Gedanken eines Saarländers

Sagen Sie Ihre Meinung zu den Erdbeben und dem Kohleabbau

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Gedanken eines Saarländers

Beitragvon DSKRentner » Di, 18.03.2008 20:23

Hallo;
Ich möchte hier an dieser Stelle einmal ein paar meiner Gedanken zur aktuellen Situation niederschreiben.
Vorher möchte ich betonen, dass ich selbst keine bergbaubedingte Schäden an meinem Haus, aber sehr gute Bekannte habe, deren Wohneigentum von Bergschäden massiv betroffen ist. Wie mein Name schon sagt, befinde ich mich im Vorruhestand, bin also auch nicht mehr von der RAG/DSK abhängig, so dass ich hier sozusagen „frei Schnauze“ plaudern kann. Allerdings stehe ich noch mit sehr vielen ehemaligen Mitarbeitern von mir, die noch DSK – Angehörige sind, in engem Kontakt, und versuche, mich dort auf dem Laufenden zu halten.

Meiner Meinung nach ist noch nicht Schluss mit dem Bergbau an der Saar!

Die RAG/DSK:
Die RAG/DSK versucht nun erstmal, Zeit zu gewinnen. Sie kann nicht einfach auf die Schnelle Subventionsgelder, die bereits verplant sind, umschichten, da der Bergbau ein ziemlich träges Unternehmen ist. Und da auch anscheinend keiner dieser Herren an ein so gravierendes Ereignis gedacht hat gibt es momentan auch keine Alternativpläne für so einen Vorfall. Also versucht man Schadensbegrenzung, in dem man im Saarland gerade soviel Kohle fördern will, um die Grundversorgung der saarländischen Kraftwerke zu decken, zum einem, damit man nicht irgendwelchen Regressforderungen ausgesetzt wird (weil man kein Geld hat um die zu zahlen; Subventionen sind zwangsgebunden, d.h. es gibt nur Geld für geförderte Tonnage und nicht für andere Ansprüche) und zum andern, weil man nicht 2000 Kumpels von der Saar an der Ruhr beschäftigen kann ohne dort Mitarbeiter auf die Strasse zu setzen; Entlassungen darf es wegen der bestehenden Verträge über sozialverträglichen Personalabbau keine geben und einfach mal so 2000 neue Arbeitsplätze schaffen können die auch nicht! Außerdem…warum sollte in NRW saarländische Bergleute beschäftigt werden? Die haben doch dort selbst genug zu tun mit ihren Sorgen! (siehe NOKIA usw.). Also, was wollen die tun? Weiter Kohle abbauen und beten…..

Unser MPM:
Nach dem wirklich katastrophalen Beben im Februar hat sich unser MPM erstmal weit aus dem Fenster gelehnt, als er vom „Ende“ des Bergbaus an der Saar sprach. Mittlerweile (und anscheinend nach einigen Gesprächen mit seiner Freundin „Änschi“) ist ihm wohl klargeworden, dass er die von ihm geschaffenen Arbeitslosen wohl selbst finanzieren müsste (die Geister, die ich rief…), da er keinerlei Zuschuss aus Berlin erwarten und er auch nicht einfach mal ein paar tausend Arbeitsplätze aus dem Hut zaubern kann. Und man sollte bedenken, dass die Bergleute und ihre Familien auch ein Wirtschaftsfaktor sind; sie kaufen mit ihren Löhnen und Gehälter in saarländischen Geschäften ein. Somit fließt ein großer Teil der Subventionen in saarländische Kassen und Kommunen, obwohl sich das Saarland die letzten Jahre geweigert hat, irgendwelche Zuwendungen für den Bergbau zu zahlen. Und wo geben die Bergleute ihr Geld aus, wenn sie nach NRW ziehen müssen, um dort zu arbeiten??
Und schon isser am zurückrudern, unser MPM….

Heiko Maas:
Meiner Meinung nach der einzige, der die Sachlage, was der Saarwirtschaft und dem saarländischen Arbeitsmarkt blüht, wenn von heut auf morgen alles dicht ist auf dem Bergwerk Saar, richtig erkannt hat (das sage ich, obwohl ich kein wirklicher Freund der SPD bin!). Der Bergbau an der Saar ist endlich, das weiß er genauso gut wie jeder von uns, nur es geht eben nicht ruck - zuck, wie es einige andere großspurig versprechen oder fordern! So etwas muss man – auch wenn es einigen nicht passt – moderat und wohlüberlegt angehen, sonst kommt irgendwann vielleicht das böse Erwachen. Und das scheint auch unser MPM so langsam einzusehen, nur öffentlich zugeben kann er das natürlich nicht!

Die Grünen:
Naja, nächstes Jahr sind Wahlen, jede Stimme zählt und ich habe den Eindruck, die versuchen, ihr Fähnchen immer in den Wind zu drehen. Wenn man weiß, dass man nicht in die Lage kommen wird, seinen Versprechen auch mal Taten folgen zu lassen, (weil man eben als Partei zu klein ist) kann mal viel erzählen von der alternativen Sache. Die Realität ist aber meist ne andere….

Die Gelben:
Siehe den Abschnitt oben…und dass eine Umschichtung von Subventionsgeldern nicht so einfach machbar ist, müsste auch ein Herr Hartmann wissen. Möglicherweise gibt es da wirklich Klauseln im europäischen Recht (und der H. Hartmann hat die ruck - zuck gefunden, unser MP sucht immer noch ohne Erfolg danach), die so was möglich machen würden, aber das müsste erst einmal geprüft werden. Und bis da alles in trockenen Tüchern ist (bei dem Tempo, dass unsere EU- Abgeordneten an den Tag legen) ist es wohl 2018, der Bergbau in Deutschland ist bis dahin eh Geschichte…und die FDP hatte Recht. Nur, was oder wem nutzt das dann noch??

Die Linken:
Oskar ist zurück! Er, der Schrecken der Grünen und Gelben, was die 5 % - Hürde angeht, geht auch auf Stimmenfang. Und da andere bereits bei den Bergbaubetroffenen buhlen nimmt er sich eben derjenigen an, die das „arbeitende Volk“ darstellen. Sozusagen. Na das passt doch! Zu einer Linkspartei!

So, ich hoffe mal, dass ich mit diesen meinen Gedanken zur aktuellen Situation nicht zu vielen Leuten auf die Füße getreten bin und dass nicht jeder alles ernst nimmt, was hier geschrieben steht, obwohl es wirklich ein sehr ernstes Thema ist.
Ich berufe mich auf meine Meinungsfreiheit! 8)

Mit freundlichem Glückauf
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Re: Gedanken eines Saarländers

Beitragvon geaechteter » Di, 18.03.2008 21:52

An den DSK Rentner: Was heißt Vorruhestand? Etwa APG?
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Re: Gedanken eines Saarländers

Beitragvon Genervter » Di, 18.03.2008 22:48

Hallo DSK Rentner, respektive Vorruheständler vermutlich unter 55...Natürlich kann jeder seine Meinung sagen, ist soweit in Ordnung. Was Deine Politikereinschätzung angeht, musste ich richtig schmunzeln...Also ich glaube, die Kumpels werden überwiegend den Wendehalsoskar und Vorturner der Nachfolgepartei der SED, wählen. Und was Maas angeht, hab selten einen Landespolitiker gesehen, der soviel rumeiert wie uus Heiko...Auch der MP ist einer, der seine Meinung schnell je nach Stimmungslage sehr schnell ändern kann. Wie lange hat er dem unsäglich Bronderschen Treiben zugeschaut. Aber jetzt wirkt er ziemlich konsequent, auch wenn er schon wieder etwas von seiner ursprünglich harten Position abgerückt ist. Grüne und Liberale erscheinen mir ziemlich konsequent und klar positioniert. Die weisen schon seit Jahren darauf hin, dass die nutzbringende Zeit des Bergbaues schon lange vorbei ist. Ich denke mal, dass die Bergbaubetroffenen und Geschädigten eher sich von diesen beiden Parteien richtig vertreten fühlen.

Und nun zum Bergbau an der Saar. Also ich habe auch Bekannte, die an maßgebender Stelle der RAG arbeiten.
Sorry, es ist vorbei! Schau mal, es kann doch nicht wirtschaftlich sein, wenn Dreiviertel der bisherigen RAG-Mitarbeiter nur noch etwa ein Drittel der bisherigen Fördermenge erwirtschafen. Folglich werden viele der Kumpels jetzt ganz schnell in andere Jobs außerhalb der RAG vermittelt. Glaub mir, da kommt richtig Druck drauf. Der Konzern ist auf größtmögliche Wirtschaftlichkeit ausgerichtet und keine Arbeiterwohlfahrt! Hinzu kommt noch, dass überhaupt nicht sicher ist, ob die RAG künftig auch überall dort abbauen darf, wo sie beantragt hat. Reisbach/Falscheid glaube ich, macht die Regierung nicht mehr mit. Grangeleisen wird ein heißes Eisen. Dort wie auch im Flöz Wahlschied hat es in der Vergangenheit immer wieder ganz schön gerumst. Die Geschichte mit dem Kohlepfeiler hat doch nie einer geglaubt! Und unterschätze den Widerstand der Leute von Hülzweiler oder Reisbach und Falscheid nicht. Die haben jetzt gesehen, was ein Volk erreichen kann, wenn es einig und beharrlich ist.
Kurzum, um es abzukürzen. Das Bergwerk Saar ist am Ende! Was jetzt kommt nennt man "Abwicklung"...natürlich ist es auch politisch gewollt, dass es sozialverträglich laufen soll. Ach ja, und für 2 Kraftwerke muss man noch etwas Zeit haben für die Umstellung auf Import oder andere Kohle...Wenn Du mich fragst, 2010 spätestens ist im Saarland der komplette Bergbau eingestellt. Deine Kumpels werden aber nicht ins Bergfreie fallen. Das ist auch gut so! Jetzt schon hat die RAG keinerlei Probleme freiwerdende Kumpels mit guter Ausbildung und Qualifikation in die Privatwirtschaft zu vermitteln. Sie müssen halt nur etwas länger ggf bis 67 arbeiten. Dafür springt dann unterm Strich mehr Geld heraus. 17 Jahre länger volles Geld, das ist doch schon was oder?
Sorry, ich glaube ich war etwas zu ausführlich....

Mit einem freudigen "Bergbaustopp"

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Re: Gedanken eines Saarländers

Beitragvon UnusualSuspect » Di, 18.03.2008 23:19

Ha,
sorry, aber da sind schon einige Passagen drin die gar nicht gehen. Wo fang ich an, naja mal sehen, vielleicht mit der Taktik der DSK.

Ja, richtig aus den Diskussionen hier wiedergegeben, das Zeitspiel hat begonnen. Ein Rumpfbergbau, welch faire Chance für die Bergleute. Vom effizientesten Bergwerk des Landes (durch Hardcore Schnell-Abbau) zum Schlußlicht in der Nation. Keine brilliante Entwicklung, zumal die Primsmulde schon früher als nicht abbaubar bewertet wurde. Wie auch immer, die Schäden ziehen jetzt halt weiter, wie die Karawane die Durst hat, nur wird man in Reisbach / Falscheid / Eiweiler auf die falschen stoßen. Ja, man hat über Jahre mit großzügigen Regulierungen (in Reisbach war man da immer spendabel) das Volk klein gehalten. Aber das wird so jetzt nicht mehr funktinieren, zumal der Ort sich dann nach dem Abbau um ca. 2 bis 3 m tiefer befinden wird, wenn man einem DSK-Gutachten trauen darf.

Der MPM macht im Moment das, was rechtlich möglich ist, da nützt auch keine Häme was. Noch steht das Bergrecht über vielen Gesetzen im Grundrecht. Die vielen angesprochenen Konsumenten - sorry da muss ich jetzt einfach sarkastisch werden - sind wahrscheinlich so drauf wie die meisten bequemen Bürger: Billiges Auto aus Japan, Sprit aus Luxemburg, Brot aus dem REWE Regal, Lebensmittel und Bier aus Frankreich...also bitte die Nummer gleich wieder eintüten, das halbe Saarland schert sich einen Dreck um die Einzelhändler / Betriebe im Saarland.

HEIKO MAAS:
Wenn jemand schreibt, dass Heiko Maas irgendwas richtig erkannt haben soll, dann muss ich wirklich an mir halten. Er betet das runter, was der bärtige Pälzer ihm mitgibt und was er selber auch zu Protokoll gegeben hat, als er am Nordschacht war: Dummes, nostalgisches Geschwätz. Kein mir bekannter sinnvoller Ansatz ist bisher von ihm gekommen, deshalb hat er ja auch eine Reputation im Saarland, die gigantisch ist und die die SPD nächstes Jahr unter 20 % bringen wird. Oskars Schoßhündchen, Wuff. Seine ganze Fraktion besteht doch aus Einknickern und Wendehälsen. Ein Beispiel ist doch MdL P.S. aus Saarwellingen, die noch nicht einmal in einer solch entscheidenden Frage in der Lage war, sich hinter ihren Heimatort zu stellen...PAH!

Die Grünen / FDP:
Beide machen natürlich auch Wahlkampf, aber sie waren überall dabei und sind nicht nur zu Showterminen erschienen wie diverse andere Politiker und Bürgermeister. Mein Vorschlag an alle Bergbaubetroffenen: Zweitstimme an eine der beiden Fraktionen im nächsten Jahr bei der Landtagswahl (und immer schön unterscheiden zwischen Kommunal- und Landtagswahl).

Die Linken:
Mit einem freundlichen AUF WIEDERSEHEN wünsche ich euch ein fröhliche Heimfahrt in irgendein kommunistisches Land, in dem ihr eure Märchen leben könnt.

Ansonsten: BERGBAUSTOPP jetzt, alles andere ist lächerlich.
ROCK THE DSK !!!
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Re: Gedanken eines Saarländers

Beitragvon DSKRentner » Mi, 19.03.2008 7:53

Hallo;
Ich gebe unumwunden zu, dass eure Argumentation etwas für sich hat! Das gibt mir einigen Stoff zum nachdenken.
Vor allem freut mich der Ton, mit dem auf meinen kleinen Brief geantwortet wurde, sachlich und argumentativ, obwohl es hier sicherlich jede Menge Leute gibt, die (aus verständlichen Gründen) einen „dicken Hals“ haben. Ich war vor einiger Zeit auf einer Veranstaltung der IGBCE, dort wurde eure Organisation als nicht wirklich dialogbereit hingestellt.
Das kann ich so nicht bestätigen.
Obwohl ich meine Brötchen im Bergbau verdient habe, versuche ich immer, auch die andere Seite zu sehen und zu verstehen, deswegen auch meine Teilnahme hier im Forum.
Und ich sage jetzt hier: HUT AB VOR EUCH!

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Eins möchte ich hier noch klarstellen: Ich werde die Linken NICHT wählen!

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Re: Gedanken eines Saarländers

Beitragvon gohome » Mi, 19.03.2008 11:33

Hallo DSKRentner,


die meisten Punkte zu deinem Beitrag wurden hier bereits verschiedentlich diskutiert, dabei will ich es belassen, ansonsten drehen wir uns erneut im Kreis und finden kein Ende. Aber einen Punkt, den du angesprochen hast, möchte ich dennoch seitens eines Bergbaubetroffenen ansprechen. Dazu hast du geschrieben:
Und man sollte bedenken, dass die Bergleute und ihre Familien auch ein Wirtschaftsfaktor sind; sie kaufen mit ihren Löhnen und Gehälter in saarländischen Geschäften ein. Somit fließt ein großer Teil der Subventionen in saarländische Kassen und Kommunen, obwohl sich das Saarland die letzten Jahre geweigert hat, irgendwelche Zuwendungen für den Bergbau zu zahlen. Und wo geben die Bergleute ihr Geld aus, wenn sie nach NRW ziehen müssen, um dort zu arbeiten??

Hierzu folgendes und das ist keine Einzelmeinung: aufgrund jahrelanger Beben und den daraus resultierenden Folgen für die Häuser der Betroffenen, wissen viele Bergbaubetroffene nicht, wie sie ihr Leben in dieser Region weiterplanen sollen. Viele denken daran, wegzuziehen, aber finden keine Käufer für ihre Häuser zu einem angemessenen Preis. Sprich: Sie investieren nur sehr wenig in Renovierungsarbeiten jeglicher Art und reduzieren damit erheblich ihren Konsum. Dies ist auch ein erheblicher Wirtschaftsfaktor, der hier im Kreis Saarlouis auf Dauer verloren gegangen ist und verloren geht bei einem weiteren Abbau! Warum wird dies nie thematisiert?

Selbstverständlich „leben“ einige Unternehmen durch Aufträge der RAG, die sich v.a. auf die Reparatur der Bergbauschäden beziehen, sehr gut. Aber kann dies ein dauerhafter Zustand bleiben, erst Schäden durch den subventionierten Bergbau zu verursachen und danach diese erneut mit Steuergeldern zu beheben? Genau dieser Faktor führt dazu, dass der Konsum der Bergbaubetroffenen, die durch diesen Kreislauf in jahrelangen Baustellen leben müssen, zurückgefahren wird. Und hier sind mehr als 3.000 Menschen betroffen zur Zeit.

Warum Geld in einen Topf werfen, der keinen Boden hat? Und an dieser Lage bzw. Denkweise der Bergbaubetroffenen hat sich auch in jüngster Zeit nichts geändert und wird sich auch durch die neuen Pläne nichts ändern!
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Re: Gedanken eines Saarländers

Beitragvon geaechteter » Mi, 19.03.2008 14:22

Hallo DSK Rentner: Falls du APG beziehst, bist du dir im klaren, daß bei der ersten Betriebsbedingten Kündigung auch deine APG wegfällt?
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Re: Gedanken eines Saarländers

Beitragvon WSchaefer » Do, 20.03.2008 1:19

DSKRentner hat geschrieben:Hallo;
Ich gebe unumwunden zu, dass eure Argumentation etwas für sich hat! Das gibt mir einigen Stoff zum nachdenken.
Vor allem freut mich der Ton, mit dem auf meinen kleinen Brief geantwortet wurde, sachlich und argumentativ, obwohl es hier sicherlich jede Menge Leute gibt, die (aus verständlichen Gründen) einen „dicken Hals“ haben. Ich war vor einiger Zeit auf einer Veranstaltung der IGBCE, dort wurde eure Organisation als nicht wirklich dialogbereit hingestellt.
Das kann ich so nicht bestätigen.
Obwohl ich meine Brötchen im Bergbau verdient habe, versuche ich immer, auch die andere Seite zu sehen und zu verstehen, deswegen auch meine Teilnahme hier im Forum.
Und ich sage jetzt hier: HUT AB VOR EUCH!

@ UnusualSuspect
Eins möchte ich hier noch klarstellen: Ich werde die Linken NICHT wählen!

Mit freundlichem Glückauf


Lieber DSK-Rentner!
Danke für diesen Beitrag und Hut ab vor Dir und anderen Bergleuten (wie "Zwischen den Fronten") die sich hier im Forum zu Wort melden und zumindest versuchen, auch die Sichtweise von uns Bergbaubetroffenen zu verstehen! Nur so kann es zur Annäherung und zu gegenseitigem Verständnis kommen. Wir verstehen durchaus auch die Ängste der Bergleute um ihre Arbeitsplätze. Es gibt auch einige unter den Bergbaubetroffenen, die um ihre Arbeitsplätze bangen müssen oder arbeitslos sind! Das ist ohne Frage eine sehr schwierige Situation!!!
Die Angst vor Erdbeben, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch ständige Beben, die Ohnmachtsgefühle der Betroffenen, der Werteverlust der Häuser (die schwindende Altersvorsorge), die Einschränkung der Lebensqualität bis hin zu Fluchtgedanken der Bewohner des Erdbebengebietes mit den von "Glück ab" genannten Erschwernissen werden leider viel zu selten von Bergleuten als berechtigte Sorgen wahrgenommen, sondern aus Angst um den eigenen Arbeitsplatz abfällig oder verharmlosend bewertet.
Wir wünschten uns mehr Menschen wie Dich, die versuchen, die andere Seite zu sehen und zu verstehen!
Dein Beitrag tat gut! Danke!!!
S. und W. Schäfer
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Re: Gedanken eines Saarländers

Beitragvon hoop » Do, 20.03.2008 7:37

[b][/Danke W.Schäfer dem Beitrag kann ich mich voll und ganz anschliessen
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Re: Gedanken eines Saarländers

Beitragvon merlin » Do, 20.03.2008 8:49

......ich auch........ :P
Lieber Gott… gib mir die Weisheit
einige Menschen zu verstehen,
die Geduld sie zu ertragen,
die Güte ihnen zu verzeihen,
aber bitte gib mir keine Kraft…
denn wenn ich Kraft habe,
haue ich ihnen aufs Maul



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Re: Gedanken eines Saarländers

Beitragvon maxpaul87 » Do, 20.03.2008 16:07

ich auch^^
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