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"Tun Erdbeben weh?"

Archiv: Weitblick 2005





 
Hat Reisbach eine Zukunft?

Hat Reisbach eine Zukunft?

Diese Frage wurde von uns in den letzten Wochen mit vielen Bürgern und den Verantwortlichen der Gemeinde im Zusammenhang mit der Abbauplanung der DSK erörtert.

Zu den von uns und der Gemeinde aufgeworfenen Problembereichen Vernässungen, Beben, Nachsenkungen und flächendeckenden Schäden finden sich in der Zulassung keine substantiellen Aussagen.

Da die kritischen Fragen nicht berücksichtigt wurden, können wir nicht mit Sicherheit sagen, was auf den Ort zukommt. Bedenklich ist allerdings, dass sich Land und DSK beharrlich weigern, zu den kritischen Fragen unabhängige Gutachter zu bestellen. Diese Verweigerung macht nur Sinn, wenn man das Ergebnis der Gutachten fürchten muss.

Durch die geplanten Abbauten und die eingangs skizzierten Risiken und Unsicherheiten werden unsere Häuser über Jahrzehnte wertlos. Bei einem Immobilienmarkt, der durch Angebotsüberhänge gekennzeichnet ist, sind Häuser mit schweren Mängeln, und dies sind unsere Häuser, nahezu unverkäuflich. Wenn ein Interessent trotz des Bergbaus kaufbereit ist, akzeptieren Banken, wie Erfahrungen zeigen, die Häuser nicht als geeignete Sicherheit bzw. raten dem Kaufinteressenten mit aller Deutlichkeit von Kauf ab. Auch Renovierungskredite werden von Banken verweigert bzw. nur mit hohen Abschlägen bewilligt.

Auch Renovierungen selbst machen, da ihre Kosten nicht durch Mehrerlöse beim Verkauf des Hauses gedeckt sind, wenig Sinn. Das Geld ist verloren. All dies ist belegt.

Zusammenfassend: Ein Zuzug von Bewohnern nach Reisbach wird nicht stattfinden. Häuser, die in Folge von Todesfällen oder Wegzügen leer stehen, Häuser bleiben unbewohnt. Renovierungen beim bestehenden Häuserbestand unterbleiben.

Für den Ort ist zu befürchten, dass er sein soziales Gepräge verliert und ausblutet.

Ein Zweites kommt hinzu. Im Abstand von jeweils einem Jahr wird vier Mal die soziale Infrastrukturachse des Dorfes, Schule Kindergarten, Spielplatz, Sportplatz, Kirche vom Abbau betroffen sein. Kann eine Schule in Reisbach bleiben, wenn ständig Bergschäden zu regulieren sind und Eltern aus Nachbarorten wegen dieser Schäden, Beben oder erhöhten Radonwerten sich weigern, ihre Kinder in die Schule nach Reisbach zu lassen?

Füstenhausen hat durch den Abbau ca.1/3 seiner Bewohner und seine soziale Infrastruktur verloren. Was würde dies für unseren Ort, sein Vereinsleben, sein soziales und zwischenmenschliches Gefüge bedeuten?

Diesen Fragen müssen wir uns stellen. Sie beschreiben eine Zukunft des Ortes, die, - je nach Verlauf des Abenteuers Restbergbau – eintreten kann.

Reisbach muss zukunftsfähig bleiben. Wir müssen alle gemeinsam für unseren Ort kämpfen, um ein sozialverträgliches Auslaufszenario für die Anwohner Reisbachs zu erreichen.

Die Gemeinde Saarwellingen und die IGAB Reisbach mit Unterstützung des Landesverbandes der Bergbaubetroffenen haben beschlossen, am

Montag, 29.9.2008, 19.30 Uhr, Verwaltungsnebenstelle Reisbach,

d.h. dem Tag vor Abbaubeginn, mit der Entzündung des „Feuers der Solidarität“ diese Bedrohung der Öffentlichkeit symbolisch verdeutlichen.

Kommen Sie alle zu dieser Veranstaltung. Es geht nicht nur um den Wert Ihrer Häuser, ihr Erbe für Kinder und Enkelkinder, es geht um den Ort als Ganzes.

Ob die DSK die Schäden gut oder schlecht reguliert, ist in diesem Zusammenhang unerheblich. Häuser mit Stempeln im Keller, mit laufenden Pumpen zur Ableitung des Grundwassers, mit Schieflagen und verpressten Rissen sind – auch bei bester Regulierung – kaum verkäuflich.

Um zu verdeutlichen, dass der Tag des Abbaubeginns ein Tag der Trauer für den Ort ist, ist Trauerkleidung erwünscht.

Ab 18.00 werden wir am 29.9.2008 vor der Verwaltungsnebenstelle IGAB-Logos laminieren. Kommen Sie bitte bereits um 18.00 Uhr.

 
 

Dienstag, 23. Januar 2018

 
 

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Die Lieder der Bergbaubetroffenen.
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Wahljahr 2009







Rippel: Sozialverträglichkeit für Bergbaubetroffene möglich, politisch nicht gewollt
Aschermittwoch: Linke, SPD
Literaturtipp

"Unter Linken"

Autor: Jan Fleischhauer
ISBN:978-3-498-02125-2

Es ist bemerkenswert, dass sich ein Spiegelredakteur gerade jetzt so deutlich gegen rot-rot (grün) ausspricht und aus seiner Aversion gegen Lafontaine keinen Hehl macht.



Reisbach
IGAB Reisbach: Beben wie am 23.2.2008 nicht auszuschließen
IGAB Reisbach: KEINE neutralen Gutachten zu Beben!
Bürgerinfo: Die Zukunft Reisbachs
Gutachen Prof. Frenz (PDF)
Gutachten von Prof. Frenz – Abbau 8.7 West nicht genehmigungsfähig
Rechtsstaatlich gebotene Konsequenzen müssen gezogen werden!
Politische Verantwortung für korrektes Handeln trägt der Ministerpräsident
Ein Genehmigungsverfahren mit diesen Mängeln wird zur Farce
Einseitige Sozialverträglichkeit bedeutet Verelendung für Reisbach
19.Mai 2008 - Lohwieshalle Reisbach
Neues Verfahren, Erläuterungen und Vollmacht
Reisbach: Persönliche Daten werden den Betroffenen vorenthalten
Reisbach: Gemeinschaden durch Vernässung bereits eingetreten?
Schreiben an Wirtschaftsminister Rippel
Resolution Gemeinde Saarwellingen vom 14.12.2007
Verlängerung Anhörungsverfahren Flöz Wahlschied in Reisbach notwendig
Reaktionen der Bergbehörden bisher nicht erkennbar
Sturz von Leiter während Erdbeben
August 2007: Einwendungen 8.7 West Flöz Walschied (PDF)
Ein Symbol geht um die Welt

Zuckerhut

Aktuelles

Kurznachrichten

17.06.2014
Erster Rückblick auf die Veranstaltung "Wer zahlt die Zeche" (weiter...)
06.05.2014
EINWAND GEGEN DIE FLUTUNG: Online-Petition und Download (weiter...)
26.05.2012
RAG zahlt Millionenentschädigung an Bergbaubetroffene im Saarland wegen bergbaubedingten Beben (weiter...)
25.05.2012
Download: Entschädigungszahlung für Wohnwertminderung durch bergbaubedingte Erderschütterungen (weiter...)
05.03.2012
Info-Veranstaltung für Bergbaubetroffene in Heusweiler (weiter...)

Meinungen

22.02.2008
Offener Brief an Dietmar Geuskens (weiterlesen...)
13.02.2008
Wieso fällt Peter Müller immer wieder in seine Schaukel-Politik und Hinhaltetaktik zurück? (weiterlesen...)
10.02.2008
..., dass man erkennt, wie lächerlich sich ein Ministerpräsident macht (weiterlesen...)
10.02.2008
Das über jahrzehnte ersparte Eigentum wird zerstört (weiterlesen...)
27.11.2007
Antwortschreiben der DSK nach ambulanter Krankenhausbehandlung (weiterlesen...)

Gastbeiträge

14.08.2006
Ist die Bezirksregierung Arnsberg fremdbestimmt? (weiterlesen...)

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    15.12.07

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    03.12.07

 Nach dem Doppelbeben
    (Teil 2) 27.11.07

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    (Forum) 27.11.07

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    Dillingen 24.11.07

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    Erdbeben 15.11.07

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Das Saarland belegt seit dem 23.02.2008 die ersten fünf Plätze bei steuersubventionierten, bergbauinduzierten Erdbeben bzw. Grubenbeben

Platz 1: 93,5 mm/s (23.02.2008)
Platz 2: 71,28 mm/s (17.02.2006)
Platz 3: 61,16 mm/s (16.03.2006)
Platz 4: 56,56 mm/s (29.03.2006)
Platz 5: 42,38 mm/s (03.01.2008)

Weitere Rekorde sind leider nicht ausgeschlossen. Eine medizinische Begutachtung der Auswirkungen wird bisher von der Landesregierung abgelehnt.

 


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