleute sollten endlich mal behandelt werden, wie andere Arbeitnehmer auch (Stichwort Gleichbehandlung). In anderen Branchen wird kein so großes Tara um Massenentlassungen gemacht - ich erinnere nur mal an Henkel, Siemens, BMW, Nokia und so weiter. Wer fragt denn nach deren Existenzen oder Familien oder Verbindlichkeiten? Es gibt auch sonst nirgendwo solche exorbitanten Subventionen, wie im Bergbau.

Unglückliche Denkrichtung meiner Meinung nach. Hier kommt der negative Volkssport, Leute zu entlassen trotz Gewinnmaximierung als positives Beispiel rüber.
Es ist absolut nichts positives an Arbeitslosigkeit, egal wer - egal wo. Hier müssen alle erdenklichen Maßnahmen in Wege geleitet werden, um die Mitarbeiter von Henkel, Siemens, BMW, Nokia und so weiter wieder in Arbeit zu bringen. Aber auch die schon über 40000 vorhandenen und die vorhergesagten zusätzlichen Arbeitslosen im Saarland dürfen nicht vergessen werden. Hier darf kein Verdängungswettbewerb am saarländischen Arbeitsmarkt aufkommen, denn diese Befürchtung habe ich leider.

mfg
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wir sind das A u f s t e i g e r l a n d - denn wahrlich, absteigen können wir gar nicht mehr - wir stehen doch schon auf dem untersten Platz
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Re: 1100 NRW Bergarbeiter bei uns tätig

Beitragvon DSKRentner » Mo, 03.03.2008 16:45

Danke für deine sachlichen Aussagen, ich stimme dir voll und ganz zu!

Auch ich hab eben Radio gehört und mich gewundert, wieso ihr mit 11 Bussen nach NRW hochfährt und dann nur die Regulierung eurer entstandenen Schäden einfordert...

Soviel zu unserer Presse!

Mit freundlichem Glückauf!
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Re: 1100 NRW Bergarbeiter bei uns tätig

Beitragvon merlin » Mo, 03.03.2008 21:30

.........schau Dir den aktuellen Bericht an. da kannst Du es sehen und hören, war Patrick Lauer gefordert hat.....
Lieber Gott… gib mir die Weisheit
einige Menschen zu verstehen,
die Geduld sie zu ertragen,
die Güte ihnen zu verzeihen,
aber bitte gib mir keine Kraft…
denn wenn ich Kraft habe,
haue ich ihnen aufs Maul



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