Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
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Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Den Medien habe ich heute entnommen, dass auf dem Gelände des Bergwerks Saar ein Bittgottesdienst mit den Bergmannsfrauen stattfinden soll. Was soll das ?! Beim ökumenischen Gottesdienst in St. Ludwig / Saarlouis wurde für keine der beiden Seiten Partei ergriffen. Jetzt aber werden die Bergleute "bevorzugt" ? Der Kirche ist doch wirklich nicht mehr zu helfen. Ich schei** auf die Kirche und "den da oben".
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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Somit wissen wir jetzt ja auch alle wo wir bei der Kirche dran sind!
- merlin
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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Zitat Werner Lehnert:
Die beiden Kirchen stehen dem Steinkohlekartell treu zur Seite. Die Kirchen standen in ihrer langen Geschichte immer wieder denen zur Seite, die das Geld besaßen. Es ist bekannt, daß die Kirchen finanzielle Zuwendungen des Steinkohlekartells erhalten.
Mein letzter Glaube an die Redlichkeit der katholischen Kirche, für die ich in den Jahren 1974 bis 1980 als Ministrant und von 1988 bis 1992 als Verwaltungsrat tätig war, ging im Jahr 2004 bei einem Besuch des damaligen Trierer Bischofs Marx in Fürstenhausen endgültig zubruch. Nach einem Rundgang durch den vom Bergbau völlig zerstörten Ort Fürstenhausen meinte Marx damals "Schauen Sie, daß Sie sich aussergerichtlich mit der DSK über die Regulierung der Bergschäden einigen. Bedenken Sie, daß wir uns vor Gericht und auf hoher See in Gottes Hand befinden". Sprachs und fuhr weiter ins Gästehaus der DSK nach Saarbrücken.
Als sich im November 2007 während eines Gottesdienstes in Körprich ein DSK-Erdbeben ereignete, durchbrach Pfarrer Goebel nach Minuten der Stille das Schweigen der Gläubigen mit den Worten "beten wir, dass es aufhört". Es ist bekannt, daß Pfarrer Goebel danach aus Trier die Weisung erhielt, sich nicht mehr zum Thema Steinkohlebergbau zu äußern.
Aktuell läßt die DSK täglich Menschen in der Bergschadenshotline verhungern. Viele haben ihre Schäden bisher nicht melden können, weil die DSK-Hotline personell unterbesetzt ist. Hinzu kommt, daß regelmäßig die Regulierung offensichtlicher Bergschäden bei Privatpersonen von der DSK abgelehnt wird. Die St. Blasius-Kirche in Saarwellingen wird unterdessen bereits aufwendig restauriert.
Was würde Jesus im Jahre 2008 zu seiner Kirche sagen? Hat Jesus den Mächtigen nach dem Mund geredet, um von ihrem Reichtum zu profitieren?
Der Gang zur Kirche fällt mir immer schwerer aber es wäre nicht gerecht, zuzulassen, dass das verwerfliche Handeln der Kirchenobrigkeit die unzähligen menschlichen Dienste der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Institution Kirche in den Schatten stellt.
Möge es den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern der Kirche gelingen, den Fokus der Institution Kirche wieder auf ihre Wurzeln zu lenken: soziale Gerechtigkeit. Das Festhalten am subventionierten, lebensgefährlichen Steinkohlebergbau hat damit nichts zu tun!
Nachtrag: Pfarrer Goebel möchte klarstellen, daß er niemals eine Weisung aus Trier erhalten hat.
http://www.igab-saar.de/phpbb/viewtopic ... 4&start=45
@Freidenker --- ich glaube "der da oben" kann nix dafür.........es sind die "Vertreter" hier unten.............
Die beiden Kirchen stehen dem Steinkohlekartell treu zur Seite. Die Kirchen standen in ihrer langen Geschichte immer wieder denen zur Seite, die das Geld besaßen. Es ist bekannt, daß die Kirchen finanzielle Zuwendungen des Steinkohlekartells erhalten.
Mein letzter Glaube an die Redlichkeit der katholischen Kirche, für die ich in den Jahren 1974 bis 1980 als Ministrant und von 1988 bis 1992 als Verwaltungsrat tätig war, ging im Jahr 2004 bei einem Besuch des damaligen Trierer Bischofs Marx in Fürstenhausen endgültig zubruch. Nach einem Rundgang durch den vom Bergbau völlig zerstörten Ort Fürstenhausen meinte Marx damals "Schauen Sie, daß Sie sich aussergerichtlich mit der DSK über die Regulierung der Bergschäden einigen. Bedenken Sie, daß wir uns vor Gericht und auf hoher See in Gottes Hand befinden". Sprachs und fuhr weiter ins Gästehaus der DSK nach Saarbrücken.
Als sich im November 2007 während eines Gottesdienstes in Körprich ein DSK-Erdbeben ereignete, durchbrach Pfarrer Goebel nach Minuten der Stille das Schweigen der Gläubigen mit den Worten "beten wir, dass es aufhört". Es ist bekannt, daß Pfarrer Goebel danach aus Trier die Weisung erhielt, sich nicht mehr zum Thema Steinkohlebergbau zu äußern.
Aktuell läßt die DSK täglich Menschen in der Bergschadenshotline verhungern. Viele haben ihre Schäden bisher nicht melden können, weil die DSK-Hotline personell unterbesetzt ist. Hinzu kommt, daß regelmäßig die Regulierung offensichtlicher Bergschäden bei Privatpersonen von der DSK abgelehnt wird. Die St. Blasius-Kirche in Saarwellingen wird unterdessen bereits aufwendig restauriert.
Was würde Jesus im Jahre 2008 zu seiner Kirche sagen? Hat Jesus den Mächtigen nach dem Mund geredet, um von ihrem Reichtum zu profitieren?
Der Gang zur Kirche fällt mir immer schwerer aber es wäre nicht gerecht, zuzulassen, dass das verwerfliche Handeln der Kirchenobrigkeit die unzähligen menschlichen Dienste der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Institution Kirche in den Schatten stellt.
Möge es den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern der Kirche gelingen, den Fokus der Institution Kirche wieder auf ihre Wurzeln zu lenken: soziale Gerechtigkeit. Das Festhalten am subventionierten, lebensgefährlichen Steinkohlebergbau hat damit nichts zu tun!
Nachtrag: Pfarrer Goebel möchte klarstellen, daß er niemals eine Weisung aus Trier erhalten hat.
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@Freidenker --- ich glaube "der da oben" kann nix dafür.........es sind die "Vertreter" hier unten.............
Lieber Gott… gib mir die Weisheit
einige Menschen zu verstehen,
die Geduld sie zu ertragen,
die Güte ihnen zu verzeihen,
aber bitte gib mir keine Kraft…
denn wenn ich Kraft habe,
haue ich ihnen aufs Maul

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aber bitte gib mir keine Kraft…
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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Ich würde das jetzt mal nicht überbewerten. Wahrscheinlich würde sich die Kirche einem Bittgottesdienst für Bergbaubetroffene (vielleicht an der Blasiuskirche) auch nicht verschließen, wenn dies gewünscht würde.
Davon abgesehen ist dies eben eine weitere Aktion der Bergleute bzw. –frauen wie "Aktion Brennholz für das Mahnfeuer" oder "Bergleute spenden Blut" bzw. "Bergleute retten Leben" am 13. April. Letzteres ist wirklich schon grotesk. Bin mal gespannt was als nächstes kommt
Davon abgesehen ist dies eben eine weitere Aktion der Bergleute bzw. –frauen wie "Aktion Brennholz für das Mahnfeuer" oder "Bergleute spenden Blut" bzw. "Bergleute retten Leben" am 13. April. Letzteres ist wirklich schon grotesk. Bin mal gespannt was als nächstes kommt
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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
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Wie wäre es mit Bergmänner / Bergmannsfrauen retten den Weltfrieden ? Wir Bergbau-Geschädigten sind ja die Kriegstreiber in Person !
Wie wäre es mit Bergmänner / Bergmannsfrauen retten den Weltfrieden ? Wir Bergbau-Geschädigten sind ja die Kriegstreiber in Person !

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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Warum fordern wir nicht einen ökumenischen Gottesdienst speziell für die unter dem Bergbau leidenden Bergbaubetroffenen??? Bitte an den Landesverband IGAB Saar dies zu initiieren!!!
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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Das ist eine gute Idee mit dem Gottesdienst für Bergbaubetroffene. Dieser müsste auf jeden Fall in Saarwellingen stattfinden. So hätte die Kirche auch mal Gelegenheit sich uns zu widmen!
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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Solche Gelegenheiten gab es bisher mehr als genug! Mein Vertrauen in die Kirche ist sowieso dahin!DSKOpfer hat geschrieben:So hätte die Kirche auch mal Gelegenheit sich uns zu widmen!
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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Ich war heute morgen zufällig in Saarlouis und somit Zeuge eines "Schweigemarsches" der Bergleute, die von den Kasematten kommend über den großen Markt in Richtung Altstadt gingen.Ich schätze mal, es waren so 150 Personen, wobei fast die Hälfte Frauen und Kinder waren. Die Bergleute waren teilweise in Montur, mit Helm usw.
Ein Kind mit einer Trommel ging vorneweg und schlug in langsamem Takt.
Unfreiwillig lustig wurde es, als mehrere Frauen im Tross, die die ganze Zeit plapperten und sich über eine Distanz von etwa 10-15m lauthals lachend miteinander unterhielten von einem "Mitgeher" ermahnt wurden, jetzt mal zwei Gänge runterzuschalten und leise zu sein, dies sei schließlich ein Schweigemarsch (deswegen das Wort auch zu Beginn des Beitrages in Anführungszeichen) !!!!
Ein Kind mit einer Trommel ging vorneweg und schlug in langsamem Takt.
Unfreiwillig lustig wurde es, als mehrere Frauen im Tross, die die ganze Zeit plapperten und sich über eine Distanz von etwa 10-15m lauthals lachend miteinander unterhielten von einem "Mitgeher" ermahnt wurden, jetzt mal zwei Gänge runterzuschalten und leise zu sein, dies sei schließlich ein Schweigemarsch (deswegen das Wort auch zu Beginn des Beitrages in Anführungszeichen) !!!!

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- Wohnort: Fraulautern
Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Hallo Slam!
Die spazieren schon seid mehreren Tagen morgens durch Saarlouis.
Sie haben ja viel Zeit.
Es sind überwiegend junge Bergleute mit Anhang.
Den Weg zum Arbeitsamt haben sie aber noch nicht gefunden.
Die spazieren schon seid mehreren Tagen morgens durch Saarlouis.
Sie haben ja viel Zeit.
Es sind überwiegend junge Bergleute mit Anhang.
Den Weg zum Arbeitsamt haben sie aber noch nicht gefunden.
- catweazle
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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Tja, warum sollten sie auch. Ist doch alles paletti
"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." (Bertolt Brecht)


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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Hallo Cyber
Lies mal hier aus 2001: http://www.arbeitnehmer-info-saar.de/Ar ... austop.htm
Was sollen die aufm Arbeitsamt? Die suchen den Weg in die Anpassung. Für alle!Cyber2003 hat geschrieben: Den Weg zum Arbeitsamt haben sie aber noch nicht gefunden.
Lies mal hier aus 2001: http://www.arbeitnehmer-info-saar.de/Ar ... austop.htm
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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
richtig - 90% und mit Mammi spazieren gehen,catweazle hat geschrieben:Tja, warum sollten sie auch. Ist doch alles paletti
damit sie uns wieder die Hütten kaputt machen dürfen,
damit bei uns das Licht nicht ausgeht
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Re: Bittgottesdienst mit Bergmannsfrauen - was soll das ?!
Hallo;Mogelnix hat geschrieben:Hallo Cyber
Was sollen die aufm Arbeitsamt? Die suchen den Weg in die Anpassung. Für alle!Cyber2003 hat geschrieben: Den Weg zum Arbeitsamt haben sie aber noch nicht gefunden.
Lies mal hier aus 2001: http://www.arbeitnehmer-info-saar.de/Ar ... austop.htm
ich nehme an, ihr wisst es nicht besser, deswegen hier was zur Aufklärung:
Während der Kurzarbeit (bei der die Leute sehr wohl gemeldet sind auf dem Arbeitsamt) dürfen die Arbeitnehmer, die Kurzarbeitergeld beziehen, keine andere Arbeit annehmen. Wenn doch wird ihnen sofort das Kurzarbeitergeld gestrichen!!
Also was würdest DU tun?
Mit freundlichem hört auf
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